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Wind im Netz statt Fossil im Mix – Strom aus Oaxaca

Location:Gemeinde Juchitán de Zaragoza, Region Isthmus von Tehuantepec, Bundesstaat Oaxaca, Mexico
SDG:Windenergie
Zertifikatstyp:VCSDatenbank

Oaxaca III Wind Energy Project

Das Projekt Oaxaca III liegt in der windreichen Region Isthmus von Tehuantepec im Bundesstaat Oaxaca, Mexico. Es ist ein netzgekoppelter Windpark mit 102 MW installierter Leistung (68 Windenergieanlagen à 1,5 MW) und speist den erzeugten Strom in das mexikanische Verbundnetz ein; die erzeugte Elektrizität wird an die staatliche Stromgesellschaft CFE verkauft.

Durch die Einspeisung von Windstrom kann rechnerisch Strom aus dem bestehenden, überwiegend fossil geprägten Netz-Mix ersetzt werden. Genau dort entsteht die Klimawirkung: im Stromsystem, weil die erzeugten und ins Netz gelieferten Strommengen messbar dokumentiert sind und so die vermiedenen Emissionen nachvollziehbar quantifiziert werden können (Methodik ACM0002).

Ein Projekt, das zeigt, wie Windenergie dauerhaft zur klimafreundlicheren Stromversorgung beitragen kann – als Infrastruktur im laufenden Betrieb, mit klarer Verdrängungslogik und messbarer Wirkung über die Netzeinspeisung.

Technische Projektdaten – VCS1042

Die wichtigsten Fakten zum Windkraftprojekt auf einen Blick.

