Platzhalterbild für die Frauenkooperativen von PROJECT TOGO

PROJECT TOGO PLUS · FRAUENKOOPERATIVEN

PROJECT TOGO PLUS · FRAUENKOOPERATIVEN

Eine gemeinsame Idee wird erst stark, wenn sie den Frauen selbst gehört.

Eine gemeinsame Idee wird erst stark, wenn sie den Frauen selbst gehört.

In der Projektregion war dauerhafte wirtschaftliche Zusammenarbeit mehrerer Familien lange eher selten. Deshalb begann PROJECT TOGO in Dorfversammlungen zuerst mit einer Frage: Was müsste entstehen, damit Frauen gemeinsam planen, produzieren und entscheiden können?

Heute arbeiten Frauenkooperativen eigenständig. Sie organisieren Produktion, Einkommen, Rücklagen und neue Ideen selbst.

Unternehmen können diesen Aufbau zweckgebunden unterstützen.

WARUM ZUSAMMENARBEIT ZUNÄCHST UNGEWOHNT WAR

Gemeinsame Produktion muss nicht angeordnet werden. Sie muss vor Ort gewollt und getragen werden.

Gemeinsame Produktion muss nicht angeordnet werden. Sie muss vor Ort gewollt und getragen werden.

In der Projektregion organisiert traditionell jede Familie ihre wirtschaftliche Arbeit weitgehend für sich. In Notfällen helfen sich die Menschen in den Dörfern gegenseitig, eine dauerhaft gemeinsame Produktion mehrerer Familien ist jedoch eher selten.

Deshalb begann PROJECT TOGO schon vor vielen Jahren, in Dorfversammlungen über Kooperationen und mögliche gemeinschaftliche Wirtschaftsformen zu sprechen. Im Mittelpunkt standen zunächst die Frauen. Sie tragen in den Familien einen großen Teil der Verantwortung für Haushalt, Versorgung und die Organisation des täglichen Lebens. Wenn eine gemeinschaftliche wirtschaftliche Struktur im Dorf dauerhaft funktionieren sollte, mussten die Frauen sie nicht nur unterstützen, sondern selbst gestalten und führen.

Platzhalterbild für die Zusammenarbeit einer Frauenkooperative in Togo

DIE ERSTE KOOPERATIVE IN KOTOKOPE

Eine Gruppe wird erst dann zu einer Kooperative, wenn Verantwortung klar verteilt ist.

Eine Gruppe wird erst dann zu einer Kooperative, wenn Verantwortung klar verteilt ist.

Zu Beginn schlossen sich 25 Frauen und damit Vertreterinnen von 25 Familien zusammen. Sie gründeten keine lose Arbeitsgruppe, sondern eine formell organisierte Kooperative mit Präsidentin, Schriftführerin und Kassenwartin. Die Registrierung bei den zuständigen staatlichen Stellen gab der Gemeinschaft eine verbindliche rechtliche und organisatorische Grundlage.

PROJECT TOGO half beim Aufbau und steht bis heute als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Kooperative arbeitet jedoch in Eigenregie. Die Mitglieder organisieren ihre Aufgaben, führen regelmäßige Treffen durch und entscheiden selbst über Produktion, Investitionen und neue Erzeugnisse.

Diese Selbstverwaltung ist eine zentrale Voraussetzung für den langfristigen Bestand: Die Gemeinschaft soll nicht von einer dauerhaften Steuerung durch das Projekt oder einen einzelnen Förderer abhängig sein.

Frauen einer Kooperative arbeiten gemeinsam an der Palmölproduktion
Gemeinsame Verarbeitung von Palmöl in der Kooperative

GEMEINSAME PRODUKTION UND GEGENSEITIGE ABSICHERUNG

Zusammenarbeit bedeutet: Die Arbeit teilen. Verantwortung teilen. Risiken nicht allein tragen.

Zusammenarbeit bedeutet: Die Arbeit teilen. Verantwortung teilen. Risiken nicht allein tragen.

Ein frühes gemeinsames Arbeitsfeld war die Herstellung von Palmöl. Die Aufteilung der Arbeit ermöglicht größere Produktionsmengen und verbindet das Wissen und die Kraft vieler Mitglieder.

