Wasser statt Diesel & Kohle – saubere Energie aus Sumatra
210 MW Musi Hydro Power Plant
Das Projekt nutzt den Musi-Fluss in Bengkulu auf Sumatra (Indonesien). Es ist ein Laufwasserkraftwerk mit 210 MW installierter Leistung. Der erzeugte Strom wird in das öffentliche Netz auf Sumatra eingespeist.
Durch die Einspeisung von erneuerbarem Wasserkraftstrom ersetzt das Projekt Strom aus dem Sumatra-Netz, der sonst zu einem relevanten Teil aus konventionellen, emissionsintensiven Quellen stammt. Die Klimawirkung wird im VCS-Kontext nach ACM0002 als vermiedene Emissionen aus der Netzstromerzeugung quantifiziert – mit einem kombinierten Netzemissionsfaktor von 0,857 tCO₂/MWh.
Die Stromproduktion selbst erfolgt ohne Verbrennung; laufende Emissionen fallen vor allem indirekt (z. B. Betrieb/Netzanbindung) an und sind im Verhältnis zur erzeugten Energiemenge gering. Allein für die Monitoring-Periode 01.10.2017–31.12.2020 wurden daraus 2.705.815 tCO₂e an Emissionsminderungen verifiziert – ein Beispiel für technisch etablierte, dauerhaft ausgelegte Wasserkraft mit nachvollziehbarer Klimawirkung im Energiesektor.
Technische Projektdaten – VCS487
Die wichtigsten Fakten zum Wasserkraftprojekt auf einen Blick.
| Parameter | Beschreibung | Quelle |
|---|---|---|
| Wo liegt das Projekt? | Indonesien, Insel Sumatra (Provinz Bengkulu). | MR, Section 1.7, p. 5 |
| Was macht das Projekt? | Es erzeugt Strom aus Wasserkraft und speist ihn ins öffentliche Netz ein. | MR, Section 1.1, p. 3 |
| Welche Technik ist das? | Ein Laufwasserkraftwerk (Strom aus fließendem Wasser, ohne Verbrennung). | MR, Section 1.1, p. 3 |
| Wie groß ist die Anlage? | 210 MW installierte Leistung. | MR, Section 1.1, p. 3 |
| Wie kommt der Strom zu den Menschen? | Einspeisung in das regionale Stromnetz auf Sumatra. | MR, Section 1.1, p. 3; Verification Report, Summary, p. 2 |
| Seit wann läuft die Anlage? | In Betrieb seit 2006. | MR, Section 1.5, p. 5 |
| Wer hat das Projekt umgesetzt? | Projektträger/Betreiber: PT. PLN (Persero) (staatlicher Stromversorger). | MR, Section 1.3, p. 4 |
| Wer begleitet es im Carbon-Kontext? | Carbon-Credit-Buyer/Partner: South Pole Carbon Asset Management Ltd.. | MR, Section 1.4, p. 4 |
| Welcher Standard gilt für die CO₂-Minderungen? | Verified Carbon Standard (VCS) (Programm/Registry von Verra). | MR, Header/Title, pp. 1–2 |
| Wie wird die Klimawirkung berechnet? | Mit einer anerkannten Methodik (ACM0002): Der Wasserkraftstrom ersetzt Strom aus dem Netz, der sonst CO₂ verursacht. | MR, Section 1.8, p. 6 |
| Wie wird der erzeugte Strom gemessen? | Über Stromzähler am Übergabepunkt ins Netz und gemeinsame Ableseprotokolle. | MR, Section 4.2–4.3, pp. 16–19 |
| Wer prüft das unabhängig? | Externe Prüfstelle: TÜV NORD CERT GmbH. | Verification Report, Cover/Summary, pp. 1–2 |
| Gibt es besondere „Dauerhaftigkeits“-Risiken? | Bei Energieprojekten nicht wie bei Waldprojekten (Permanenz ist hier kein Kernthema). | Verification Report, p. 22 |
| Gibt es eine Artikel-6-Autorisierung (Paris Agreement)? | In den vorliegenden Dokumenten keine Angabe zur Artikel-6-Autorisierung. | Projektunterlagen (MR/Verification Report) |
| Gibt es ein externes Rating oder einen CCP-Status (ICVCM)? | In den vorliegenden Dokumenten keine Angabe zu externen Ratings (z. B. BeZero/Sylvera) oder ICVCM-CCP. | Projektunterlagen (MR/Verification Report) |
Was das Projekt beitragen kann
Hier fassen wir zusammen, was das Projekt tatsächlich erreichen soll und welche praktischen Veränderungen dadurch möglich werden.
