Teilnehmende lernen in einem Workshop, Kunststofftüten mit einfachen Handwerkstechniken weiterzuverarbeiten.

PROJECT TOGO · Recycling & Umweltbildung

Recycling beginnt nicht bei der Maschine.

Es beginnt im Kopf.

PROJECT TOGO Recycling fragt nicht zuerst nach einer fertigen technischen Lösung. Sondern danach, welche Kunststoffabfälle vor Ort entstehen – und was Menschen dort selbst daraus machen können.

Unser Warum

Wenn Abfall keinen Weg hat, landet er irgendwann überall.

Kunststoff ist in Togo Teil des Alltags: Trinkwasser wird in kleinen Beuteln verkauft, Einkäufe werden auf Märkten in dünne Tüten verpackt. Wo Sammlung, Sortierung und Weiterverarbeitung fehlen, bleibt das Material jedoch zurück.

Darum beginnt Veränderung nicht mit einer importierten Maschine. Sie beginnt mit genauer Beobachtung, verständlichem Wissen und Lösungen, die Menschen selbst anwenden und weiterentwickeln können.

Menschen können Abfälle nur dann anders behandeln, wenn es erreichbare und alltagstaugliche Alternativen gibt.

Menschen können Abfälle nur dann anders behandeln, wenn es erreichbare und alltagstaugliche Alternativen gibt.

Menschen können Abfälle nur dann anders behandeln, wenn es erreichbare und alltagstaugliche Alternativen gibt.

Vom Abfall zum Wissen

Drei Monate genau hinsehen.

Bevor aus einem Material eine Idee werden kann, muss sichtbar werden, was tatsächlich anfällt – und was Menschen vor Ort daraus machen können.

Workshop zum Recycling: Menschen aus der Region erproben gemeinsam den Umgang mit Kunststoffmaterial.
Eine Materialdemonstration im Recycling-Workshop vor einer Gruppe.
Teilnehmende verfolgen gemeinsam die Verarbeitung von Kunststoffmaterial.
Nahaufnahme einer Materialübergabe im Recycling-Workshop.

Gemeinsam mit der Hochschule Trier untersuchte PROJECT TOGO die Kunststoffabfälle von rund 150 Haushalten im Stadtviertel Novissikomé in Kpalimé. Im Zwei-Wochen-Rhythmus wurde gesammelt, gewogen, fotografiert und dokumentiert.

Haushalte

rund 150

Untersuchung

3 Monate

Erhebung

alle 2 Wochen

Historische Angaben aus der Felduntersuchung; sie beschreiben nicht die heutige laufende Projektwirkung.

Material, das weitergeht

Aus einer schwarzen Tüte wird eine Fähigkeit.

In der Auswertung fielen dünne schwarze Markttüten besonders häufig auf. Materialproben wurden untersucht, Verarbeitungstechniken erprobt und der tatsächliche Bedarf vor Ort betrachtet.

Die Tüten werden zugeschnitten, zu langen Bändern verbunden und anschließend gehäkelt, geflochten, gewebt oder geknüpft. So können Körbe, Matten, Taschen, Seile und kleine Alltagsgegenstände entstehen.

Eine Technik ist nicht deshalb gut, weil sie modern ist. Sondern weil Menschen sie selbst anwenden können.

Aus schwarzen Kunststofftüten geflochtene Seile.
Geflochtener Korb aus weiterverarbeiteten Kunststofftüten.
Projektbeteiligte sortieren im Freien gemeinsam gesammelte Kunststoffmaterialien für das Recycling.

Wissen weitergeben

Der wichtigste Gegenstand ist die Möglichkeit, selbst weiterzumachen.

Der wichtigste Gegenstand ist die Möglichkeit, selbst weiterzumachen.

Seit 2022 wurden die entwickelten Verfahren in Workshops nach Togo getragen. Frauen aus Kotokopé, Jugendliche aus Novissikomé, Studierende der Forstschule INFA, Müllsammler aus Agou und Kinder eines Kinderheims lernten, gesammelte Tüten selbst zu verarbeiten.

Dabei geht es um mehr als neue Produkte: Die Workshops vermitteln, welche Folgen Kunststoffabfälle für Böden, Gewässer, Tiere und Menschen haben – und warum Vermeidung und Wiederverwendung ebenso wichtig sind wie Recycling.

Gemeinschaftliche Veranstaltung mit Projektpartnern im PROJECT TOGO.

Eine Initiative aus Togo

Aus einer Untersuchung wird eine Bewegung.

Aus einer Untersuchung wird eine Bewegung.

Aus einer Untersuchung wird eine Bewegung.

Aus den Erfahrungen entstand Miagboko – Ewe für „Unsere Umwelt ist sauber“. Die Initiative verbindet Umweltbildung mit sichtbarem Handeln: Schulen, Haushalte, Vereine und Kooperativen werden einbezogen.

Beim monatlichen Eco-Jogging treffen Bewegung und gemeinsames Müllsammeln aufeinander. „Zero Sachets au Collège Protestant“ brachte das Thema an eine Mittelschule in Kpalimé – dorthin, wo Wissen weitergetragen wird.

Ehrlich über den Stand

Sammeln allein ist noch keine Lösung.

Mülltrennung überzeugt wenig, wenn anschließend nicht klar ist, was mit den getrennten Materialien geschieht. Deshalb gehören Vermeidung, wiederverwendbare Behälter, gemeinschaftliche Sammelaktionen und die Verarbeitung geeigneter Materialien zusammen.

