
Sauberer Netzstrom aus der Karibik – Cumayasa Solar ersetzt Fossil im Mix
Planta Solar Fotovoltaica Cumayasa 1 y 2
Das Projekt Cumayasa 1 y 2 liegt bei km 10 von Cumayasa (Sektion Cumayasa), Gemeinde Villa Hermosa, Provinz La Romana, Dominikanische Republik. Es besteht aus zwei netzgekoppelten Solarparks (Cumayasa 1 und Cumayasa 2) mit zusammen 80 MW AC (entspricht 96 MWp). Cumayasa 1 hat 50 MW (60,04 MWp), Cumayasa 2 30 MW (36,007 MWp). Der erzeugte Solarstrom wird über eine 138-kV-Anbindung und das Umspannwerk Cumayasa in das öffentliche Netz eingespeist.
Durch die Einspeisung von Solarstrom kann rechnerisch Strom aus dem bestehenden Netz-Mix ersetzt werden, der ohne das Projekt weiterhin zu einem Teil aus emissionsintensiver, fossiler Stromerzeugung stammen würde. Genau dort entsteht die Klimawirkung: im Stromsystem – weil die tatsächlich eingespeisten Strommengen gemessen und dokumentiert werden und sich die vermiedenen Emissionen dadurch nachvollziehbar quantifizieren lassen. Die Berechnung erfolgt nach der anerkannten Methodologie ACM0002.
Ein Projekt, das zeigt, wie großskalige Solarenergie dauerhaft zur klimafreundlicheren Stromversorgung beitragen kann – als Infrastruktur im laufenden Betrieb, mit klarer Verdrängungslogik und messbarer Wirkung über die Netzeinspeisung.
Technische Projektdaten – GS 12212
Die wichtigsten Fakten zum Solarprojekt auf einen Blick.
| Parameter | Beschreibung | Quelle |
|---|---|---|
| Projektstandort | km 10 von Cumayasa (Sektion Cumayasa), Gemeinde Villa Hermosa, Provinz La Romana, Dominikanische Republik (Koordinaten/UTM-Polygon dokumentiert). | MR, A.2, pp. 6–8 |
| Projekttyp | Netzgekoppeltes, großskaliges Solar-PV-Projekt (Cumayasa 1 & 2). | FVR, Section 1.3, pp. 8–9 |
| Projektstandard | Gold Standard for the Global Goals (GS4GG). | FVR, Title/Summary, pp. 1–3 |
| Projektentwickler | Project Proponent / Projektträger: EFD Ecoener Fotovoltaica Dominicana, S.R.L. | MR, Key Project Information, p. 2 |
| Technologie / Ansatz | Zwei Solarparks (Cumayasa 1: 50 MW AC / 60,04 MWp; Cumayasa 2: 30 MW AC / 36,007 MWp), Netzeinspeisung über Umspannwerk Cumayasa und 138-kV-Anbindung/Interconnection Line. | MR, B.1, pp. 12–13 |
| Baseline-Szenario | Ohne Projekt: Strombereitstellung über das nationale Verbundnetz (SENI); Strom wäre sonst weiterhin u. a. aus fossil befeuerten Kraftwerken erzeugt worden. | MR, project description/baseline context, p. 5 |
| Methodologie | ACM0002 – Grid-connected electricity generation from renewable sources, Version 21.0.0. | MR, A.3, p. 11 |
| Projektbeginn | Start der kommerziellen Stromlieferung / Start der Crediting Period: 06.09.2023. | MR, Table 3 (milestones), p. 5 |
| Crediting Period | 06.09.2023 – 05.09.2028 (renewable crediting period, 5 Jahre). | MR, A.4, p. 11 |
| Projektstatus | Im Betrieb; 1. Verifizierung für Monitoringzeitraum 06.09.2023–31.03.2024 abgeschlossen (Issuance wird auf Basis verifizierter Daten beantragt). | FVR, Title/Summary, pp. 1–4 |
| Jährliche Emissionsminderungen | Emissionsminderungen werden auf Basis der gemessenen Netzeinspeisung berechnet; für den 1. Monitoringzeitraum wurden 69.330 tCO₂e verifiziert. | FVR, Verification Summary, pp. 3–4 |
| Hauptwirkungsmechanismus | Verdrängung emissionsintensiver Netzstromerzeugung durch gemessene Einspeisung von Solarstrom ins Verbundnetz (rechnerische Substitution im Netz-Mix). | MR, baseline/project description, p. 5 |
| Monitoring & Verifizierung | Kontinuierliche Messung (Zähler/SCADA) und Dokumentation der Netzeinspeisung; unabhängige Verifizierung inkl. Desk Review & On-site Audit. | FVR, Scope/Summary, pp. 3–4 & 16 |
| Zusätzlichkeit | Im Methodik- und Tool-Rahmen adressiert (u. a. Tool for the demonstration and assessment of additionality, v07.0.0). | FVR, Summary (tools), p. 2 |
| Permanenz & Risikomanagement | Keine physische Permanenz-Thematik wie bei AFOLU; relevante Risiken liegen v. a. in Mess-/Datenqualität; Zähler werden regelmäßig (alle 2 Jahre) kalibriert/verifiziert. | MR, metering/QA info, pp. 17–18 |
