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Wenn der Wind Strom macht – erneuerbare Energie aus Patagonien

Location:Chubut, Argentinien
SDG:Windenergie
Zertifikatstyp:VCSDatenbank

Manantiales Behr Wind Farm, Argentinien

Das Windenergieprojekt Manantiales Behr in der Provinz Chubut (Patagonien, Argentinien) zielt darauf ab, erneuerbaren Strom aus Windkraft bereitzustellen und dauerhaft in das nationale Stromnetz einzuspeisen.

Durch die Erzeugung von Windstrom vermeidet das Projekt Emissionen, die sonst bei der Stromerzeugung aus thermischen Kraftwerken und fossilen Energiequellen angefallen wären. Die Klimawirkung entsteht unmittelbar durch die Verdrängung konventioneller Stromerzeugung im Netz.

Die Windenergieanlagen speisen über ihre technische Lebensdauer hinweg kontinuierlich erneuerbaren Strom ein. So leistet das Projekt einen messbaren Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im Energiesektor und stärkt den Anteil sauberer Energie in einem Stromsystem, das bislang stark von fossiler Erzeugung geprägt ist.

Ein Projekt, das zeigt, wie Windenergie wirksam zum Klimaschutz beitragen kann – langfristig angelegt, transparent umgesetzt und mit nachvollziehbarer Wirkung.

Technische Projektdaten – VCS 1820

Die wichtigsten Fakten zum Windenergieprojekt in Argentinien auf einen Blick.

ParameterBeschreibungQuelle
ProjektstandortArgentinien; Provinz Chubut; Nähe Comodoro Rivadavia (Patagonien)PD, Section Location of Project Activity
ProjekttypNetzgekoppeltes Windenergieprojekt (Onshore)PD, Section Project Description
ProjektstandardVerified Carbon Standard (VCS)Verra Registry
ProjektentwicklerYPF Luz (YPF Energía Eléctrica S.A.)PD, Section Project Description
Installierte Leistungca. 99 MWPD, Technical Description
Baseline-SzenarioStrombereitstellung über das argentinische Netz ohne das Projekt; Emissionen entstehen aus dem bestehenden, überwiegend fossil geprägten Strommix (Verdrängungsansatz).Project Design Document (PDD), Kapitel Baseline Scenario and Additionality / Applied Methodology (ACM0002)
MethodologieACM0002 – Grid-connected electricity generation from renewable sourcesPD, Section Applied Methodology
Crediting Period10 Jahre (renewable crediting period)Verra Registry
ProjektstatusRegistriertes und regelmäßig verifiziertes VCS-ProjektVerra Registry
HauptwirkungsmechanismusVermeidung von CO₂-Emissionen durch Einspeisung erneuerbaren Windstroms in das NetzProject Description, Section 2 (Project Activity)
Monitoring & VerifizierungRegelmäßiges Monitoring der Stromerzeugung und unabhängige Verifizierung durch akkreditierte PrüforganisationenMonitoring & Verification Reports
ZusätzlichkeitZusätzlichkeit nachgewiesen über Investitions- und BarrierenanalysePD, Additionality Section
Permanenz & RisikomanagementTechnische Emissionsvermeidung über Anlagenlebensdauer; keine physische Permanenz erforderlichProjekttyp Energie
Carbon-Credit-RatingDerzeit kein externes, unabhängiges Carbon-Credit-Rating veröffentlichtVerra Registry
Carbon-Credit-Rating-TypKeine projektbezogene externe Bewertung oder Klassifizierung ausgewiesen
Artikel-6-Autorisierung (Pariser Abkommen)Keine Autorisierung gemäß Artikel 6 des Pariser Abkommens ausgewiesenVerra Registry
CCP-Status (ICVCM)Derzeit keine CCP-Klassifizierung veröffentlichtICVCM
Umgang mit DoppelzählungsrisikenEmissionsminderungen eindeutig im Verra-Register registriert; keine MehrfachanrechnungVCS Rules
Langfristigkeit der EmissionsminderungKontinuierliche Emissionsvermeidung über die technische Lebensdauer der WindenergieanlagenProject Description
Beitrag zur nationalen KlimastrategieUnterstützung des Ausbaus erneuerbarer Energien und der Emissionsminderung im argentinischen Stromsektor.PDD, Abschnitt Host Country Context
Risikomanagement & AbsicherungBetrieb, Wartung, Monitoring und Verifizierung gemäß VCS-AnforderungenPD & Verification Reports

Was das Projekt beitragen kann

Hier fassen wir zusammen, was das Windenergieprojekt in Argentinien praktisch bewirkt – und warum das klimarelevant ist.