ParameterBeschreibungQuelle
ProjektstandortMexiko; Bundesstaat Oaxaca; Region Isthmus von Tehuantepec (Gemeinde Juchitán de Zaragoza; Koordinaten ausgewiesen).MR, Section 1.7, p. 5; PD, Section 1.9, p. 6
ProjekttypNetzgekoppeltes Onshore-Windenergieprojekt (Sectoral Scope 01 – Energy Industries).MR, Section 1.2, p. 3; PD, Section 1.2, p. 4
ProjektstandardVerified Carbon Standard (VCS) (Verra).MR, Title page / Header „VCS Version 4.0“, p. 1; Verification Report, Header „VCS Version 4.0“, p. 1
ZusatzstandardKein Zusatzstandard in den vorliegenden Projektdokumenten ausgewiesen.Projektunterlagen (MR/Verification Report)
ProjektentwicklerProject Proponent / Projektträger: CE Oaxaca Tres S. de R.L. de C.V.; Project Representative: Kosher Climate India Pvt. Ltd.; Stromverkauf an CFE.PD, Section 1.3, p. 4; MR, Section 1.3–1.4, p. 4; Verification Report, Section 1.4, p. 7
Technologie / AnsatzBetrieb eines Windparks mit 68 Windenergieanlagen (je 1,5 MW; gesamt 102 MW); Netzeinspeisung über Anbindung an das National Interconnected Grid (u. a. Ixtepec Substation; 230 kV; ca. 23,2 km Leitung).MR, Section 3.1, p. 8; Verification Report, Section 1.4, p. 7
Baseline-SzenarioOhne Projekt würde die entsprechende Strommenge durch das mexikanische Verbundnetz bereitgestellt (Netzmix im MR als fossil geprägt beschrieben).MR, Section 1.1, p. 3
MethodologieACM0002 – Grid-connected electricity generation from renewable sources, Version 12.1.0.MR, Section 1.8, p. 5; Verification Report, Section 5, p. 25
Projektbeginn02.08.2011 (Start der GHG-Emissionsminderungen/Netzeinspeisung nach Abschluss der Leitungsarbeiten).MR, Section 1.5, p. 4; Verification Report, Section 1.4, p. 7
Crediting Period10 Jahre: 02.08.2011 – 01.08.2021; im MR zusätzlich erläutert: VCS-Enddatum im Kontext CDM bis 08.03.2022.MR, Section 1.6, p. 4–5
ProjektstatusProjekt im Betrieb; zweite periodische Verifizierung für Monitoringzeitraum 01.12.2019–30.11.2021; Emissionsminderungen als „fairly stated“ bestätigt.MR, Section 1.1, p. 3; Verification Report, Section 5, p. 25
Jährliche EmissionsminderungenFür 01.12.2019–30.11.2021: insgesamt 345.162 tCO₂e (verifiziert; Aufteilung im Verification Report ausgewiesen).Verification Report, Section 5, p. 26
HauptwirkungsmechanismusVerdrängung emissionsintensiver Netzstromerzeugung durch gemessene Einspeisung von Windstrom (Netzmix fossil-dominiert).MR, Section 1.1, p. 3
Monitoring & VerifizierungErfassung der Stromerzeugung/Netzeinspeisung; unabhängige Verifizierung durch akkreditierte VVB inkl. Datenprüfung/Evidenzabgleich.Verification Report, Sections 1.1–1.4, pp. 6–7; Verification Report, Section 4.5, p. 24
ZusätzlichkeitZusätzlichkeit wird im Rahmen der Methodik/Tools adressiert (im MR als referenziertes Tool genannt).MR, Section 1.8, p. 5
Permanenz & RisikomanagementKeine physische Permanenz-Problematik wie bei AFOLU; relevante Risiken liegen v. a. in Mess-/Datenqualität und werden im Verifizierungsprozess adressiert.Verification Report, Sections 4.5–4.6, p. 24
Carbon-Credit-RatingKein externes Carbon-Credit-Rating in den vorliegenden Projektdokumenten ausgewiesen.Projektunterlagen (MR/Verification Report)
Carbon credit rating typeKeine projektbezogene externe Bewertung (z. B. BeZero, Sylvera) in den vorliegenden Projektdokumenten ausgewiesen.
Artikel-6-Autorisierung (Pariser Abkommen)Keine Angabe in den vorliegenden Projektdokumenten.Projektunterlagen (MR/Verification Report)
CCP-Status (ICVCM)Keine Angabe in den vorliegenden Projektdokumenten.Projektunterlagen (MR/Verification Report)
Umgang mit DoppelzählungsrisikenCDM wird offengelegt; für den VCS-Monitoringzeitraum liegt eine Erklärung vor, keine CDM-Credits und keine weiteren Umwelt-Credits (z. B. REC) für denselben Zeitraum zu beanspruchen.MR, Section 1.9–1.10, p. 6
Monitoring-AnsatzAufbereitung der Elektrizitätsdaten gemäß Monitoringplan (stunden-/monats-/jahresbasiert); Verifizierung durch Dokumentenprüfung und Evidenzabgleich.Verification Report, p. 4; Verification Report, Sections 4.4–4.5, pp. 13–24
Projektlaufzeit / LangfristigkeitErwartete technische Betriebsdauer 20 Jahre; Crediting Period 10 Jahre (erneuerbar).MR, Section 1.6, p. 4; PD, Section 1.6, p. 5
Beitrag zur nationalen KlimastrategieBeitrag über Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung und Diversifizierung des Energiemixes; im MR als Nutzen beschrieben (u. a. Vermeidung fossiler Ressourcen und Diversifizierung).MR, Section 1.11, pp. 6–7

Was das Projekt beitragen kann

Hier fassen wir zusammen, was das Projekt tatsächlich erreichen soll und welche praktischen Veränderungen dadurch möglich werden.

  1. 1

    Erneuerbaren Strom im mexikanischen Netz ausbauen

    Oaxaca III bringt Windstrom ins System und speist ihn ins öffentliche Verbundnetz ein. Damit wird erneuerbare Erzeugung als feste Infrastrukturkomponente gestärkt – nicht als Einmalaktion.

  2. 2

    Emissionen im Stromsektor vermeiden

    Die Klimawirkung entsteht über Verdrängung: Jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Windstrom kann rechnerisch Strom aus dem bestehenden Netz-Mix ersetzen. Dadurch werden Emissionen vermieden, die sonst bei konventioneller Stromerzeugung im Netz angefallen wären.

  3. 3

    Strommix diversifizieren und fossile Abhängigkeiten senken

    Mehr Windstrom bedeutet: Der Strommix wird breiter und weniger fossil geprägt. Das Projekt unterstützt damit einen schrittweisen Umbau des Energiesystems – ohne zu behaupten, dass es den Mix allein „umdreht“.