| Carbon-Credit-Rating | Kein externes Carbon-Credit-Rating (BeZero/Sylvera etc.) ausgewiesen. | Projektunterlagen |
| Carbon credit rating type | Keine projektbezogene externe Bewertung ausgewiesen. | – |
| Artikel-6-Autorisierung (Pariser Abkommen) | Keine Angabe in den vorliegenden Unterlagen. | Projektunterlagen |
| CCP-Status (ICVCM) | Keine Angabe in den vorliegenden Unterlagen. | Projektunterlagen |
| Umgang mit Doppelzählungsrisiken | Aussage, dass das Projekt nicht unter einem anderen Carbon Standard registriert ist; keine parallele Beanspruchung für denselben Zeitraum. | MR, project statement, p. 5 |
| Monitoring-Ansatz | Kontinuierliche Datenerfassung (stunden-/tagesbasiert über Monitoring-/SCADA-Systeme); Archivierung der Monitoringdaten bis 2 Jahre nach Ende der Crediting Period. | MR, data collection & archiving, p. 18 |
| Projektlaufzeit / Langfristigkeit | Erwartete technische Betriebsdauer: 25 Jahre; Crediting Period: 5 Jahre (renewable). | MR, A.1/B.1, pp. 4–5 |
| Beitrag zur nationalen Klimastrategie | Beitrag über Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung, Verringerung der Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern und Stärkung der Versorgungssicherheit. | MR, project context, p. 5 |
Was das Projekt beitragen kann
Hier fassen wir zusammen, was das Projekt tatsächlich erreichen soll und welche praktischen Veränderungen dadurch möglich werden.
- 1
Erneuerbaren Strom in der Region bereitstellen
Cumayasa 1 & 2 erzeugt Solarstrom und speist ihn in das öffentliche Netz der Dominikanischen Republik ein. Damit entsteht zusätzliche erneuerbare Erzeugungskapazität – dort, wo Strom tatsächlich gebraucht wird.
- 2
Fossile Stromerzeugung im Netz ersetzen
Jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom kann rechnerisch Strom aus dem bestehenden Netz-Mix ersetzen. So werden Emissionen im Stromsektor vermieden – nicht im Labor, sondern im laufenden Systembetrieb.
- 3
Versorgungssicherheit und lokale Strominfrastruktur stärken
Als großskalige Anlage erhöht das Projekt die verfügbare Erzeugungskapazität im System. Das unterstützt eine stabilere Stromversorgung – gerade in einem Energiesystem, das bisher stark von konventioneller Erzeugung geprägt ist.
- 4
Erneuerbare Energie langfristig verankern
Solarenergie ist eine etablierte, langlebige Technologie. Das Projekt zeigt, wie erneuerbare Stromerzeugung dauerhaft in ein nationales Stromsystem integriert werden kann – ohne Brennstoffe, ohne Verbrennung, mit klarer Netzeinspeisung.
- 5
Dauerhafte Klimawirkung ermöglichen
Die Anlage ist auf Langzeitbetrieb ausgelegt. Über viele Jahre hinweg kann sie kontinuierlich erneuerbaren Strom liefern und dadurch Emissionen im Stromsektor vermeiden – als wiederkehrender Effekt, nicht als Einmalevent.
Globale Klimabedeutung
Erneuerbaren Strom erzeugen, Emissionen senken
Cumayasa 1 & 2 erzeugt Solarstrom ohne Brennstoffe und speist ihn ins öffentliche Netz ein. Dadurch kann rechnerisch konventionelle, emissionsintensive Stromerzeugung im Netz ersetzt werden – die Klimawirkung entsteht direkt im Stromsystem, messbar über die Netzeinspeisung.
Klimawirkung im Energiesektor
Der Stromsektor gehört weltweit zu den größten Emissionsquellen. Jede zusätzliche Kilowattstunde erneuerbarer Solarenergie hilft dabei, den fossilen Anteil im Strommix zu senken und den Umbau der Energieversorgung voranzubringen.
Langfristige Emissionsvermeidung
Solarparks sind Infrastruktur. Solange die Anlage Strom liefert, entsteht der Effekt immer wieder neu: kontinuierliche Einspeisung erneuerbarer Energie – und damit fortlaufende Vermeidung von Emissionen, die sonst im Netz angefallen wären.
Zusätzlich durch Klimafinanzierung
Erlöse aus dem Klimaschutzmarkt können Investition und Betrieb erneuerbarer Projekte wirtschaftlich absichern. Das kann dazu beitragen, dass zusätzliche erneuerbare Erzeugungskapazität früher und verlässlicher bereitsteht, als es ohne diese Unterstützung möglich wäre.
