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Waldschutz · REDD+

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DR Kongo

PROJEKTSTECKBRIEF · ZERTIFIKATSBASIERTER KLIMASCHUTZ

Mai Ndombe REDD+

Waldschutz beginnt nicht mit dem Bild eines stehenden Waldes. Sondern mit der Frage, was ohne das Projekt geschehen wäre.

Waldschutz beginnt nicht mit dem Bild eines stehenden Waldes. Sondern mit der Frage, was ohne das Projekt geschehen wäre.

Das Projekt in der Provinz Mai Ndombe soll Entwaldung und Walddegradierung vermeiden. Diese Seite dokumentiert Projektansatz, Baseline, Registerstatus und Einheiten – und trennt beobachteten Waldbestand von der modellierten Emissionsminderung.

Dorf an einem Fluss in einer bewaldeten Region der Demokratischen Republik Kongo

DR KONGO · SYMBOLBILD

Hinweis: Die Aufnahme zeigt eine ländliche Flusslandschaft in der Demokratischen Republik Kongo. Sie stammt nicht aus dem Projektgebiet und belegt keine Projektwirkung. Foto: Hervé Kashama / Pexels.

LAND

Demokratische Republik Kongo

VERRA-ID

VCS 934

PROJEKTTYP

AFOLU · REDD

STATUS IM REGISTER

Registered

WARUM DIE BASELINE ZÄHLT

Ein Wald kann sichtbar bleiben. Die vermiedene Entwaldung bleibt trotzdem ein Vergleich mit einem Modell.

Ein Wald kann sichtbar bleiben. Die vermiedene Entwaldung bleibt trotzdem ein Vergleich mit einem Modell.

Bei REDD+ entsteht die bilanzierte Klimawirkung nicht allein daraus, dass Wald vorhanden ist. Entscheidend ist die Differenz zwischen einer methodisch bestimmten Entwicklung ohne Projekt und der überwachten Entwicklung mit Projekt.

Bei REDD+ entsteht die bilanzierte Klimawirkung nicht allein daraus, dass Wald vorhanden ist. Entscheidend ist die Differenz zwischen einer methodisch bestimmten Entwicklung ohne Projekt und der überwachten Entwicklung mit Projekt.

Damit hängen die ausgegebenen Einheiten unter anderem von Baseline, Kohlenstoffvorräten, beobachteter Entwaldung, Verlagerungsrisiken und den Regeln zum Nicht-Dauerhaftigkeitsrisiko ab. Der Registereintrag macht Projekt und Mengen auffindbar; die Projektunterlagen erklären, wie sie berechnet wurden.

Ein stehender Wald ist real. Die Zahl der vermiedenen Emissionen braucht trotzdem eine nachvollziehbare Rechen- und Prüfgrundlage.

01 · PROJEKT AUF EINEN BLICK

Der Datenpass zum Projekt

Die Angaben beziehen sich auf den öffentlich zugänglichen Verra-Registereintrag. Registerstände, aktive Einheiten und Dokumente können sich verändern.

PROJEKTNAME IM REGISTER

The Mai Ndombe REDD+ Project

LAND UND STANDORT

Demokratische Republik Kongo · Provinz Mai Ndombe · Inongo

VERRA-PROJEKT-ID

VCS 934

PROJEKTTRÄGER IM REGISTER

Wildlife Works Carbon, Inc.

