
PROJECT TOGO · Naturwald- und Entwicklungsprojekt
Unser Warum
Die entscheidende Frage ist nicht, wie viele Bäume gepflanzt werden.
Sondern, ob daraus ein Wald wird.

Eine Pflanzung dauert wenige Tage. Ein Wald braucht Jahrzehnte.
Setzlinge müssen angezogen, Flächen vorbereitet und junge Bäume gepflegt werden. Feuer, Trockenperioden und Nutzungskonflikte müssen bewältigt werden. Vor allem aber braucht es Menschen, die Verantwortung für die Flächen übernehmen und den Wald langfristig schützen.
Deshalb versteht natureOffice PROJECT TOGO nicht als Pflanzaktion. Es ist eine langfristige Aufgabe, die Waldentwicklung, lokale Strukturen und gesellschaftliche Entwicklung miteinander verbindet.
Warum Togo?
Weil Verantwortung einen konkreten Ort braucht.
natureOffice ist seit 2010 in Togo aktiv. Aus Gesprächen, ersten Reisen, Flächenvereinbarungen und dem Aufbau lokaler Strukturen entwickelte sich PROJECT TOGO. 2012 begannen die Arbeiten in Fokpo, später kam die deutlich größere Projektfläche bei Aboudjokopé hinzu.
Das Projekt wurde nicht aus einem Katalog ausgewählt. Es entstand aus Beziehungen, gemeinsamer Arbeit und der Entscheidung, langfristig vor Ort zu bleiben.
Heute wird die Projektarbeit durch ecoCent Togo umgesetzt. Lokale Teams organisieren Aufforstung, Pflege, Brandschutz, Baumschulen und viele der sozialen Projektbereiche.
01
rund 83 Hektar Projektfläche
02
rund 730 Hektar Projektfläche
03
langfristige Waldentwicklung
04
vertraglich vereinbarter Schutz


Ein zusammenhängendes System
Waldschutz beginnt nicht am Waldrand.
Wo sauberes Wasser fehlt, Schulwege kaum zu bewältigen sind oder verlässliche Einkommensmöglichkeiten fehlen, konkurriert langfristiger Waldschutz mit den unmittelbaren Anforderungen des Alltags.
01
Artenreiche Waldentwicklung statt kurzfristiger Pflanzaktion.
02
Versorgung, Hygiene und verlässliche lokale Strukturen.
03
Schulen, Mobilität, Wissen und berufliche Qualifizierung.
04
Arbeit, Kooperativen und lokale Verarbeitung.


Beispiele der Unterstützung
Wir zeigen diese Beispiele nicht als Auszeichnung. Sie machen sichtbar, wofür ein freiwilliger Beitrag eingesetzt werden kann.

ebalta · Frauenkooperative
Die Mühle erleichtert die Verarbeitung vor Ort und verbessert die Voraussetzungen für die selbstständige Organisation der Kooperative.

dieUmweltdruckerei · Wasser
Wasseraufbereitung in Aboudjokopé
Die Anlage unterstützt die Versorgung mit sauberem Wasser – eine Grundlage für Gesundheit, Hygiene und den Alltag der Dorfgemeinschaft.

Gebrüder Weiss · Mobilität
Sie erleichtern Wege und helfen dabei, Menschen, Werkzeuge und Materialien innerhalb des Projektgebiets zu transportieren.
Die Beispiele dokumentieren konkrete Unterstützung. Sie sind kein Gütesiegel und verleihen den beteiligten Unternehmen keinen Klimastatus.
Weitere gute Beispiele