- 1
Erneuerbaren Strom auf Sumatra bereitstellen
Das Kraftwerk bringt 210 MW Wasserkraft ins System und speist Strom ins öffentliche Netz auf Sumatra ein – so kann rechnerisch konventionelle, emissionsintensive Stromerzeugung ersetzt werden.
- 2
Strommix diversifizieren und fossile Abhängigkeiten verringern
Mehr erneuerbarer Strom im Netz bedeutet: Der Strommix wird breiter – und die Abhängigkeit von fossiler Erzeugung kann sinken. Das ist kein „Wundermittel“, aber ein klarer Baustein im Energiesektor.
- 3
Verlässliche Infrastruktur statt Einmaleffekt
Wasserkraft ist Infrastruktur: Das Projekt ist seit 2006 in Betrieb und liefert kontinuierlich Strom. Damit ist die Wirkung auf Dauer angelegt – nicht auf eine kurzfristige Aktion.
- 4
Regionale Wertschöpfung im Betrieb stärken
Betrieb und Instandhaltung brauchen laufend Technik, Wartung und Betriebspersonal. Das sind regionale, wiederkehrende Effekte – ohne zu behaupten, dass das „der Hauptzweck“ des Projekts ist.
- 5
Erneuerbare Großprojekte als machbare Infrastruktur zeigen
Als großskaliges, dauerhaft betriebenes Projekt zeigt die Anlage: Erneuerbare Stromerzeugung lässt sich als Infrastrukturkomponente umsetzen und betreiben – ein relevantes Signal für Folgeinvestitionen im Stromsektor.
Globale Klimabedeutung
Emissionen dort vermeiden, wo sie global zählen
Der größte Hebel liegt oft nicht im Kleinen, sondern im System: bei der Stromerzeugung im Netz. Wenn erneuerbarer Strom ins Netz kommt und rechnerisch fossile Erzeugung ersetzt, sinken Emissionen genau an einer Stelle, die weltweit zu den wichtigsten Emissionsquellen gehört.
Klimaschutz als Infrastruktur – nicht als Aktion
Ein Wasserkraftwerk ist langfristige Energieinfrastruktur. Es liefert über viele Jahre hinweg Strom – und kann dadurch kontinuierlich dazu beitragen, Emissionen im Stromsektor zu vermeiden. Das ist global relevant, weil Klimaschutz nicht nur aus Einzelmaßnahmen besteht, sondern aus stabilen Versorgungsstrukturen.
Erneuerbare Kapazität statt fossiler Routine
Jede zusätzliche erneuerbare Einspeisung kann im Strommix dabei helfen, die „fossile Routine“ zu durchbrechen: weniger Bedarf an konventioneller Erzeugung, mehr erneuerbare Anteile im Netz. Die Klimawirkung entsteht so nicht durch Verlagerung, sondern durch Ersetzen im Energiesystem.
Wirkung, die sich wiederholen lässt
Globale Klimaziele brauchen Lösungen, die nicht nur einmal funktionieren, sondern über Jahre verlässlich wirken. Großskalige erneuerbare Anlagen zeigen genau das: Sie liefern kontinuierlich Energie – und genau diese Wiederholbarkeit macht ihren Beitrag im globalen Kontext relevant.
Sustainable Development Goals (SDGs) - Die relevanten und die ergänzenden Beiträge
Neben der Emissionsminderung im Stromsektor trägt das Projekt zur Erweiterung der erneuerbaren Stromerzeugung auf Sumatra bei. Der Strom wird netzgekoppelt eingespeist – dadurch kann rechnerisch konventionelle, emissionsintensive Erzeugung ersetzt werden. Die wichtigsten Beiträge liegen bei SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie) und SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz). Weitere Ziele werden ergänzend oder indirekt unterstützt.
Das Projekt erzeugt erneuerbaren Strom aus Wasserkraft und speist ihn in das öffentliche Netz auf Sumatra ein. Damit wird saubere Energie als Teil der Grundversorgung bereitgestellt – als Infrastruktur, nicht als Pilot.
Beitrag: Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung und Stärkung der Stromversorgung im Netz.Durch die Einspeisung von Wasserkraftstrom kann rechnerisch fossile Stromerzeugung verdrängt werden. Die Klimawirkung entsteht damit direkt im Stromsektor – dort, wo Emissionen ohne das Projekt im Netz angefallen wären.
