PRODUCT CARBON FOOTPRINT

Was ein Produkt verursacht, sieht man ihm nicht an. Aber man kann es sichtbar machen.

Wir berechnen die Treibhausgasemissionen Ihres Produkts innerhalb eines klar definierten Lebenswegs. So erkennen Sie, welche Materialien, Prozesse und Wege den größten Anteil haben – und gewinnen eine nachvollziehbare Grundlage für Entwicklung, Einkauf und Produktinformationen.

Teilnehmende im Austausch bei einer natureOffice-Veranstaltung

DIE GESCHICHTE HINTER DEM PRODUKT

Die wichtigste Zahl ist nicht automatisch die kleinste. Sondern die, die Sie verstehen.

Materialien werden gewonnen, bearbeitet und transportiert. Energie wird eingesetzt, Teile werden zusammengesetzt, Produkte verpackt und weitergegeben.

Ein Product Carbon Footprint bringt diese Stationen in einen Zusammenhang. Nicht, damit am Ende einfach eine möglichst kleine Zahl dasteht. Sondern damit sichtbar wird, welche Entscheidungen diese Zahl geprägt haben.

Produkte werden nicht besser, weil wir ihnen eine Zahl geben. Sie werden besser, wenn diese Zahl Entscheidungen verändert.

WAS EIN PCF MÖGLICH MACHT

01

Materialanteile sichtbar machen

02

Materialien und Varianten nachvollziehen

03

Lieferantendaten einordnen

04

Produktinformationen fundieren

WAS EIN PCF TATSÄCHLICH IST

Ein PCF ist eine Zahl mit Adresse.

Das Ergebnis steht nie für sich allein. Es gehört zu einem genau beschriebenen Produkt und einem vereinbarten Berechnungsrahmen.

01

Produkt

Welches Produkt oder welche Variante wird betrachtet?

02

Bezugseinheit

Bezieht sich das Ergebnis auf ein Stück, ein Kilogramm oder eine definierte Leistung?

03

Lebensweg

Welche Stationen beginnen und beenden den betrachteten Produktausschnitt?

04

Datenstand

Aus welchem Zeitraum stammen Mengen, Energiedaten und weitere Grundlagen?

05

Methodik

Welche Quellen, Emissionsfaktoren, Annahmen und Regeln wurden verwendet?

CO₂e

Das Ergebnis wird in CO₂-Äquivalenten, kurz CO₂e, angegeben. Es betrachtet die Wirkungskategorie Klimawandel – nicht automatisch alle Umweltwirkungen des Produkts.

Das Ergebnis wird in CO₂-Äquivalenten, kurz CO₂e, angegeben. Es betrachtet die Wirkungskategorie Klimawandel – nicht automatisch alle Umweltwirkungen des Produkts.

WELCHEN WEG BETRACHTEN WIR?

Wir legen zuerst Anfang und Ende fest. Dann beginnen wir zu rechnen.

Ein PCF kann den vollständigen Lebensweg oder einen klar abgegrenzten Teil davon betrachten. Welche Systemgrenze sinnvoll ist, hängt von Produkt, Datenlage und Verwendungszweck ab.

01

Rohstoffe

02

Vorprodukte

03

Fertigung

04

Transport

05

Nutzung

06

Lebensende

CRADLE-TO-GATE

Bis zum Werkstor

Von der Rohstoffgewinnung bis zum fertigen Produkt am Werkstor – häufig passend für Vorprodukte, Bauteile und B2B-Anfragen.

CRADLE-TO-GRAVE

Vom Rohstoff bis zum Lebensende

Umfasst zusätzlich Nutzung und Lebensende, wenn diese Stationen für die Fragestellung entscheidend sind.

TEIL-PCF

Genau der Ausschnitt, den die Frage braucht

Eine klar vereinbarte Teilbetrachtung, wenn sie die relevante Entscheidung nachvollziehbar unterstützen kann.

WO DER PCF WEITERHILFT

Er beantwortet nicht jede Frage. Aber einige sehr wichtige.

Ein PCF wird besonders wertvoll, wenn klar ist, welche Entscheidung oder Anforderung er unterstützen soll.

01

Kunden brauchen eine produktbezogene Zahl

Sie können eine CO₂e-Information mit Bezugsgröße, Systemgrenze, Datenstand und Methodik bereitstellen.

02

Entwicklung prüft Materialien und Varianten

Ergebnisanteile werden sichtbar. Methodisch vergleichbare Varianten können gezielt untersucht werden.

03

Einkauf möchte Lieferantendaten nutzen

Vorhandene Daten werden zusammengeführt. Gleichzeitig erkennen Sie, wo Primärdaten noch fehlen.