Prüfweg und eigener Weg
Verantwortung endet nicht mit einem Standard.
2012
Die Arbeiten in Fokpo beginnen. PROJECT TOGO wird als Aufforstungsprojekt unter CarbonFix aufgebaut.
Danach
Nach der Übernahme von CarbonFix wird das Projekt in den Gold-Standard-Pfad überführt.
Seit 2018
Nach einer Änderung des Anrechnungsmodells wird der formale Zertifizierungspfad nicht weitergeführt. Projektarbeit und Dokumentation gehen weiter.
Heute
Waldinventuren, Artenaufnahmen, Satellitendaten, Projektberichte und wissenschaftliche Arbeiten dokumentieren die Entwicklung.
Freiwillig unterstützen
01
CCF und PCF zeigen, wo Emissionen innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette entstehen und reduziert werden sollten.
02
Ein freiwilliger Beitrag ermöglicht zusätzliche Projektarbeit außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette. Beides bleibt klar voneinander getrennt.
Was Ihr Beitrag ermöglicht
Kein Versprechen. Konkrete Arbeit.
Ein Beitrag kann in die langfristige Projektarbeit fließen oder nach gemeinsamer Abstimmung einen bestimmten Projektbaustein unterstützen.
01
Anzucht, Pflanzung und Pflege junger Bäume
02
Brandschutz und Schutz der Projektflächen
03
Brunnen, Wasseraufbereitung und Infrastruktur
04
Schulen, Fahrräder und Bildungsangebote
05
Kooperativen, Agroforst und lokale Verarbeitung
06
Monitoring, Waldinventuren und Dokumentation
Was Ihr Unternehmen erhält
Nicht nur eine Bestätigung. Eine nachvollziehbare Verbindung zum Projekt.
01
Projekt, Region, Zeitraum, Verwendungszweck und Art des Beitrags.
02
Eine sachliche Dokumentation des vereinbarten Engagements.
03
Informationen zur Unterstützung und zu den verfügbaren Unterlagen.
04
Abgestimmte Texte, ausgewählte Bilder und aktuelle Projektinformationen.
05
Jahresrückblicke, Projektdokumente und persönliche Erläuterungen.
06
Auf Wunsch Projektgespräch, Präsentation oder vereinbarte Projektreise.
Klare Grenze
Ein Beitrag bleibt ein Beitrag.
Bei einer direkten Unterstützung von PROJECT TOGO wird keine CO₂e-Menge zugeordnet.
Die Dokumentation zeigt
Sie bedeutet nicht
welches Projekt unterstützt wurde
dass Emissionen ausgeglichen wurden
Region, Zeitraum und Zweck
dass der CCF oder PCF kleiner wird
welche Nachweise vorliegen
dass ein Produkt klimafreundlich ist
wofür ein Unternehmen beiträgt
dass ein Klimastatus oder Siegel besteht
Die Unterstützung erfolgt außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette. Sie ersetzt keine Reduktionsmaßnahmen und wird nicht mit dem CCF oder PCF verrechnet.
Dokumente und Nachweise
Was wir zeigen, soll sich nachvollziehen lassen.
Mehr als ein Jahrzehnt Projektarbeit hat eine umfangreiche Dokumentation hervorgebracht: Projektinformationen, frühere Prüfberichte, Waldinventuren, Artenaufnahmen, Flächenkarten, Satellitenanalysen, wissenschaftliche Arbeiten und Berichte aus der Arbeit vor Ort.
Zu den Dokumenten und Nachweisen

Häufige Fragen
Gut zu wissen.
Ist PROJECT TOGO noch zertifiziert?
PROJECT TOGO wurde zunächst unter CarbonFix und später unter dem Gold Standard geführt. Den formalen Zertifizierungspfad hat natureOffice nach einer Änderung des Anrechnungsmodells nicht fortgeführt. Projektarbeit, Monitoring und Dokumentation wurden unabhängig davon fortgesetzt.
Gleicht ein Beitrag unsere Emissionen aus?
Nein. Eine direkte Unterstützung wird nicht mit Ihrem CCF oder PCF verrechnet und verändert Ihre bilanzierten Emissionen nicht.
Wird unserem Beitrag eine CO₂e-Menge zugeordnet?
Bei einer direkten Projektunterstützung nicht. Dokumentiert werden der Beitrag beziehungsweise die unterstützte Maßnahme, Region, Zeitraum und verfügbare Nachweise.
Können wir einen Projektbereich auswählen?
Das ist möglich, wenn ein passender aktueller Bedarf besteht. Alternativ kann der Beitrag frei für die laufende Projektarbeit eingesetzt werden.
Dürfen wir über die Unterstützung kommunizieren?
Ja. Wir unterstützen Sie mit sachlichen Informationen und passenden Formulierungen. Die Unterstützung sollte als freiwilliger Beitrag dargestellt werden, nicht als Ausgleich, Neutralitätsnachweis oder Produkteigenschaft.

Mitwirken
Verantwortung braucht kein großes Versprechen.
Sondern Menschen, die bereit sind, etwas langfristig mitzutragen.
Wir zeigen Ihnen, welche Projektbereiche aktuell Unterstützung benötigen, welche Form des Beitrags zu Ihrem Unternehmen passt und wie das Engagement transparent dokumentiert werden kann.
Was in PROJECT TOGO mitwächst
Ein Wald bleibt nur, wenn auch die Menschen in seiner Nähe eine Zukunft sehen.
Die sozialen Maßnahmen sind kein Begleitprogramm. Sie sind Teil der Projektlogik.
01
Wasser und Gesundheit
Wasser, das Zeit zurückgibt.
Wasser, das Zeit zurückgibt.
Brunnen, Wasseraufbereitung, Speicher und Hygieneschulungen verbessern die Versorgung. Kürzere Wege schaffen mehr Verlässlichkeit für Trinken, Kochen, Hygiene, Gärten und gemeinschaftliche Aufgaben.
02
Bildung, die erreichbar wird.
Bildung, die erreichbar wird.
Schulen, Schulmöbel, Fahrräder, Alphabetisierung und berufliche Schulungen verbessern den Zugang zu Wissen.
03
Wissen, das Einkommen ermöglicht.
Wissen, das Einkommen ermöglicht.
Kooperativen, Maschinen und Schulungen unterstützen die lokale Verarbeitung und eine eigenständigere Organisation.
04
Wert, der vor Ort entsteht.
Wert, der vor Ort entsteht.
Palmöl, Seife, Gari und weitere Produkte verbinden lokale Rohstoffe mit Wissen, Verarbeitung und eigenen Absatzmöglichkeiten.
05
Arbeit, die den Wald schützt.
Arbeit, die den Wald schützt.
Baumschulen, Pflege, Waldinventuren und Brandschutz machen Waldschutz zu einer dauerhaften Aufgabe vor Ort.
Die sozialen Projektbereiche kennenlernen