Langfristig soll eine professionelle Recyclingkette entstehen, in der Kunststoff gesammelt, zerkleinert und als Rohstoff weiterverarbeitet werden kann. Diese Struktur ist ein Ziel – keine bereits fertige Anlage.

Bis dahin wächst das Projekt dort, wo Veränderung ihren Anfang nimmt: im Wissen, im Alltag und im gemeinsamen Handeln.

Bis dahin wächst das Projekt dort, wo Veränderung ihren Anfang nimmt: im Wissen, im Alltag und im gemeinsamen Handeln.

Bis dahin wächst das Projekt dort, wo Veränderung ihren Anfang nimmt: im Wissen, im Alltag und im gemeinsamen Handeln.

Einblick in die Projektdokumentation

Nicht nur erzählen. Zeigen, wie die Arbeit entstanden ist.

Die Projektinformation verbindet die Felduntersuchung, Produktentwicklung und Workshops. Hier werden zwei Originalseiten direkt sichtbar.

Originalseite der PROJECT TOGO Projektdokumentation zur Felduntersuchung mit rund 150 Haushalten.

01

Erst verstehen: Aufbau und Erkenntnisse der Felduntersuchung

Originalseite der PROJECT TOGO Projektdokumentation zu Handwerkstechniken, Workshops und Miagboko.

02

Dann verändern: Aus Material wird Wissen zum Weitergeben

Quelle der gezeigten Seiten: PROJECT TOGO Projektinformation, Kapitel „Kunststoffrecycling und Umweltbildung“.

Freiwillig und direkt

Sie unterstützen keine Behauptung. Sie ermöglichen Arbeit.

PROJECT TOGO Recycling ist eine direkte Projektunterstützung. Sie ist unabhängig von einer CO₂-Berechnung und nicht zertifikatsbasiert.

Ihr Beitrag kann ermöglichen

weitere Workshops und Schulungsmaterialien

Umweltbildung an Schulen und in Gemeinden

Sammelaktionen und lokale Initiativen

Erprobung geeigneter Verarbeitungstechniken

Weiterentwicklung einer lokalen Recyclingkette

Was es ist

Direkte Unterstützung konkreter Projektarbeit

Was es nicht ist

Kein Plastic Credit, keine CO₂e-Einheit, keine Kompensation

Was Unternehmen davon haben

Ein nachvollziehbares Engagement mit einer eigenen Geschichte.

Die Unterstützung wird nicht einem Produkt als Umweltleistung zugerechnet. Sie wird als eigenständige Entscheidung dokumentiert.

01

Corporate Engagement Record

Corporate Engagement Record

Der Record hält fest, welches Unternehmen welchen Projektbereich in welcher Form und für welchen Zeitraum unterstützt.

02

Projekt-Tracking

Projekt-Tracking

Das Tracking macht den Projektbereich, die Form der Unterstützung, verfügbare Nachweise und Entwicklungen digital zugänglich.

03

Kommunikationsgrundlage

Kommunikationsgrundlage

Unternehmen erhalten eine sachliche Grundlage, um ihr freiwilliges Engagement verständlich und klar abgegrenzt zu zeigen.

So kann es heißen

„Unser Unternehmen unterstützt die Recycling- und Umweltbildungsarbeit von PROJECT TOGO. Dem Engagement wird keine Kunststoff- oder CO₂e-Menge zugerechnet.“

Was daraus nicht folgt

kein „plastikneutrales“ Unternehmen oder Produkt

keine ausgeglichene Kunststoffmenge

keine zertifizierte Recyclinggutschrift

keine Verrechnung mit einem CCF oder PCF

Häufige Fragen

Kurz und klar.

Ist PROJECT TOGO Recycling zertifikatsbasiert?

Nein. Es handelt sich um direkte Projektunterstützung. Es werden keine Plastic Credits, CO₂-Zertifikate oder vergleichbaren Einheiten ausgegeben.

Wird unserem Unternehmen eine Kunststoffmenge zugerechnet?

Nein. Die Unterstützung wird dokumentiert, aber nicht als ausgeglichene, vermiedene oder recycelte Kunststoffmenge Ihrem Unternehmen oder einem Produkt zugerechnet.

Was wird mit dem Beitrag unterstützt?

Je nach Vereinbarung kann der Beitrag Workshops, Umweltbildung, Sammelaktionen, lokale Initiativen, Materialien oder die Weiterentwicklung geeigneter Verarbeitungsschritte unterstützen.

Kann das Engagement öffentlich gezeigt werden?

Ja. Der Corporate Engagement Record und ein Projekt-Tracking können die Unterstützung sachlich dokumentieren. Die konkrete Kommunikation sollte klar von Aussagen über Produkteigenschaften oder Kompensation getrennt bleiben.

Ist bereits eine professionelle Recyclinganlage vorhanden?

Die langfristige Entwicklung einer professionellen Recyclingkette ist ein Ziel. Im Mittelpunkt der bisher dokumentierten Arbeit stehen Untersuchung, einfache Weiterverarbeitung, Workshops, Umweltbildung und lokale Initiativen.

PROJECT TOGO Recycling unterstützen

Eine Tüte verändert noch keine Welt.

Aber der Blick darauf kann ein Anfang sein.

Eine Tüte verändert noch keine Welt.

Aber der Blick darauf kann ein Anfang sein.

Wenn Sie diesen Weg unterstützen möchten, sprechen wir darüber, welcher Projektbereich zu Ihrem Engagement passt und wie die Unterstützung nachvollziehbar dokumentiert werden kann.

Teilnehmende verfolgen gemeinsam die Verarbeitung von Kunststoffmaterial in einem Workshop.