PROJEKTSTECKBRIEF · ZERTIFIKATSBASIERTER KLIMASCHUTZ
Die 300-MW-Photovoltaikanlage in Rajasthan speist Strom in das indische Verbundnetz ein. Diese Seite dokumentiert Projekt, Messgrößen und Registereinheiten – und trennt die reale Stromerzeugung von der methodisch berechneten Emissionsminderung.

INDIEN · SYMBOLBILD
Hinweis: Die Aufnahme zeigt eine großflächige Photovoltaikanlage in Indien. Sie stammt nicht nachweislich aus dem Bhadla Solar Park und belegt keine Wirkung des beschriebenen Projekts. Foto: Quang Nguyen Vinh / Pexels.
LAND
Indien
GOLD-STANDARD-ID
GS7726
TECHNOLOGIE
300 MW Photovoltaik
STATUS IM REGISTER
Gold Standard Certified Project
WARUM DER VERGLEICH ZÄHLT
Die Sonne erzeugt Strom. Die vermiedene Emission entsteht im Vergleich mit dem Netz.
Eine Solaranlage misst keine vermiedenen Tonnen CO₂. Sie misst Strom. Die Treibhausgasminderung wird daraus nach festgelegten Regeln berechnet.
Grundlage sind die netto eingespeiste Strommenge und ein methodisch bestimmter Emissionsfaktor für den Strommix, der ohne das Projekt zur Verfügung gestanden hätte. Erst nach Monitoring und unabhängiger Prüfung können für einen abgegrenzten Zeitraum VERs ausgegeben werden.
INHALT
01 · Projektsteckbrief
01 · PROJEKT AUF EINEN BLICK
Der Datenpass zum Projekt
Die Angaben beziehen sich auf den öffentlich zugänglichen Verra-Registereintrag. Registerstände, aktive Einheiten und Dokumente können sich verändern.
300 MW Solar PV Plant at Bhadla, Rajasthan
STANDORT
Bhadla Solar Park · Distrikt Jodhpur · Rajasthan · Indien
GOLD-STANDARD-ID
GS7726 · Registerdetail 2571
PROJEKTENTWICKLER IM REGISTER
Clean Solar Power (Bhadla) Private Limited
PROJEKTMASSSTAB
Large Scale
TECHNISCHE BESCHREIBUNG
300 MW netzgekoppelte Photovoltaik · Einspeisung in das Unified Indian Grid
PROJEKTKATEGORIE IM REGISTER
„Solar Thermal - Electricity“ · Projektname und Projektunterlagen beschreiben Photovoltaik
PROJEKTSTANDARD UND METHODOLOGIE
Gold Standard for the Global Goals · ACM0002 „Grid-connected electricity generation from renewable sources“, Version 22
KREDITIERUNGSPERIODEN
10.12.2019–09.12.2024 · 10.12.2024–09.12.2029
BEZUGSGRÖSSEN UND VER IM REGISTER
693.327 t CO₂e Annual estimated credits · 525.600 MWh / 492.382 t CO₂e laut Registerbeschreibung · 741.845 MWh / 693.327 t CO₂e im Marketplace · 900.443,59 MWh / 841.554 t CO₂e im Monitoringzeitraum · 3.375.472 VER ausgegeben · 1.837.367 VER stillgelegt
04. September 2026
Warum die Zahlen voneinander abweichen: Eine Projektschätzung, die Kurzbeschreibung im Register und ein konkreter, 15 Monate umfassender Monitoringzeitraum sind verschiedene Bezugsgrößen. Für die ausgegebenen Einheiten sind die verifizierten Ergebnisse des jeweiligen Vintages und die zugehörigen Registerserien maßgeblich.
02 · WAS DAS PROJEKT VORSIEHT
Solarstrom erzeugen, einspeisen und nachvollziehbar messen
Der Projektansatz ist technisch klar abgegrenzt: Eine große Photovoltaikanlage erzeugt Strom und speist ihn in ein öffentliches Netz ein. Die Klimabilanz setzt an dieser gemessenen Einspeisung an.
01
Solarstrom erzeugen
Photovoltaikmodule wandeln Sonnenenergie in elektrische Energie um. Die installierte Leistung beschreibt die Anlagenkapazität – nicht die tatsächlich in jedem Zeitraum erzeugte Strommenge.
02
Strom ins Netz einspeisen
Der erzeugte Strom wird in das indische Verbundnetz eingespeist. Für die Berechnung ist die netto abgegebene Strommenge relevant, nicht allein die Bruttoerzeugung der Module.
03
Betriebsdaten dokumentieren
Zählerstände, Betriebsinformationen und weitere methodisch geforderte Parameter werden für einen festgelegten Monitoringzeitraum gesammelt und anschließend geprüft.
03 · SO ENTSTEHT EINE EINHEIT
Aus eingespeisten Megawattstunden wird eine berechnete Emissionsminderung.
Die ACM0002 beschreibt, wie netzgekoppelte erneuerbare Stromerzeugung gegenüber einer Baseline des verbundenen Stromsystems bilanziert wird.
01
Baseline bestimmen
Das Referenzszenario beschreibt die Stromerzeugung im verbundenen Netz ohne die Projektaktivität.
02
Nettoeinspeisung messen
Die in das Netz abgegebene Strommenge wird über geeichte Messsysteme für den Monitoringzeitraum erfasst.
