Strom aus fließendem Wasser statt aus fossilen Brennstoffen
Hydroelectric Project in Kinnaur District in Himachal Pradesh, Indien
Mit dem Wasserkraftprojekt im Distrikt Kinnaur wird erneuerbarer Strom aus Wasserkraft in das nationale Stromnetz Indiens eingespeist, um fossile Energiequellen zu verdrängen.
Durch die Erzeugung von Wasserkraft wird emissionsintensive Stromproduktion aus fossil geprägten Kraftwerken verdrängt. So werden Treibhausgasemissionen vermieden, die andernfalls bei der konventionellen Stromerzeugung im indischen Strommix anfallen würden.
Die Wasserkraftanlage liefert über ihre technische Lebensdauer hinweg kontinuierlich erneuerbaren Strom und leistet einen messbaren Beitrag zur Emissionsminderung im Energiesektor. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Stromversorgung und den Ausbau erneuerbarer Energien in Indien, insbesondere in einem Stromsystem, das weiterhin stark von fossilen Energieträgern geprägt ist.
Technische Projektdaten – VCS1742
Die wichtigsten Fakten zum Wasserkraftprojekts auf einen Blick.
| Parameter | Beschreibung | Quelle |
|---|---|---|
| Projektstandort | Indien; Bundesstaat Himachal Pradesh, Distrikt Kinnaur (Karcham–Wangtoo am Fluss Sutlej) | Project Description (VCS PD), Section 1.9 |
| Projekttyp | Netzgekoppeltes Laufwasserkraftprojekt (Run-of-River) zur erneuerbaren Stromerzeugung | Project Description, Section 1.2 |
| Projektstandard | Verified Carbon Standard (VCS) | VCS Program |
| Projektentwickler | JSW Hydro Energy Limited (vormals Himachal Baspa Power Company Ltd) | Project Description, Section 1.3 |
| Installierte Leistung | 1.045 MW Wasserkraft (4 × 261,25 MW nach Leistungsanhebung) | Monitoring Report, Section 1.1 |
| Technologie / Ansatz | Laufwasserkraftwerk mit unterirdischem Kraftwerk; Nutzung natürlicher Flussabflüsse ohne großflächigen Speicher | Project Description, Section 1.8 |
| Baseline-Szenario | Stromerzeugung aus dem bestehenden, überwiegend fossil geprägten indischen Strommix (v. a. Kohle, Gas, Diesel) | Project Description, Section 2.4 |
| Methodologie | ACM0002 – Grid-connected electricity generation from renewable sources (Version 12.1.0) | Monitoring Report, Section 1.9 |
| Projektbeginn | Beginn der Stromerzeugung ab Mai 2011 (Inbetriebnahme der ersten Einheit) | Monitoring Report, Section 1.6 |
| Crediting Period | 10 Jahre, fix (01.01.2013–31.12.2022) | Monitoring Report, Section 1.7 |
| Projektstatus | Registriertes und regelmäßig verifiziertes VCS-Projekt | VCS Registry |
| Jährliche Emissionsminderungen | Projektspezifisch je Monitoringzeitraum; z. B. 1.361.528 t CO₂e im Zeitraum 08/2022–12/2022 | Verification Report, Summary |
| Hauptwirkungsmechanismus | Vermeidung von CO₂-Emissionen durch Einspeisung erneuerbaren Wasserkraftstroms und Verdrängung fossiler Stromerzeugung | Project Description, Section 1.1 |
| Monitoring & Verifizierung | Kontinuierliche Messung der eingespeisten Strommengen; unabhängige Verifizierung durch akkreditierte VVBs | Monitoring Report, Sections 4 & 5 |
| Zusätzlichkeit | Wirtschaftliche Umsetzung und Investitionsentscheidung durch Erlöse aus dem Klimaschutzmarkt unterstützt | Project Description, Section 2.5 |
| Permanenz & Risikomanagement | Technische Emissionsvermeidung über die Lebensdauer der Anlage; keine physische Permanenz erforderlich | Projekttyp Energie |
| Carbon-Credit-Rating | Derzeit kein externes, unabhängiges Carbon-Credit-Rating veröffentlicht | Keine veröffentlichten Bewertungen |
| Carbon-Credit-Rating-Typ | Keine projektbezogene externe Klassifizierung ausgewiesen | – |