Sustainable Development Goals (SDGs) - Die relevanten und die ergänzenden Beiträge
Neben der Reduktion von Treibhausgasemissionen trägt das Solarprojekt Cumayasa 1 & 2 zur Stärkung der Stromversorgung in der Dominikanischen Republik bei: Es bringt zusätzliche erneuerbare Erzeugungskapazität ins Netz und kann rechnerisch emissionsintensive Stromerzeugung im Strommix ersetzen. Als Infrastrukturprojekt entstehen zudem begleitende regionale Effekte durch Bau, Betrieb und Wartung der Anlagen. Damit unterstützt das Projekt mehrere Ziele der UN-Nachhaltigkeitsagenda (Sustainable Development Goals). Die wichtigsten Beiträge liegen bei SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie) und SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz). Weitere Ziele werden ergänzend oder indirekt unterstützt; einige SDGs gelten als Randbeiträge, die unterstützend wirken, jedoch nicht im Projektkern verankert sind.
Das Projekt erzeugt erneuerbaren Solarstrom und speist ihn in das öffentliche Netz der Dominikanischen Republik ein. Dadurch wird saubere Energie in einem Energiesystem bereitgestellt, das ohne solche Projekte stärker von konventioneller Erzeugung abhängig wäre.
Beitrag: Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung und Unterstützung der Versorgungssicherheit.Durch die Einspeisung von Solarstrom kann rechnerisch emissionsintensive Stromerzeugung im Netz ersetzt werden. Die Emissionsminderungen entstehen direkt im Stromsektor und sind über die gemessene Netzeinspeisung nachvollziehbar dokumentiert.
Beitrag: Reduktion von Treibhausgasemissionen durch erneuerbare Stromproduktion.Bau, Betrieb und Wartung der Anlage erfordern technische Dienstleistungen, Wartungsprozesse und Betriebspersonal. Das schafft regionale Beschäftigungseffekte – ohne dass dies der Kernzweck des Projekts ist.
Beitrag: Temporäre Arbeitsplätze in der Bauphase sowie wiederkehrende Beschäftigung im Betrieb und Service.Großskalige Solarparks sind Energieinfrastruktur. Das Projekt unterstützt die langfristige Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz und stärkt damit den Ausbau moderner Stromerzeugungskapazitäten.
Beitrag: Stärkung der Energieinfrastruktur und Unterstützung der Netzintegration erneuerbarer Erzeugung.Solarstrom wird ohne Brennstoffe und ohne Verbrennungsprozesse erzeugt. Damit entfällt eine ressourcenintensive Brennstoffkette; der Beitrag bleibt indirekt, weil kein unmittelbarer Einfluss auf Konsumverhalten besteht.
Beitrag: Ressourcenschonendere Form der Energieproduktion ohne Brennstoffeinsatz.
So entsteht die CO₂-Einsparung
Sauber erzeugter Strom ersetzt fossile Energiequellen. Die dadurch vermiedenen Emissionen lassen sich messen und bilden die Grundlage für CO₂-Zertifikate.
Erneuerbare Energien verändern den Energiemix. Jede Kilowattstunde aus Wind, Sonne oder Wasser sorgt dafür, dass konventionelle Kraftwerke weniger produzieren müssen.
Je nach Land und Brennstoff fällt dabei eine bestimmte Menge CO₂ pro erzeugter Kilowattstunde an.
Für Projekte wird berechnet, wie hoch dieser fossile Anteil ohne den erneuerbaren Strom gewesen wäre. Die so ermittelte Differenz zeigt, wie viele Emissionen tatsächlich vermieden wurden. Dieser Wert wird geprüft und regelmäßig aktualisiert – und daraus entstehen die CO₂-Zertifikate.
Einordnung und Transparenz
Dieses Solarprojekt ist unter dem Gold Standard Gold Standard for the Global Goals (GS4GG) registriert und wird im Rahmen des Standards regelmäßig überwacht sowie unabhängig verifiziert. Die ausgewiesenen Emissionsminderungen basieren auf geprüften Monitoringberichten und der anerkannten Methodologie ACM0002 zur Berechnung von Emissionen, die durch netzeingespeisten Solarstrom gegenüber konventioneller Stromerzeugung im Netz vermieden werden.
Rechtssichere Kompensation
In Zeiten strengerer Regulatorik ist Klimaschutz keine Frage des guten Willens mehr, sondern der Rechtssicherheit. natureOffice unterstützt Unternehmen dabei, Greenwashing-Risiken zu minimieren und Nachhaltigkeit transparent zu kommunizieren. Alles beginnt mit einer belastbaren Datenbasis: Wir erstellen Ihren Corporate Carbon Footprint (CCF) und Product Carbon Footprint (PCF) nach internationalen Standards. Dies bildet das Fundament für Ihre Nachhaltigkeitsberichte (z. B. nach VSME) und eine rechtssichere Nachhaltigkeitskommunikation.
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