
PROJECT TOGO PLUS · FÖRDERUNG DER LOKALEN FISCHZUCHT
Die Fischzucht von PROJECT TOGO wird Schritt für Schritt aufgebaut: mit ausgebildeten Mitarbeitenden, geeigneten Fischarten, verlässlichem Futter, Wasser, Verkauf und den Erfahrungen aus jedem Produktionszyklus.
Unternehmen können diesen Aufbau zweckgebunden unterstützen. Der Beitrag fließt in die lokale Fischzucht und richtet sich nach dem nächsten abgestimmten Bedarf vor Ort.
WORUM ES GEHT
PROJECT TOGO ist das Gesamtprojekt. Die Fischzucht ist ein konkreter Bereich innerhalb des Projekts.
Sie soll lokale Lebensmittelproduktion, Arbeitsplätze und praktisches Wissen verbinden. Dafür wurde nahe der bestehenden Projektinfrastruktur eine Anlage mit mehreren Fischbecken aufgebaut. Erste Fische konnten bereits auf regionalen Märkten verkauft werden.
Die Anlage befindet sich weiterhin in der Entwicklung. Sie soll nicht nur funktionieren, sondern über mehrere Produktionszyklen hinweg zuverlässig betrieben, gewartet und wirtschaftlich weitergeführt werden können.
WAS BEREITS AUFGEBAUT WURDE
Auf einem Teil einer Brandschneise wurden derzeit rund acht Fischbecken unterschiedlicher Größe errichtet. Die Anlage liegt nahe der bestehenden Projektinfrastruktur.
Die fachliche Leitung übernimmt ein Mitarbeiter, der zuvor eine sechsmonatige praktische Ausbildung auf einer größeren Fischzuchtfarm in Benin absolviert hat. Fünf weitere Mitarbeitende aus den umliegenden Dörfern unterstützen ihn beim Aufbau und im laufenden Betrieb.
Damit bestehen bereits sechs Arbeitsplätze. Erfahrungen aus dem Betrieb sollen nicht an einem Ort bleiben, sondern in die umliegenden Dörfer zurückfließen.
8 Fischbecken
02
6 Mitarbeitende
aus den umliegenden Dörfern
Ausbildung in Benin
sechs Monate praktische Fachausbildung
erste Fische wurden bereits verkauft
Lokaler Verkauf
auf regionalen Märkten
WAS JETZT ERPROBT WIRD
Über mehrere Zyklen muss sich zeigen, welche Abläufe unter den örtlichen Bedingungen zuverlässig funktionieren. Die Erfahrungen werden dokumentiert und für die nächsten Schritte genutzt.
01
Bedarf gemeinsam abstimmen
Der konkrete Bedarf wird gemeinsam mit der ONG ecoCent Togo und den beteiligten Dorfgemeinschaften abgestimmt.
02
Besatz bis Ernte
Besatz, Fütterung, Wachstum, Tiergesundheit und Ernte werden gemeinsam betrachtet.
03
Wasser und Kosten
Wasserverbrauch, Verluste und laufende Kosten zeigen, wann Verkaufserlöse den Betrieb tragen können.
01
Fischarten und Nachfrage
Welche Arten sich zuverlässig aufziehen lassen und welche Mengen auf regionalen Märkten gefragt sind.
02
Besatz bis Ernte
Besatz, Fütterung, Wachstum, Tiergesundheit und Ernte werden gemeinsam betrachtet.
03
Wasser und Kosten
Wasserverbrauch, Verluste und laufende Kosten zeigen, wann Verkaufserlöse den Betrieb tragen können.

WASSER LÄNGER NUTZEN
Hohe Temperaturen, starke Sonneneinstrahlung sowie Futterreste und Ausscheidungen machen bislang häufige Wasserwechsel notwendig.
Netze schützen einzelne Becken vor direkter Sonne und helfen, übermäßige Algenbildung zu begrenzen. Das nährstoffreiche Wasser aus den Becken wird über einen Abflusskanal zu tiefer gelegenen Gemüseflächen geleitet, die schrittweise angelegt werden. Dort kann es zur Bewässerung und Nährstoffversorgung beitragen.
PROJECT TOGO prüft zusätzlich, ob eine biologische Filterung das Wasser länger nutzbar machen kann. Entscheidend ist nicht eine technisch perfekte Lösung, sondern ein System, das vor Ort verständlich ist, gewartet werden kann und für das Ersatzteile verfügbar sind.
ENGAGEMENT
Ein Kundenengagement eröffnet die Möglichkeit, den nächsten Entwicklungsschritt gemeinsam mit PROJECT TOGO vorzubereiten.
Im Mittelpunkt stehen Investitionen, die Produktivität, Planungssicherheit und die weitere Nutzung des Wassers verbessern.
Ein Beitrag finanziert nicht nur eine Anschaffung. Er kann auch Ausbildung, Betrieb, Wartung und notwendige Ersatzinvestitionen einschließen.
FUTTER IST TEIL DES BETRIEBS
Geeignetes Fischfutter ist in Togo nicht immer verlässlich verfügbar. Deshalb wird geprüft, ob sich aus verfügbaren Bestandteilen ein eigenes, kontrollierbares Futter entwickeln lässt.
Dafür braucht es praktische Versuche: Rezepturen, Nährstoffgehalt, Kosten, Fischgesundheit und Wachstum müssen über mehrere Produktionszyklen miteinander verglichen werden.
Verkaufserlöse sollen später einen wachsenden Teil der laufenden Ausgaben decken – etwa für Futter, neuen Besatz, Wassertechnik, Reparaturen und Rücklagen für den nächsten Zyklus.