| Artikel-6-Autorisierung (Pariser Abkommen) | Keine Autorisierung gemäß Artikel 6 ausgewiesen | Verra Registry |
| CCP-Status (ICVCM) | Derzeit keine CCP-Klassifizierung veröffentlicht | ICVCM |
| Umgang mit Doppelzählungsrisiken | Eindeutige Zuordnung und Registrierung der Emissionsminderungen im VCS-Register | VCS Rules; Monitoring Report, Section 1.10 |
| Langfristigkeit der Emissionsminderung | Emissionsvermeidung über die technische Lebensdauer des Wasserkraftwerks durch kontinuierliche Netzeinspeisung | Project Description |
| Monitoring-Ansatz | Erfassung der Stromerzeugung über geeichte Energiezähler; tägliche Leistungsberichte und Plausibilitätsprüfungen | Monitoring Report, Section 4 |
| Projektlaufzeit / Langfristigkeit | Langfristig angelegtes Infrastrukturprojekt mit fixer Kreditierungsperiode | Project Description, Section 1.6 |
| Beitrag zur nationalen Klimastrategie | Beitrag zur Emissionsminderung im Stromsektor; keine nationale Anrechnung nach Artikel 6 | Project Documentation |
Was das Projekt beitragen kann
Hier zeigen wir, welchen konkreten Beitrag das Wasserkraftprojekt leistet – für Klimaschutz, Stromversorgung und den langfristigen Umbau des Energiesystems.
- 1
Große Mengen fossilen Stroms ersetzen
Das Wasserkraftprojekt speist erhebliche Mengen erneuerbaren Stroms in das nationale Stromnetz Indiens ein. Dadurch wird Strom aus kohle- und gasbasierten Kraftwerken verdrängt – Emissionen entstehen gar nicht erst.
- 2
Klimawirkung dort erzielen, wo der Stromverbrauch steigt
Indien gehört zu den Ländern mit stark wachsendem Strombedarf. Die erzeugte Wasserkraft wirkt genau dort, wo zusätzliche Stromerzeugung sonst häufig fossil erfolgen würde. Das erhöht die tatsächliche Klimawirkung der Emissionsminderungen.
- 3
Erneuerbare Grundlast bereitstellen
Als Laufwasserkraftwerk liefert die Anlage kontinuierlich Strom und ergänzt wetterabhängige erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft. Damit trägt das Projekt zur Stabilität und Verlässlichkeit der Stromversorgung bei.
- 4
Erneuerbare Energie langfristig im System verankern
Das Projekt ist als langlebige Infrastruktur ausgelegt. Es zeigt, wie Wasserkraft über Jahrzehnte hinweg einen festen Platz im Energiesystem einnehmen kann – als Bestandteil eines diversifizierten, erneuerbaren Strommixes.
- 5
Messbare Emissionsminderungen transparent absichern
Die vermiedenen Emissionen werden regelmäßig überwacht, unabhängig verifiziert und dokumentiert. So ist die Klimawirkung nachvollziehbar belegt und über die gesamte Kreditierungsperiode abgesichert.
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Globale Klimabedeutung
Langfristige Emissionsvermeidung
Wasserkraft erzeugt über Jahrzehnte hinweg erneuerbaren Strom. Dadurch werden große Mengen an Treibhausgasemissionen vermieden, die andernfalls bei fossiler Stromerzeugung entstanden wären.
Wirkung im Wachstumsmarkt
In einem Land mit stark wachsendem Strombedarf entfaltet erneuerbare Stromerzeugung eine besonders hohe Klimawirkung. Das Projekt wirkt dort, wo zusätzlicher Strom sonst überwiegend fossil erzeugt würde.
Beitrag zum Energiesystem
Wasserkraft liefert verlässlich Strom und ergänzt wetterabhängige erneuerbare Energien. So unterstützt das Projekt den Aufbau eines stabileren und klimafreundlicheren Strommixes.
Langfristige Infrastruktur
Als langlebiges Infrastrukturprojekt ist die Anlage auf einen Betrieb über viele Jahre ausgelegt. Die Klimawirkung entfaltet sich kontinuierlich über die gesamte Lebensdauer hinweg.