03
Netz-Emissionsfaktor anwenden
Die Strommenge wird mit dem nach ACM0002 bestimmten Emissionsfaktor verknüpft. Methodisch relevante Projekt- oder Leckageemissionen werden berücksichtigt.
04
Verifizieren und ausgeben
Eine unabhängige Prüfstelle bewertet Daten und Berechnung. Erst für bestätigte Mengen können VERs mit Vintage und Seriennummern im Register ausgegeben werden.
04 · DOKUMENTIERTE ZUSATZBEITRÄGE
Die Projektunterlagen betrachten mehr als die CO₂e-Menge
Der Gold-Standard-Marketplace weist für das Projekt SDG 7, SDG 8 und SDG 13 aus. Reichweite und Ergebnis der einzelnen Beiträge beziehen sich auf die jeweils dokumentierten Indikatoren und Zeiträume.
SDG 7 · ENERGIE
Erneuerbaren Strom bereitstellen
Für den dokumentierten Monitoringzeitraum werden 900.443,59 MWh Solarstrom genannt. Die Zahl beschreibt die erfasste Erzeugung beziehungsweise Einspeisung des betrachteten Zeitraums.
SDG 8 · ARBEIT
Beschäftigung und Schulungen
Der Marketplace nennt sechs Schulungen und 42 beschäftigte Personen im dort beschriebenen Monitoringzeitraum. Diese Angaben sind keine dauerhafte Beschäftigungsgarantie.
SDG 13 · KLIMASCHUTZ
Berechnete Emissionen mindern
Der Klimabeitrag entsteht aus der verifizierten Differenz zum Referenzstrommix. Die Wirkung gilt für den jeweiligen Monitoring- und Kreditierungsrahmen.
SYSTEMGRENZE
Keine vollständige Umweltbilanz
Die Projektmethodik bilanziert Treibhausgasemissionen der Stromerzeugung im definierten Rahmen. Herstellung der Module, Flächennutzung, Wasser, Rohstoffe und Biodiversität werden damit nicht automatisch umfassend bewertet.
ZUR SDG-KOMMUNIKATION
Ein ausgewiesener SDG-Bezug macht sichtbar, welche Indikatoren das Projekt zusätzlich verfolgt. Er ist kein allgemeines Nachhaltigkeitsprädikat und beweist nicht, dass jede ausgegebene VER dieselbe soziale oder ökologische Zusatzwirkung trägt.
05 · FÜR UNTERSTÜTZENDE UNTERNEHMEN
Ausgegebene VERs sind noch keine Zuordnung zu einem Unternehmen.
Eine belastbare Zuordnung umfasst mindestens:
01
Projektname und Gold-Standard-ID GS7726
02
konkrete Menge in t CO₂e
03
Vintage beziehungsweise Monitoringzeitraum
04
Stilllegungsdatum und Registerreferenz
05
vollständigen Seriennummernbereich
06
Begünstigten und dokumentierten Verwendungszweck
06 · EINORDNUNG UND KOMMUNIKATION
Was die Unterstützung aussagt – und was nicht
Ein freiwilliger Klimabeitrag wird getrennt von Reduktionen innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette dargestellt.
SIE DOKUMENTIERT
SIE BEDEUTET NICHT AUTOMATISCH
eine 300-MW-Photovoltaikanlage mit Netzeinspeisung
eine jederzeitige Erzeugung von 300 MW oder eine bestimmte Versorgung einzelner Haushalte
eine nach ACM0002 berechnete und verifizierte Emissionsminderung
eine direkte Messung vermiedener CO₂-Emissionen am Solarmodul
ein Gold-Standard-zertifiziertes Projekt mit ausgegebenen VERs
automatisch eine Artikel-6-Autorisierung, ein CCP-Label oder ein externes Rating
Stromerzeugung ohne Brennstoffverbrennung im Anlagenbetrieb
eine vollständige Umweltbilanz ohne Rohstoff-, Flächen- oder Lebenszykluswirkungen
dokumentierte Beiträge zu SDG 7, 8 und 13
ein umfassender Nachhaltigkeitsstatus für Projekt oder Strom
die Stilllegung konkreter VERs für einen Begünstigten
eine Reduktion eigener Emissionen oder Klimaneutralität
07 · QUELLEN UND AKTUALITÄT
Die Grundlage offen zugänglich
Projektstände, aktive Einheiten, Stilllegungen und Dokumente können sich verändern. Maßgeblich bleibt der jeweils aktuelle Registereintrag.
PRIMÄRQUELLE
Gold Standard Impact Registry
GS7726 · Status, Kreditierungsperioden, VERs und Stilllegungen
PROJEKTUNTERLAGEN
Gold Standard Assurance Platform
PDD, Monitoring-, Validierungs- und Verifizierungsberichte
PROJEKTBESCHREIBUNG
Gold Standard Marketplace
Projektzusammenfassung und ausgewiesene SDG-Indikatoren
NATUREOFFICE
Dokumentationsrahmen
Allgemeine Regeln für freiwillige Klimabeiträge
PRÜFSTAND
04. September 2026
Fragen zur konkreten Projektzuordnung, zum Vintage oder zu verfügbaren Unterlagen beantworten wir gerne sachbezogen.