Beitrag: Reduktion von Treibhausgasemissionen durch erneuerbare Stromproduktion im Netz.Großskalige erneuerbare Anlagen sind Teil moderner Energieinfrastruktur: Sie liefern Strom kontinuierlich und sind auf langfristigen Betrieb ausgelegt (Inbetriebnahme seit 2006). Dadurch wird die Integration erneuerbarer Energie als „normale“ Netzkomponente gestärkt.
Beitrag: Stärkung der Energieinfrastruktur und Unterstützung der langfristigen Integration erneuerbarer Erzeugung.Der laufende Betrieb eines Kraftwerks benötigt technische Dienstleistungen, Wartung und Betriebspersonal – also wiederkehrende, praktische Wertschöpfung vor Ort. Das ist ein Begleiteffekt, nicht der Projektzweck, aber er gehört zur Realität solcher Anlagen.
Beitrag: Wiederkehrende technische Tätigkeiten und Betriebsprozesse im laufenden Anlagenbetrieb.Die Stromerzeugung erfolgt ohne Verbrennungsprozesse und ohne laufenden Brennstoffeinsatz. Damit ist die Energieproduktion ressourcenschonender als konventionelle Erzeugung – ohne dass das Projekt direkt Konsumverhalten steuert.
Beitrag: Ressourcenschonendere Energieproduktion ohne Brennstoffeinsatz (indirekter Beitrag).
So entsteht die CO₂-Einsparung
Sauber erzeugter Strom ersetzt fossile Energiequellen. Die dadurch vermiedenen Emissionen lassen sich messen und bilden die Grundlage für CO₂-Zertifikate.
Erneuerbare Energien verändern den Energiemix. Jede Kilowattstunde aus Wind, Sonne oder Wasser sorgt dafür, dass konventionelle Kraftwerke weniger produzieren müssen.
Je nach Land und Brennstoff fällt dabei eine bestimmte Menge CO₂ pro erzeugter Kilowattstunde an.
Für Projekte wird berechnet, wie hoch dieser fossile Anteil ohne den erneuerbaren Strom gewesen wäre. Die so ermittelte Differenz zeigt, wie viele Emissionen tatsächlich vermieden wurden. Dieser Wert wird geprüft und regelmäßig aktualisiert – und daraus entstehen die CO₂-Zertifikate.
Einordnung und Transparenz
Dieses Wasserkraftprojekt ist unter dem Verra Verified Carbon Standard (VCS) registriert und wird im Rahmen des Standards überwacht sowie unabhängig verifiziert. Die ausgewiesenen Emissionsminderungen basieren auf geprüften Monitoringberichten und der anerkannten Methodologie ACM0002 zur Berechnung von Emissionen, die durch netzeingespeisten Wasserkraftstrom gegenüber konventioneller Stromerzeugung im Netz vermieden werden.
Rechtssichere Kompensation
In Zeiten strengerer Regulatorik ist Klimaschutz keine Frage des guten Willens mehr, sondern der Rechtssicherheit. natureOffice unterstützt Unternehmen dabei, Greenwashing-Risiken zu minimieren und Nachhaltigkeit transparent zu kommunizieren. Alles beginnt mit einer belastbaren Datenbasis: Wir erstellen Ihren Corporate Carbon Footprint (CCF) und Product Carbon Footprint (PCF) nach internationalen Standards. Dies bildet das Fundament für Ihre Nachhaltigkeitsberichte (z. B. nach VSME) und eine rechtssichere Nachhaltigkeitskommunikation.
Ein kritischer Punkt für Unternehmen ist die rechtssichere Kompensation. Durch den Einsatz moderner Wasserkraft-Technologien fördern wir eine emissionsfreie globale Energieinfrastruktur. Diese technologischen Projekte sind ein essenzieller Hebel zur Dekarbonisierung und erfüllen höchste Anforderungen an Zusätzlichkeit und Transparenz – entscheidend, um den Anforderungen der Green Claims Directive gerecht zu werden.
Die Qualität unseres Ansatzes zeigt sich in unserem eigenen PROJECT TOGO. Hier verbinden wir Klimaschutz mit einer sozialen Transformation, die direkt auf 12 von 17 SDGs einzahlen.
Ob durch hochwertige Klimaschutz-Zertifikate oder individuelle Strategien: Wir bieten Lösungen, die technologische Innovation mit sozialem Impact vereinen und Ihr Unternehmen regulatorisch auf die sichere Seite führen.