SEKTOR UND AKTIVITÄT

Agriculture, Forestry and Other Land Use · REDD

METHODIK IM REGISTER

VM0009 · Version im Register nicht angegeben

VALIDATOR

Det Norske Veritas Climate Change Services AS (DNV)

PROJEKTSTART

14.03.2011

REGISTRIERUNG

06.04.2020

KREDITIERUNGSPERIODE

14.03.2011–13.03.2041 · Term 1

FLÄCHE IM REGISTERDATENFELD

299.640 Hektar

SCHUTZFLÄCHE LAUT REGISTERBESCHREIBUNG

248.956 Hektar Wald

GESCHÄTZTE MITTLERE JÄHRLICHE MINDERUNG

5.671.613 t CO₂e laut aktueller Registerübersicht

AUSGEGEBENE VCUs

36.854.622

AKTIVE VCUs

6.914.281

STILLGELEGTE VCUs

23.436.977

STORNIERTE VCUs

0

BEITRÄGE ZUM RISIKOPUFFER

5.426.454

PRÜFSTAND DIESER SEITE

04.09.2026

Zur Fläche: Der Registerdatensatz nennt 299.640 Hektar, die öffentliche Projektbeschreibung 248.956 Hektar zu schützenden Wald. Beide Werte werden hier getrennt wiedergegeben. Ohne Prüfung der jeweiligen Definitionen sind sie nicht gleichzusetzen.

02 · WAS DAS PROJEKT VORSIEHT

Waldschutz ist mehr als das Abgrenzen einer Fläche

Die Registerbeschreibung nennt als Risiken industrielle Holznutzung, nicht nachhaltige Brennholzentnahme sowie Brandrodung für Landwirtschaft. Der Projektansatz soll diesen Druck verringern und den Wald langfristig erhalten.

01

Entwaldungsdruck adressieren

Schutzmaßnahmen und veränderte Landnutzungspraktiken sollen verhindern, dass Waldflächen entsprechend dem angenommenen Referenzszenario verloren gehen oder degradiert werden.

02

Gemeinden einbeziehen

Die Projektunterlagen beschreiben lokale und sozioökonomische Maßnahmen. Welche Aktivitäten umgesetzt und welche Ergebnisse erreicht wurden, ist je Monitoringzeitraum gesondert zu prüfen.

03

Waldentwicklung überwachen

Für die Klimabilanz werden Waldflächen, Veränderungen und Kohlenstoffdaten nach den geltenden Projekt- und Methodikregeln erfasst. Ein einzelnes Foto kann dieses Monitoring nicht ersetzen.

03 · SO ENTSTEHT EINE EINHEIT

Vermiedene Entwaldung wird aus zwei Entwicklungen berechnet.

Vermiedene Entwaldung wird aus zwei Entwicklungen berechnet.

Verglichen werden eine methodische Baseline ohne Projekt und die überwachte Entwicklung innerhalb des Projekts. Erst die geprüfte Differenz kann Grundlage für VCUs werden.

01

Referenzentwicklung bestimmen

Die Baseline beschreibt, welche Entwaldung und Walddegradierung ohne Projekt innerhalb des definierten Rahmens erwartet wird.

02

Kohlenstoffvorräte modellieren

Flächen, Waldtypen und festgelegte Kohlenstoffpools werden genutzt, um die mit Waldverlust verbundenen Emissionen zu berechnen.

03

Projektentwicklung überwachen

Beobachteter Waldverlust, Projektemissionen und mögliche Verlagerungen außerhalb der Projektfläche werden entsprechend der Methodik berücksichtigt.

04

Risiko berücksichtigen und verifizieren

Für das Nicht-Dauerhaftigkeitsrisiko werden Einheiten in einen gemeinsamen AFOLU-Risikopuffer eingebracht. Nach unabhängiger Prüfung können VCUs für einen bestimmten Monitoringzeitraum ausgegeben werden.

04 · BESCHRIEBENE UND MÖGLICHE ZUSATZNUTZEN

Wald, Klima und Lebensgrundlagen hängen zusammen – ihre Nachweise bleiben trotzdem getrennt

Die Projektbeschreibung verweist neben der Treibhausgasbilanz auf soziale und ökologische Ziele. Diese sind nicht automatisch für jede ausgegebene Einheit in gleicher Weise quantifiziert.

WALD

Erhalt bestehender Kohlenstoffvorräte

Bleibt Wald gegenüber der Baseline erhalten, können damit verbundene Emissionen bilanziell vermieden werden. Das Ergebnis hängt wesentlich von der Angemessenheit der Baseline und den Monitoringdaten ab.