  4. 4

    Regionale Wertschöpfung im Betrieb stärken

    Betrieb und Wartung eines Windparks brauchen laufend Technik, Ersatzteile, Serviceprozesse und Personal. Das sind wiederkehrende, regionale Effekte im Alltag eines Infrastrukturprojekts – ergänzend zur Klimawirkung.

  5. 5

    Messbarkeit und nachvollziehbare Wirkung etablieren

    Die Netzeinspeisung wird erfasst und im Monitoring dokumentiert. Auf dieser Basis werden die Emissionsminderungen nach anerkannter Methodik berechnet und im Standardprozess unabhängig verifiziert – so wird Wirkung nachvollziehbar, nicht nur behauptet.

Globale Klimabedeutung

  • Stromsektor dekarbonisieren – globaler Hebel

    Das Projekt setzt an einem der größten Emissionsblöcke weltweit an: der Stromerzeugung. Jede zusätzliche Kilowattstunde Windstrom im Netz kann rechnerisch konventionelle, emissionsintensive Stromerzeugung ersetzen – und damit Emissionen dort vermeiden, wo sie systemisch entstehen.

  • Klimaschutz im Energiesystem – nicht im Kleinen

    Windenergie wirkt nicht „am Rand“, sondern im Kern des Energiesystems: beim Netzstrom. Das ist global relevant, weil der Umbau der Stromversorgung eine Voraussetzung dafür ist, auch andere Bereiche (Mobilität, Wärme, Industrie) langfristig zu elektrifizieren.

  • Wirkung durch Betrieb über Jahre

    Ein Windpark ist Infrastruktur. Die Klimawirkung entsteht nicht als einmaliger Effekt, sondern durch fortlaufende Stromproduktion und wiederholte Verdrängung im Netz – solange der Windpark läuft und einspeist.

  • Ermöglicht durch Klimafinanzierung

    Der Aufbau und Betrieb großer erneuerbarer Anlagen erfordert Investitionen und verlässliche Erlösmodelle. Klimafinanzierung über den freiwilligen Kohlenstoffmarkt kann dazu beitragen, solche Projekte wirtschaftlich abzusichern und damit den Ausbau erneuerbarer Erzeugung im Netz zu unterstützen.

Sustainable Development Goals (SDGs) - Die relevanten und die ergänzenden Beiträge

Neben der Reduktion von Treibhausgasemissionen trägt das Windenergieprojekt Oaxaca III zur Stärkung der Stromversorgung und zum Ausbau erneuerbarer Erzeugung im mexikanischen Netz bei. Durch die Einspeisung von Windstrom kann rechnerisch konventionelle, emissionsintensive Stromerzeugung verdrängt werden – und so entstehen Emissionsminderungen direkt im Stromsektor. Als Infrastrukturprojekt erzeugt der Windpark außerdem laufende regionale Effekte durch Betrieb und Wartung. Damit unterstützt das Projekt mehrere Ziele der UN-Nachhaltigkeitsagenda (Sustainable Development Goals). Die wichtigsten Beiträge liegen bei SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie) und SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz). Weitere Ziele werden ergänzend oder indirekt unterstützt; einige SDGs gelten als Randbeiträge, die unterstützend wirken, jedoch nicht im Projektkern verankert sind.

  • Das Projekt erzeugt erneuerbaren Strom aus Windkraft und speist ihn ins mexikanische Verbundnetz ein. Damit erweitert es die inländische Erzeugung aus erneuerbaren Quellen und unterstützt eine breitere, sauberere Stromversorgung.

    Beitrag:
    Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung durch netzgekoppelten Windstrom.

  • Die Klimawirkung entsteht durch Verdrängung im Netz: Jede eingespeiste Kilowattstunde Windstrom kann rechnerisch konventionelle, emissionsintensive Stromerzeugung ersetzen. Dadurch werden Treibhausgasemissionen im Stromsektor vermieden.

    Beitrag:
    Reduktion von Treibhausgasemissionen durch erneuerbare Netzeinspeisung und Verdrängung fossiler Erzeugung.