04

Viele Produkte brauchen einen gemeinsamen Prozess

Aus dem ersten PCF kann eine Struktur für Produktfamilien, Aktualisierungen und wiederkehrende Anfragen entstehen.

ERST DIE FRAGE. DANN DAS MODELL. DANN DIE ZAHL.

Sie kennen Ihr Produkt. Wir machen daraus einen nachvollziehbaren Berechnungsrahmen.

Der konkrete Umfang richtet sich nach Produkt, gewünschter Systemgrenze, Datenlage und späterer Verwendung. Die einzelnen Entscheidungen treffen wir gemeinsam.

01

Verwendungszweck klären

Welche Frage soll der PCF beantworten – und wer wird das Ergebnis später nutzen?

02

Produkt und Bezugseinheit festlegen

Wir beschreiben eindeutig, wofür die berechnete Zahl steht.

03

Systemgrenze bestimmen

Wir legen fest, welche Lebenszyklusphasen berücksichtigt werden.

04

Daten sammeln und bewerten

Materialien, Energie, Prozesse und Transporte werden strukturiert zusammengeführt.

05

Emissionen berechnen

Aktivitätsdaten werden mit geeigneten Emissionsfaktoren verknüpft und dokumentiert.

06

Ergebnis verständlich übergeben

Wir erläutern Ergebnisanteile, Datenqualität, Grenzen und mögliche nächste Schritte.

WENN LIEFERANTENDATEN FEHLEN

Ein unvollständiger Datensatz ist kein Grund, im Dunkeln zu bleiben.

Fehlende Primärdaten sind bei einem ersten PCF normal.

Wir prüfen, welche Informationen bereits vorhanden sind, welche Daten tatsächlich relevant werden und wo geeignete Sekundärdaten genutzt werden können. Annahmen und Näherungen werden nicht versteckt, sondern nachvollziehbar dokumentiert.

Eine Annahme ist nicht das Problem. Eine unsichtbare Annahme schon.

WAS SIE AM ENDE HABEN

Nicht nur einen Wert. Sondern den Zusammenhang dahinter.

Der genaue Lieferumfang wird vor Projektbeginn vereinbart. Typischerweise erhalten Sie eine Kombination aus Ergebnis, Dokumentation und verständlicher Einordnung.

01

CO₂e-Ergebnis

Ein Ergebnis je definierter Produkteinheit und innerhalb der vereinbarten Systemgrenze.

02

Ergebnisstruktur

Aufteilung nach Lebenszyklusphasen, Materialien, Prozessen oder anderen relevanten Bereichen.

03

Methodische Grundlage

Dokumentation von Datenquellen, Emissionsfaktoren, Annahmen, Ausschlüssen und Lücken.

04

Ergebnisgespräch

Gemeinsame Erläuterung der Zahl, ihrer wichtigsten Anteile und ihrer Grenzen.

05

Basis für Aktualisierungen

Ein Ausgangspunkt für bessere Primärdaten, Folgejahre und weitere Produkte.

06

Aufbereitung für Empfänger

Auf Wunsch strukturieren wir die Informationen für konkrete Anfragen oder eine sachliche Produktinformation.

WAS EIN PCF SAGT – UND WAS NICHT

Eine CO₂e-Zahl ist eine Information. Kein grünes Gesamturteil.

Ein PCF betrachtet die Wirkungskategorie Klimawandel innerhalb eines definierten Rahmens. Daraus entsteht nicht automatisch eine Aussage über die gesamte Umweltleistung eines Produkts.

DER PCF ZEIGT

ER BEWEIST NICHT AUTOMATISCH

Emissionen im vereinbarten Bilanzrahmen

dass das Produkt „klimafreundlich“ ist

ein Ergebnis je definierter Einheit

die gesamte Umweltwirkung

Daten, Faktoren und Annahmen

eine unabhängige Verifizierung

relevante Ergebnisanteile

dass bereits reduziert wurde

Unterschiede bei vergleichbarer Methodik

pauschale Überlegenheit gegenüber Wettbewerbern

KURZ GESAGT

Die Zahl darf sprechen. Einen grünen Heiligenschein braucht sie dafür nicht.

Die Zahl darf sprechen. Einen grünen Heiligenschein braucht sie dafür nicht.

STANDARDS GEBEN STRUKTUR

Nachvollziehbar rechnen. Verwendung separat betrachten.

Je nach Aufgabe kann die Berechnung entlang der Anforderungen der ISO 14067 oder des GHG Protocol Product Standard aufgebaut werden. Welcher Rahmen passt, wird vor Beginn festgelegt. Eine Berechnung nach einem Standard ist nicht automatisch unabhängig verifiziert.