Fällt eine Frau krankheitsbedingt aus, können andere Mitglieder ihre Aufgaben teilweise übernehmen. Die betroffene Familie verliert dadurch nicht sofort ihre gesamte Einkommensmöglichkeit. Die Rücklage ist notwendig, weil Gebäude, Maschinen, Wassertechnik und Verpackung dauerhaft Kosten verursachen.

25

25

Frauen

Zu Beginn schlossen sich Vertreterinnen von 25 Familien in Kotokope zusammen.

80%

80%

Einnahmen

Nach dem vereinbarten Modell werden 80 Prozent der Einnahmen gleichmäßig an die Mitglieder verteilt.

20%

20%

Rücklage

20 Prozent verbleiben in der Kooperative für Investitionen, Reparaturen und die Weiterentwicklung der gemeinsamen Arbeit.

Platzhalterbild für das Produktionszentrum der Frauenkooperative
Platzhalterbild für die gemeinsame Verarbeitung und Produktentwicklung

NEUE PRODUKTE AUS DEN IDEEN DER FRAUEN

Die besten neuen Produkte kommen nicht aus einem Katalog.

Die besten neuen Produkte kommen nicht aus einem Katalog.

Durch die Zusammenarbeit entstehen fortlaufend neue Ideen. Neben Palmöl stellt die Kooperative inzwischen beispielsweise Seife her. Auf den Projektflächen wächst außerdem Moringa. Die Frauen sammeln die Blätter, trocknen und mahlen sie und verkaufen das entstandene Pulver auf regionalen Märkten.

Weitere Produktideen werden nicht von PROJECT TOGO vorgegeben, sondern von den Mitgliedern der Kooperative entwickelt.

Eine weitere Kooperative in Fokpo konzentriert sich stärker auf den gemeinschaftlichen Gemüsebau. Dort unterstützt ein Wasserbecken die landwirtschaftliche Arbeit. Die beiden Kooperativen zeigen, dass sich das Grundprinzip gemeinsamer Organisation an unterschiedliche örtliche Möglichkeiten und Interessen anpassen lässt.

Weitere Produktideen werden nicht von PROJECT TOGO vorgegeben, sondern von den Mitgliedern der Kooperative entwickelt.

PRODUKTIONSZENTRUM UND PROFESSIONELLE VERMARKTUNG

Ein Produkt trägt die Handschrift derjenigen, die es herstellen.

Ein Produkt trägt die Handschrift derjenigen, die es herstellen.

Für die Verarbeitung wurde ein eigenes Produktionszentrum errichtet. Die Frauen wirkten an der Planung der Räume und Arbeitsabläufe mit. Das Gebäude verfügt über Tische, Produktionsbereiche und fließendes Wasser. Ein unterstützendes Unternehmen finanzierte zudem eine größere Palmölmühle. Dadurch können körperlich anstrengende Arbeitsschritte erleichtert und größere Mengen unter besseren Bedingungen verarbeitet werden.

Für die Verarbeitung wurde ein eigenes Produktionszentrum errichtet. Die Frauen wirkten an der Planung der Räume und Arbeitsabläufe mit. Das Gebäude verfügt über Tische, Produktionsbereiche und fließendes Wasser. Ein unterstützendes Unternehmen finanzierte zudem eine größere Palmölmühle. Dadurch können körperlich anstrengende Arbeitsschritte erleichtert und größere Mengen unter besseren Bedingungen verarbeitet werden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Präsentation der Produkte. Palmöl, Moringapulver, Seife und weitere Erzeugnisse werden in saubere Behälter abgefüllt und verständlich etikettiert. Die Kennzeichnung zeigt, was enthalten ist und wer das Produkt hergestellt hat. Auf den regionalen Märkten heben sich diese Erzeugnisse deutlich von offen oder ohne Herkunftsangabe angebotener Ware ab. Die professionelle Verpackung schafft Vertrauen und hat die Vermarktung spürbar unterstützt.

Alphabetisierungs- und Französischkurse ergänzen die wirtschaftliche Arbeit. Sie erleichtern Buchführung, Einkauf, Verkauf, Produktkennzeichnung und den Umgang mit Behörden oder Handelspartnern. Damit greifen Einkommen, Selbstorganisation und Bildung unmittelbar ineinander.