  1. 1

    Erneuerbare Stromerzeugung im Inland stärken

    Argentinien deckt einen Teil seines Strombedarfs weiterhin über fossil geprägte Erzeugung. Der Windpark Manantiales Behr erhöht die inländische Stromproduktion aus erneuerbarer Energie und reduziert damit den Bedarf an konventioneller Stromerzeugung.

  2. 2

    Windenergie im Stromsystem verankern

    Mit dem Betrieb eines großskaligen Windparks wird Windenergie als feste Komponente im argentinischen Strommix etabliert. Das Projekt erweitert die Erzeugungsstruktur um eine klimafreundliche, wettbewerbsfähige Technologie.

  3. 3

    Energiemix diversifizieren und stabilisieren

    Windstrom ergänzt bestehende Erzeugungsformen zeitlich und technologisch. Die zusätzliche Einspeisung trägt zur Diversifizierung des Strommixes bei und unterstützt eine robustere Energieversorgung.

  4. 4

    Investitionen in erneuerbare Energien absichern

    Die langfristige Projektstruktur, klare Betriebsprozesse und begleitende Klimafinanzierung schaffen Planungssicherheit. Das stärkt das Vertrauen in weitere Investitionen in erneuerbare Energieprojekte in Argentinien.

  5. 5

    Klimawirkung messbar dokumentieren

    Die erzeugten Strommengen und die daraus resultierenden Emissionsminderungen werden systematisch erfasst, nach anerkannter Methodologie berechnet und unabhängig verifiziert. So wird die Klimawirkung nachvollziehbar und überprüfbar abgesichert.

    Jetzt Informationen dazu anfordern

Globale Klimabedeutung

  • Langfristige Emissionsvermeidung durch dauerhaften Betrieb

    Der Windpark erzeugt über viele Jahre hinweg erneuerbaren Strom. Die Klimawirkung entsteht kontinuierlich – mit jeder eingespeisten Kilowattstunde über die gesamte technische Lebensdauer der Anlagen.

  • Wirksamer Hebel im Energiesektor

    Der Stromsektor gehört weltweit zu den größten Emittenten. Erneuerbare Windenergie setzt genau hier an und vermeidet Emissionen dort, wo große Mengen CO₂ entstehen würden.

  • Klare, überprüfbare Wirklogik

    Die Emissionsminderungen basieren auf gemessener Stromerzeugung, definierten Netzemissionsfaktoren und unabhängiger Verifizierung. Das macht die Klimawirkung nachvollziehbar und belastbar.

  • Beitrag zur strukturellen Transformation

    Großskalige Windprojekte wie Manantiales Behr unterstützen den langfristigen Umbau von Stromsystemen hin zu klimafreundlicher Erzeugung – nicht als Einzeleffekt, sondern als Teil eines dauerhaften Strukturwandels.

Sustainable Development Goals (SDGs) - Die relevanten und die ergänzenden Beiträge

Neben der Vermeidung von Treibhausgasemissionen trägt der Windpark Manantiales Behr in Chubut (Patagonien, Argentinien) zum Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung, zur Stärkung der Energieversorgung und zur Verringerung fossiler Abhängigkeiten im Stromsystem bei. Damit unterstützt das Projekt mehrere Ziele der UN-Nachhaltigkeitsagenda (Sustainable Development Goals). Die zentralen Beiträge liegen bei SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) und SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie). Weitere Ziele werden ergänzend oder indirekt unterstützt. Einige SDGs sind als Randbeiträge einzuordnen, da sie nicht zum Projektkern gehören.

  • Das Projekt erzeugt Windstrom und speist ihn in das argentinische Stromnetz ein. Damit erweitert es den Energiemix um eine erneuerbare Energiequelle und unterstützt die langfristige Verfügbarkeit emissionsärmerer Elektrizität.

    Beitrag:
    Bereitstellung netzgekoppelter erneuerbarer Energie und Stärkung eines saubereren Strommix.

  • Die Klimawirkung entsteht durch vermiedene Emissionen im Stromsektor: Die eingespeiste Windenergie verdrängt Strom aus dem bestehenden Netz-Mix. Die Emissionsminderungen werden auf Basis der tatsächlich erzeugten und eingespeisten Strommengen berechnet und im VCS-Prozess über Monitoring und unabhängige Verifizierungdokumentiert.

