
PROJECT TOGO
Naturwaldaufforstung mit Substanz. CO₂-Bindung, Biodiversität und soziale Entwicklung – operativ umgesetzt, nicht eingekauft.
Naturwaldaufforstung. Sauber dokumentiert. Langfristig gedacht.
PROJECT TOGO ist unser eigenes Naturwaldaufforstungsprojekt in Togo. Wir sind seit 2010 vor Ort. Offizieller Projektstart: 2012. Kein eingekauftes Zertifikat. Kein Zwischenhändler. Wir entwickeln, begleiten und dokumentieren das Projekt selbst – fachlich, strukturiert und mit langfristiger Perspektive.
Ein Projekt mit Entwicklungsgeschichte
PROJECT TOGO begann als zertifiziertes Aufforstungsprojekt unter dem CarbonFix-Standard.
Nach der Überführung in den Gold Standard wurde es zunächst als Transition-Projekt und anschließend als Gold-Standard-Projekt weitergeführt. 2018 führte der Gold Standard mit den sogenannten Performance Emission Reductions (PERs) ein neues Anrechnungsmodell ein. Zertifikate werden seither stärker an bereits nachgewiesene Performance gekoppelt.
Für Energieprojekte ist diese Logik nachvollziehbar und sinnvoll.
Dort entstehen Emissionsminderungen kontinuierlich und technisch klar messbar.
Für Aufforstungsprojekte ist die Struktur eine andere.
Der größte finanzielle Aufwand entsteht zu Beginn: Flächensicherung, Pflanzung, Infrastruktur, Pflege.
Wenn sich während der Laufzeit die Anrechnungslogik rückwirkend grundlegend ändert – und auch auf bestehende Projekte angewandt wird – verschiebt sich damit die wirtschaftliche Grundlage des Projekts.
Wir haben uns deshalb entschieden, den formalen Zertifizierungspfad nicht weiterzuführen – sondern das Projekt in eigener Verantwortung fortzusetzen.
Seitdem dokumentieren wir Wirkung, Flächenentwicklung und Biodiversität eigenständig und transparent. Dabei arbeiten wir weiterhin mit Hochschulen sowie mit akkreditierten Prüfern und Fachexperten zusammen.
Monitoring, Datenerhebung und methodische Einordnung erfolgen strukturiert und nachvollziehbar.
Nicht, weil Standards unwichtig sind.
Sondern weil wir Verantwortung nicht auslagern.
Warum Afrika
Aufforstung wirkt dort, wo ökologische und soziale Stabilität gemeinsam unter Druck stehen.
Klimawandel trifft auf fragile Strukturen
Afrika trägt nur einen geringen Anteil zu den globalen CO₂-Emissionen bei – ist aber überproportional von den Folgen des Klimawandels betroffen.
→ Steigende Temperaturen.
→ Veränderte Niederschlagsmuster.
→ Bodenerosion.
→ Rückgang landwirtschaftlicher Erträge.
In vielen Regionen ist Landwirtschaft die wirtschaftliche Basis. Wenn Böden degradiert werden, entsteht ein strukturelles Risiko – ökologisch und sozial.
Aufforstung wirkt hier nicht isoliert. Sie stabilisiert Böden. Verbessert Wasserhaushalte. Bindet CO₂. Schafft Einkommensperspektiven.

Aufforstung mit System
Richtig angelegte Aufforstungsprojekte greifen in mehrere Entwicklungsdimensionen gleichzeitig ein:
→ Klimaschutz
→ Biodiversität
→ Ernährungssicherung
→ Einkommensstrukturen
→ Bildung und Infrastruktur
Studien und Experten wie Franz Josef Radermacher weisen darauf hin, dass großflächige Aufforstungsinitiativen in Afrika einen relevanten Beitrag zu einem Großteil der UN-Nachhaltigkeitsziele leisten können.
Auch PROJECT TOGO adressiert 12 der 17 Sustainable Development Goals –
nicht als Nebeneffekt, sondern durch seine Projektstruktur.

Warum wir selbst aktiv sind
Seit 2008 arbeiten wir mit CO₂-Bilanzen und Kompensationsprojekten. Wir prüfen Standards, rechnen Emissionen und wählen Projekte aus.
Und irgendwann war klar:
Wenn wir Projekte bewerten, sollten wir auch eines selbst machen.
Nicht, um es besser zu wissen. Sondern um es wirklich zu verstehen. Seit 2010 sind wir deshalb in Westafrika unterwegs. 2012 startete PROJECT TOGO offiziell.
Aufforstung klingt in der Theorie einfach. In der Praxis heißt das: Flächen sichern, Setzlinge ziehen, pflanzen, pflegen, dokumentieren – und auch mit Rückschlägen umgehen.
Genau dort beginnt das eigentliche Projekt.