  • Großskalige Windparks sind Energieinfrastruktur. Oaxaca III trägt zur Integration erneuerbarer Erzeugung als „normale“ Komponente im Netz bei und stärkt damit langfristig die Modernisierung der Strominfrastruktur.

    Beitrag:
    Stärkung erneuerbarer Energieinfrastruktur und Unterstützung der Netzintegration.

  • Betrieb, Wartung und Instandhaltung eines Windparks erfordern laufend technische Dienstleistungen und Betriebspersonal. Das sind wiederkehrende regionale Effekte im Betrieb – ergänzend zur Klimawirkung.

    Beitrag:
    Begleitende Beschäftigungseffekte durch Betrieb und technische Wartungsprozesse.

  • Windstrom wird ohne Brennstoffe und ohne Verbrennungsprozesse erzeugt. Das ist eine ressourcenschonendere Form der Stromproduktion – ohne direkten Einfluss auf Konsummuster.

    Beitrag:
    Ressourcenschonendere Stromproduktion ohne Brennstoffeinsatz (indirekter Beitrag).

So entsteht die CO₂-Einsparung

Sauber erzeugter Strom ersetzt fossile Energiequellen. Die dadurch vermiedenen Emissionen lassen sich messen und bilden die Grundlage für CO₂-Zertifikate.

Erneuerbare Energien verändern den Energiemix. Jede Kilowattstunde aus Wind, Sonne oder Wasser sorgt dafür, dass konventionelle Kraftwerke weniger produzieren müssen. 

Je nach Land und Brennstoff fällt dabei eine bestimmte Menge CO₂ pro erzeugter Kilowattstunde an.

Für Projekte wird berechnet, wie hoch dieser fossile Anteil ohne den erneuerbaren Strom gewesen wäre. Die so ermittelte Differenz zeigt, wie viele Emissionen tatsächlich vermieden wurden. Dieser Wert wird geprüft und regelmäßig aktualisiert – und daraus entstehen die CO₂-Zertifikate.

Einordnung und Transparenz

Dieses Windenergieprojekt ist unter dem Verra Verified Carbon Standard (VCS) registriert und wird im Rahmen des Standards regelmäßig überwacht sowie unabhängig verifiziert. Die ausgewiesenen Emissionsminderungen basieren auf geprüften Monitoringberichten und der anerkannten Methodologie ACM0002 zur Berechnung von Emissionen, die durch netzeingespeisten Windstrom gegenüber konventioneller Stromerzeugung im mexikanischen Netz vermieden werden.

Rechtssichere Kompensation 

In Zeiten strengerer Regulatorik ist Klimaschutz keine Frage des guten Willens mehr, sondern der Rechtssicherheit. natureOffice unterstützt Unternehmen dabei, Greenwashing-Risiken zu minimieren und Nachhaltigkeit transparent zu kommunizieren. Alles beginnt mit einer belastbaren Datenbasis: Wir erstellen Ihren Corporate Carbon Footprint (CCF) und Product Carbon Footprint (PCF) nach internationalen Standards. Dies bildet das Fundament für Ihre Nachhaltigkeitsberichte (z. B. nach VSME) und eine rechtssichere Nachhaltigkeitskommunikation.

Ein kritischer Punkt für Unternehmen ist die rechtssichere Kompensation. Durch den Einsatz moderner Wasserkraft-Technologien fördern wir eine emissionsfreie globale Energieinfrastruktur. Diese technologischen Projekte sind ein essenzieller Hebel zur Dekarbonisierung und erfüllen höchste Anforderungen an Zusätzlichkeit und Transparenz – entscheidend, um den Anforderungen der Green Claims Directive gerecht zu werden.

Die Qualität unseres Ansatzes zeigt sich in unserem eigenen PROJECT TOGO. Hier verbinden wir Klimaschutz mit einer sozialen Transformation, die direkt auf 12 von 17  SDGs einzahlen.

Ob durch hochwertige Klimaschutz-Zertifikate oder individuelle Strategien: Wir bieten Lösungen, die technologische Innovation mit sozialem Impact vereinen und Ihr Unternehmen regulatorisch auf die sichere Seite führen.