    Beitrag:
    Vermeidung von Treibhausgasemissionen durch Verdrängung konventioneller Stromerzeugung im Netz.

  • Als Energieinfrastrukturprojekt trägt der Windpark zum Ausbau moderner Erzeugungskapazitäten bei. Er unterstützt den Aufbau und Betrieb technischer Infrastruktur für erneuerbare Energien (z. B. Betrieb, Wartung, Netzintegration).

    Beitrag:
    Unterstützung moderner Energieinfrastruktur durch Ausbau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten.

  • Bau, Betrieb und Wartung erfordern Arbeitskräfte und technische Dienstleistungen. Das kann lokale Beschäftigung und wirtschaftliche Aktivität fördern – steht aber nicht im Mittelpunkt der Klimawirkung.

    Beitrag:
    Beschäftigungs- und Wertschöpfungseffekte im Umfeld von Bau und Betrieb erneuerbarer Energieanlagen.

  • Indirekt kann das Projekt dazu beitragen, dass Stromverbrauch (z. B. in Haushalten und Unternehmen) mit einem höheren Anteil erneuerbarer Energie gedeckt wird. Ein direkter Fokus auf Konsummuster oder Produktionsprozesse ist jedoch nicht Projektkern.

    Beitrag:
    Indirekte Unterstützung eines emissionsärmeren Strombezugs – ohne direkten Einfluss auf Konsum- oder Produktionsentscheidungen.

So entsteht die CO₂-Einsparung

Sauber erzeugter Strom ersetzt fossile Energiequellen. Die dadurch vermiedenen Emissionen lassen sich messen und bilden die Grundlage für CO₂-Zertifikate.

Erneuerbare Energien verändern den Energiemix. Jede Kilowattstunde aus Wind, Sonne oder Wasser sorgt dafür, dass konventionelle Kraftwerke weniger produzieren müssen. 

Je nach Land und Brennstoff fällt dabei eine bestimmte Menge CO₂ pro erzeugter Kilowattstunde an.

Für Projekte wird berechnet, wie hoch dieser fossile Anteil ohne den erneuerbaren Strom gewesen wäre. Die so ermittelte Differenz zeigt, wie viele Emissionen tatsächlich vermieden wurden. Dieser Wert wird geprüft und regelmäßig aktualisiert – und daraus entstehen die CO₂-Zertifikate.

Einordnung und Transparenz

Dieses Windprojekt ist unter dem Verra Verified Carbon Standard (VCS) registriert und wird im Rahmen des Standards regelmäßig überwacht sowie unabhängig verifiziert. Die ausgewiesenen Emissionsminderungen basieren auf geprüften Monitoringberichten und einer anerkannten Methodologie zur Berechnung von Emissionen, die durch netzeingespeisten Windstrom gegenüber der konventionellen Stromerzeugung im Netz vermieden werden.

Rechtssichere Kompensation 

In Zeiten strengerer Regulatorik ist Klimaschutz keine Frage des guten Willens mehr, sondern der Rechtssicherheit. natureOffice unterstützt Unternehmen dabei, Greenwashing-Risiken zu minimieren und Nachhaltigkeit transparent zu kommunizieren. Alles beginnt mit einer belastbaren Datenbasis: Wir erstellen Ihren Corporate Carbon Footprint (CCF) und Product Carbon Footprint (PCF) nach internationalen Standards. Dies bildet das Fundament für Ihre Nachhaltigkeitsberichte (z. B. nach VSME) und eine rechtssichere Nachhaltigkeitskommunikation.

Ein kritischer Punkt für Unternehmen ist die rechtssichere Kompensation. Durch den Einsatz moderner Wasserkraft-Technologien fördern wir eine emissionsfreie globale Energieinfrastruktur. Diese technologischen Projekte sind ein essenzieller Hebel zur Dekarbonisierung und erfüllen höchste Anforderungen an Zusätzlichkeit und Transparenz – entscheidend, um den Anforderungen der Green Claims Directive gerecht zu werden.

Die Qualität unseres Ansatzes zeigt sich in unserem eigenen PROJECT TOGO. Hier verbinden wir Klimaschutz mit einer sozialen Transformation, die direkt auf 12 von 17  SDGs einzahlen.

Ob durch hochwertige Klimaschutz-Zertifikate oder individuelle Strategien: Wir bieten Lösungen, die technologische Innovation mit sozialem Impact vereinen und Ihr Unternehmen regulatorisch auf die sichere Seite führen.