Was PROJECT TOGO für unsere Arbeit bedeutet
Eigene Umsetzung verändert den Blick.
Projekte anders bewerten
Wer selbst aufforstet, schaut genauer hin.
Auf Permanenz. Auf Pflege. Auf wirtschaftliche Tragfähigkeit.Kompensation differenziert einordnen
Wir kennen die Projektlogik von innen.
Das hilft bei der Unterscheidung zwischen Anrechnung und Contribution.Risiken realistischer einschätzen
Aufforstung ist kein Rechenmodell.
Sie braucht Fläche, Zeit und stabile Strukturen.Wirkung nüchtern erklären
Wir wissen, was Projekte leisten können – und was nicht.
Auch PROJECT TOGO liefert KPIs...
Stand heute.
- 8
Schulungsprogramme
Wissen, das bleibt: Von Alphabetisierung bis Erste-Hilfe. Wir vermitteln Fähigkeiten, die Leben verändern. Jeden Montag lernen Erwachsene lesen und schreiben. In mehrtägigen Kursen zeigen wir, wie man Reis effizienter anbaut oder im Notfall hilft.
- 37
Getestete Baumarten
Vielfalt statt Einfalt: Unser Agroforst ist ein lebendiges Labor. Aus 37 getesteten Arten haben sich 23 Gewinner herauskristallisiert. Die wachsen jetzt gemeinsam und machen Böden fruchtbar, während sie CO₂ binden.
- 7
Produkte made in Togo
Frauen werden Unternehmerinnen: Palmöl, Seife, Erdnuss-Snacks: Die Frauenkooperative verwandelt lokale Rohstoffe in begehrte Produkte. Jedes davon schafft Einkommen und Unabhängigkeit.
- 200
Bienenbeuten
Summen für die Zukunft: Fleißige Bienen, fleißige Imker: 200 Bienenstöcke produzieren nicht nur Honig, sondern bestäuben auch Pflanzen und sichern so die Ernte. Win-win für Mensch und Natur.
- 217
Pflanzenarten dokumentiert
Biodiversität lebt: Unser Wald ist ein Hotspot der Artenvielfalt. 58 verschiedene Baumarten, über 100 holzige Pflanzen – wo früher Brachland war, explodiert heute das Leben.
- 130
Rauchfreie Öfen gebaut
Gesundheit geht vor: Schluss mit tränenden Augen und Husten beim Kochen. Unsere effizienten Öfen sparen 40% Holz und schützen 130 Familien vor giftigem Rauch. Pro Ofen 2,5 Tonnen CO₂ weniger im Jahr.
- 6
Brunnen für sauberes Wasser
Wasser marsch! Unsere Brunnen versorgen ganze Dörfer mit sauberem Trinkwasser. Kombiniert mit WASH-Schulungen sorgen wir dafür, dass es auch sauber bleibt.




















Ganzheitlicher Klimaschutz:
Von der CO₂-Bilanz bis zum eigenen Waldprojekt
Klimaschutz braucht belastbare Zahlen und eine klare Struktur.
natureOffice unterstützt Unternehmen seit 2008 bei der professionellen CO₂-Bilanzierung – vom Corporate Carbon Footprint (CCF) für das gesamte Unternehmen bis zum Product Carbon Footprint (PCF) für einzelne Produkte.
Unsere Berechnungen basieren auf anerkannten Standards wie dem GHG Protocol und geltenden ISO-Normen. Auf dieser Grundlage entstehen CO₂-Bilanzen, die sich für Reporting, ESG-Anfragen von Kunden und Banken oder Nachhaltigkeitsberichte nach dem VSME-Standard nutzen lassen.
Neben der Bilanzierung begleiten wir Unternehmen bei der Reduktion von Emissionen, bei der Entwicklung tragfähiger Klimastrategien sowie bei der rechtssicheren Kommunikation von Klima-Claims. Ziel ist kein theoretisches Konzept, sondern eine Struktur, mit der CO₂-Management im Unternehmensalltag funktioniert.
Ein besonderer Bestandteil unserer Arbeit ist PROJECT TOGO – unser eigenes Naturwaldaufforstungsprojekt in Westafrika. Seit 2010 sind wir dort aktiv, offizieller Projektstart war 2012. Das Projekt wurde zunächst nach CarbonFix und später unter dem Gold Standard geführt, bevor wir es in eigener Verantwortung weiterentwickelt haben.
PROJECT TOGO verbindet Naturwaldaufforstung, CO₂-Bindung, Biodiversitätsaufbau und soziale Maßnahmen vor Ort. Neben der Waldentwicklung gehören Schulungsprogramme, Brunnenbau, effiziente Kochöfen und lokale Einkommensstrukturen zum Projektansatz. Damit werden mehrere Nachhaltigkeitsziele gleichzeitig adressiert.
Unternehmen können PROJECT TOGO entweder im Rahmen einer geprüften CO₂-Kompensation nutzen oder als freiwilligen Klimaschutzbeitrag (Contribution) unterstützen. Wir unterscheiden diese Ansätze klar und helfen dabei, sie fachlich korrekt zu kommunizieren.
Beratung, Software und eigene Projektarbeit greifen bei uns ineinander.
So entsteht CO₂-Management, das messbar, nachvollziehbar und langfristig tragfähig ist.