Produktionszentrum der Kooperative in Togo

BILDUNG UND SELBSTORGANISATION

Einkommen, Selbstorganisation und Bildung greifen unmittelbar ineinander.

Einkommen, Selbstorganisation und Bildung greifen unmittelbar ineinander.

Alphabetisierungs- und Französischkurse erleichtern Buchführung, Einkauf, Verkauf, Produktkennzeichnung und den Umgang mit Behörden oder Handelspartnern.

Die Frauen entwickeln eigene Produkte, organisieren ihre Rücklagen und führen regelmäßige Treffen durch. So wird aus gemeinsamer Produktion eine selbstverwaltete wirtschaftliche Struktur.

Eine weitere Kooperative in Fokpo konzentriert sich auf gemeinschaftlichen Gemüsebau – ein Beispiel dafür, wie sich das Grundprinzip an lokale Möglichkeiten und Interessen anpassen lässt.

Frauen der Kooperative bei einer praktischen Schulung

WAS EIN KUNDENENGAGEMENT ERMÖGLICHT

Der konkrete Bedarf wird gemeinsam mit den Kooperativen und der ONG ecoCent Togo abgestimmt.

Der konkrete Bedarf wird gemeinsam mit den Kooperativen und der ONG ecoCent Togo abgestimmt.

Ein Kundenengagement finanziert nicht lediglich eine Maschine oder Verpackungen. Es stärkt eine vorhandene, selbstverwaltete Organisation, die Produktion, Einkommen und Investitionen eigenständig steuert.

01

Verarbeitung und Lagerung

Geräte für Verarbeitung, Abfüllung, Verpackung und Lagerung.

02

Hygiene und Qualität

Verbesserung von Hygiene, Arbeitsschutz und Produktqualität.

03

Wasser und Energie

Wasser- und Energieversorgung der Produktionsräume.

04

Schulung und Vermarktung

Schulung in Produktion, Buchführung, Kalkulation und Vermarktung.

05

Neue Produkte

Erprobung neuer, von den Frauen entwickelter Produkte.

06

Marktzugang

Verpackungen, Etiketten und besserer Zugang zu regionalen Märkten.

Rücklagen für Wartung und Ersatzbeschaffung können ebenfalls Teil der gemeinsam abgestimmten Unterstützung sein.

WIRKUNG UND NACHWEIS

Der langfristige Wert liegt ebenso in der gegenseitigen Absicherung, dem wachsenden Wissen und der gestärkten Handlungsfähigkeit der Frauen.

Der langfristige Wert liegt ebenso in der gegenseitigen Absicherung, dem wachsenden Wissen und der gestärkten Handlungsfähigkeit der Frauen.

Dokumentiert werden können unter anderem:

  • Zahl der aktiven Mitglieder

  • Sitzungen und gemeinschaftliche Entscheidungen

  • Hergestellte Produkte und Mengen

  • Verkäufe und Einnahmenverteilung

  • Höhe und Verwendung der Rücklagen

  • Schulungen, Wartungen und neu erschlossene Absatzwege

KLAR EINGEORDNET

Ein Engagement für Frauenkooperativen ist freiwillig und zweckgebunden.

Ein Engagement für Frauenkooperativen ist freiwillig und zweckgebunden.

Es unterstützt einen konkreten Projektbereich von PROJECT TOGO in Togo.

Es findet außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette statt und wird getrennt von CO₂e-Bilanzen dokumentiert. Der Beitrag wird nicht mit einem Product oder Corporate Carbon Footprint verrechnet und verändert keine berechneten Emissionen.

Unternehmen unterstützen die selbstverwaltete Arbeit der Frauenkooperativen. Was umgesetzt wurde und wie sich die Arbeit entwickelt, wird nachvollziehbar dokumentiert.

Frauen der Kooperative im Gespräch

INTERESSE AN PROJECT TOGO PLUS FRAUENKOOPERATIVEN?

Wir erläutern, welcher Schritt aktuell vorbereitet wird, wie eine Unterstützung eingesetzt werden kann und worüber anschließend berichtet wird.

Wir erläutern, welcher Schritt aktuell vorbereitet wird, wie eine Unterstützung eingesetzt werden kann und worüber anschließend berichtet wird.

Reden wir