BIODIVERSITÄT

Lebensräume erhalten

Der Schutz tropischer Waldflächen kann Lebensräume und ökologische Funktionen bewahren. Eine konkrete Arten- oder Biodiversitätswirkung je VCU ergibt sich daraus nicht automatisch.

GEMEINDEN

Alternative Lebensgrundlagen

Lokale Einkommens- und Landnutzungsmaßnahmen können den wirtschaftlichen Druck auf den Wald verringern. Reichweite und Verteilung dieser Effekte müssen in den jeweiligen Projektberichten geprüft werden.

WASSER UND BODEN

Ökosystemfunktionen

Waldschutz kann Wasserhaushalt und Böden unterstützen. Der VCS-Registereintrag allein quantifiziert diese Wirkungen jedoch nicht als Ergebnis jeder stillgelegten Einheit.

THEMATISCHE SDG-BEZÜGE

Naheliegende Bezüge bestehen zu SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ und SDG 15 „Leben an Land“. Weitere soziale Bezüge können aus Projektaktivitäten entstehen. Die Zuordnung ist kein Gütesiegel und belegt für sich genommen keine Zielerreichung.

05 · FÜR UNTERSTÜTZENDE UNTERNEHMEN

Aktive Einheiten im Register sind noch keine Zuordnung zu einem Unternehmen.

Der Registerstand weist aktive VCUs aus. Ob konkrete Einheiten verfügbar sind und zu welchem Monitoringzeitraum sie gehören, muss auf Ebene des jeweiligen Vintages und der Seriennummern geprüft werden. Eine dokumentierte Unterstützung entsteht erst durch die eindeutige Zuordnung und Stilllegung konkreter Einheiten. Dazu gehören:

Projektname und Verra-ID VCS 934

zugeordnete Menge in t CO₂e

Vintage beziehungsweise Monitoringzeitraum

Ausbuchungsdatum und Registerreferenz

eindeutige VCU-Seriennummern

Begünstigter beziehungsweise dokumentierter Verwendungszweck

Der Projektsteckbrief beschreibt die Grundlage. Den konkreten Klimabeitrag belegt erst der zugehörige Stilllegungs- und Zuordnungsnachweis.

06 · EINORDNUNG UND KOMMUNIKATION

Was die Unterstützung aussagt – und was nicht

Ein freiwilliger Klimabeitrag wird getrennt von den Emissionen innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette dargestellt.

DOKUMENTIERT WERDEN KANN

NICHT AUTOMATISCH BELEGT IST

ein registriertes REDD+-Projekt mit ausgegebenen VCUs

die Richtigkeit jeder Annahme unabhängig von Zeitraum und Baseline

eine nach VM0009 modellierte Emissionsminderung

eine direkte Messung vermiedener CO₂-Emissionen im Wald

Beiträge zum AFOLU-Risikopuffer

eine Garantie, dass kein Waldverlust eintreten kann

beschriebene soziale und ökologische Projektziele

eine gleich große Zusatzwirkung je VCU oder ein umfassender Nachhaltigkeitsstatus

eine Stilllegung konkreter Einheiten für einen Begünstigten

eine Reduktion der eigenen Emissionen

Projekt, Standard, Vintage, Menge und Seriennummern

Klimaneutralität eines Produkts oder Unternehmens

Waldschutz darf emotional berühren. Seine Klimawirkung sollte trotzdem nüchtern dokumentiert werden.

07 · QUELLEN UND AKTUALITÄT

Die Grundlage offen zugänglich

Projektstände, aktive Einheiten, Stilllegungen und Dokumente können sich verändern. Maßgeblich bleibt der jeweils aktuelle Registereintrag.

PRÜFSTAND

04. September 2026

Fragen zur konkreten Projektzuordnung, zum Vintage oder zu verfügbaren Unterlagen beantworten wir gerne sachbezogen.