Sustainable Development Goals (SDGs) - Die relevanten und die ergänzenden Beiträge
Sustainable Development Goals (SDGs) - Die relevanten und die ergänzenden Beiträge Neben der Reduktion von Treibhausgasemissionen erzeugt das Kochofenprojekt in Uganda vielfältige Zusatznutzen für Mensch, Umwelt und lokale Wirtschaft. Dadurch wird ein Engagement im Sinne der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) unterstützt. Die wichtigsten Beiträge dieses Projekts liegen bei SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie) und SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz). Weitere Ziele werden sekundär oder ergänzend unterstützt. Einige SDGs gelten als Randbeiträge, die häufig genannt werden, in der Praxis jedoch eher indirekt wirken.
Das Wasserkraftprojekt speist erneuerbaren Strom in das nationale Stromnetz Indiens ein und erweitert den Energiemix um eine verlässliche, erneuerbare Energiequelle. Damit trägt es zur langfristigen Bereitstellung sauberer Elektrizität und zur Reduktion fossiler Stromerzeugung bei.
Beitrag:
Bereitstellung erneuerbarer, netzgekoppelter Stromerzeugung und Stärkung einer sauberen Energieversorgung.Durch die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft wird emissionsintensive Stromproduktion aus fossilen Kraftwerken verdrängt. Die vermiedenen Emissionen entstehen direkt im Stromsektor und tragen messbar zur Reduktion globaler Treibhausgasemissionen bei.
Beitrag:
Vermeidung von Treibhausgasemissionen durch den Ersatz fossiler Stromerzeugung.Bau, Betrieb und Wartung der Wasserkraftanlage schaffen Beschäftigung und technisches Know-how im Energiesektor. Diese Effekte unterstützen die regionale Wirtschaft, stehen jedoch nicht im Mittelpunkt des Projekts.
Beitrag:
Unterstützung von Beschäftigung und wirtschaftlicher Aktivität im Energiesektor.Als großskaliges Infrastrukturprojekt trägt das Wasserkraftwerk zum Ausbau moderner Energieinfrastruktur bei. Es stärkt langfristig die technischen Voraussetzungen für eine erneuerbare Stromversorgung.
Beitrag:
Stärkung energiebezogener Infrastruktur und technischer Kapazitäten.Eine stabilere und diversifizierte Stromversorgung wirkt sich indirekt positiv auf die Versorgungssicherheit von Städten und Gemeinden aus. Ein direkter Fokus auf Stadtentwicklung ist jedoch nicht Bestandteil des Projekts.
Beitrag:
Indirekte Unterstützung stabiler Energieversorgung ohne expliziten Stadtbezug.
So entsteht die CO₂-Einsparung
Sauber erzeugter Strom ersetzt fossile Energiequellen. Die dadurch vermiedenen Emissionen lassen sich messen und bilden die Grundlage für CO₂-Zertifikate.
Erneuerbare Energien verändern den Energiemix. Jede Kilowattstunde aus Wind, Sonne oder Wasser sorgt dafür, dass konventionelle Kraftwerke weniger produzieren müssen.
Je nach Land und Brennstoff fällt dabei eine bestimmte Menge CO₂ pro erzeugter Kilowattstunde an.
Für Projekte wird berechnet, wie hoch dieser fossile Anteil ohne den erneuerbaren Strom gewesen wäre. Die so ermittelte Differenz zeigt, wie viele Emissionen tatsächlich vermieden wurden. Dieser Wert wird geprüft und regelmäßig aktualisiert – und daraus entstehen die CO₂-Zertifikate.
Einordnung und Transparenz
Dieses Wasserkraftprojekt ist nach dem Verified Carbon Standard (VCS) registriert und wird regelmäßig überwacht sowie unabhängig verifiziert. Die ausgewiesenen Emissionsminderungen basieren auf geprüften Monitoringberichten und anerkannten Methodologien zur Berechnung vermiedener Emissionen aus fossiler Stromerzeugung.
Das Projekt steht exemplarisch für Klimaschutzmaßnahmen im Energiesektor, die erneuerbare Stromerzeugung mit messbarer Klimawirkung verbinden – transparent dokumentiert, fachlich überprüfbar und auf einen langfristigen Betrieb ausgelegt.