01

Produkt und Bezugseinheit

02

Systemgrenze und Lebenszyklusphasen

03

Datenquellen und Emissionsfaktoren

04

Annahmen, Allokationen und Datenlücken

05

Dokumentation, Datenstand und Version

DIGITALER PRODUKTPASS

Eine mögliche Datengrundlage – nicht automatisch der ganze Pass.

Welche Informationen für einen Digital Product Passport erforderlich werden, hängt von den jeweiligen produktspezifischen Anforderungen ab. Ein gut dokumentierter PCF kann dafür wichtige Daten liefern.

BERATUNG ODER SOFTWARE?

Ein Produkt braucht Expertise. Viele Produkte brauchen zusätzlich einen Prozess.

Wir klären gemeinsam, welcher Weg zu Ihren Produkten, Ihrer Datenlage und den nächsten Anfragen passt.

KLASSISCHER PCF

Gemeinsam zur ersten belastbaren Produktbilanz

Passend für einzelne Produkte, komplexe Fragestellungen oder den ersten methodischen Aufbau mit persönlicher Begleitung.

ECOZOOM SOFTWARE

Wiederkehrende PCFs intern strukturieren

Passend für Produktfamilien, Varianten, regelmäßige Aktualisierungen und einen eigenen Datenprozess.

KOMBINIERTER WEG

Fachlich starten, danach skalierbar weiterarbeiten

Wir entwickeln die Grundlage gemeinsam. Weitere Produkte oder Aktualisierungen können anschließend über ecozoom folgen.

HÄUFIGE FRAGEN

Die Fragen vor der ersten Produktzahl.

Sie müssen weder eine perfekte Stückliste noch sämtliche Lieferantendaten mitbringen, um das erste Gespräch zu führen.

Welche Daten brauchen wir für einen PCF?

Das hängt von Produkt und Systemgrenze ab. Häufig betrachten wir Materialmengen, Energie, Prozessdaten, Ausschuss, Verpackung und Transporte. Für Nutzung und Lebensende können weitere Angaben erforderlich werden.

Was passiert, wenn Lieferanten keine CO₂e-Daten liefern?

Dann prüfen wir, welche Aktivitätsdaten verfügbar sind und welche geeigneten Sekundärdaten verwendet werden können. Die daraus entstehenden Annahmen und Unsicherheiten werden dokumentiert.

Welche Systemgrenze ist für uns sinnvoll?

Das richtet sich nach Ihrer Frage. Für ein Vorprodukt kann Cradle-to-Gate passend sein; für ein Endprodukt kann eine Betrachtung einschließlich Nutzung und Lebensende erforderlich werden. Wir klären das vor der Datensammlung.

Können wir zwei Produkte miteinander vergleichen?

Nur wenn unter anderem Funktion, Bezugsgröße, Systemgrenze, Datenqualität und methodische Regeln tatsächlich vergleichbar sind. Für öffentliche vergleichende Aussagen können zusätzliche Produktregeln und Prüfungen notwendig sein.

Reicht ein PCF für Klima-Claims am Produkt?

Ein PCF kann eine fachliche Datengrundlage liefern. Ob eine konkrete Aussage zulässig und durch die Daten gedeckt ist, muss separat anhand ihres Wortlauts, Bezugs und Gesamteindrucks geprüft werden.

Ist der PCF automatisch geprüft oder zertifiziert?

Nein. Berechnung und unabhängige Verifizierung sind unterschiedliche Schritte. Wenn eine externe Prüfung benötigt wird, sollte das bereits bei Systemgrenze, Datenanforderungen und Dokumentation berücksichtigt werden.

Wie oft sollte ein PCF aktualisiert werden?

Das hängt vom Verwendungszweck und von Veränderungen am Produkt ab. Neue Materialien, Lieferanten, Produktionsverfahren oder Energiequellen können eine Aktualisierung sinnvoll machen.

Was kostet die Erstellung eines PCF?

Der Aufwand hängt von Produktkomplexität, Systemgrenze, Datenlage und gewünschter Dokumentation ab. Nach einem kurzen Gespräch können wir den passenden Umfang und ein konkretes Angebot bestimmen.

LASSEN SIE UNS HINSCHAUEN

Sie müssen noch nicht wissen, wo der Lebensweg Ihres Produkts beginnt und endet.

Erzählen Sie uns, welches Produkt Sie betrachten und welche Frage Sie beantworten möchten. Wir klären gemeinsam, welcher Bilanzrahmen sinnvoll ist, welche Daten bereits vorhanden sind und welcher Weg zu Ihrem Unternehmen passt.