Solarenergie statt Kohle – erneuerbarer Strom aus Rajasthan
300 MW Solar PV Plant at Bhadla, Rajasthan, Indien
Das Solarprojekt in Rajasthan stärkt die Stromversorgung dort, wo der Energiebedarf stetig wächst. In der Wüstenregion von Bhadla erzeugt eine großflächige Solaranlage erneuerbaren Strom und speist ihn direkt in das indische Stromnetz ein.
Der Solarstrom ersetzt Energie aus fossilen Kraftwerken, reduziert Emissionen und trägt dazu bei, den stark kohleabhängigen Strommix zu entlasten. So werden jedes Jahr erhebliche Mengen Treibhausgase vermieden.
Ein Projekt, das zeigt, wie großskalige Solarenergie Klimaschutz und Versorgungssicherheit verbindet – zuverlässig, effizient und mit messbarer Wirkung.
Technische Projektdaten – (GS7726)
Die wichtigsten Fakten zum Solarporjekt auf einen Blick.
| Parameter | Beschreibung | Quelle |
|---|---|---|
| Projektstandort | Bhadla Solar Park, Distrikt Jodhpur, Rajasthan, Indien | Project Design Document (PDD), Kapitel A.2, Seite 12–13 |
| Projekttyp | Großskalige, netzgekoppelte Solarstromerzeugung (Utility-Scale Solar Power Plant) | PDD, Kapitel A.1, Seite 9 |
| Projektstandard | Gold Standard for the Global Goals (GS4GG) | Gold Standard Registry; Validation Report, Seite 1–2 |
| Installierte Leistung | 300 MW Solarenergie | PDD, Project Overview, Seite 9 |
| Technologie | Solarenergie (Photovoltaik-Kraftwerk) | PDD, Technology Description, Seite 14–15 |
| Netzanbindung | Einspeisung in das öffentliche indische Stromnetz (Unified Indian Grid) | PDD, Kapitel A.4, Seite 18 |
| Methodologie | ACM0002 – Grid-connected electricity generation from renewable sources (Version gemäß GS) | Verification Report, Seite 2 |
| Projektbeginn | Projektaktivitäten vor Beginn der ersten Kreditierungsperiode | PDD, Kapitel A.1, Seite 9 |
| Crediting Period | Aktive Kreditierungsperiode gemäß Gold Standard; erneuerbar | PDD, Kapitel A.4, Seite 19 |
| Projektstatus | Registriertes und verifiziertes Gold-Standard-Projekt, aktiv | Verification Report, Seite 1–2 |
| Jährliche Stromerzeugung | Dokumentiert für den Monitoringzeitraum: 900.443,59 MWh | Verification Report (Monitoring Period 01.08.2021–31.10.2022), Seite 3 |
| Jährliche Emissionsminderungen | 841.554 tCO₂e im dokumentierten Monitoringzeitraum | Verification Report, Seite 3 |
| Hauptwirkungsmechanismus | Verdrängung fossiler Stromerzeugung im indischen Netz durch Solarstrom | PDD, Impact Section, Seite 22–23 |
| Monitoring & Verifizierung | Regelmäßiges Monitoring der Stromerzeugung und unabhängige Verifizierung | Monitoring Report & Verification Report, Seite 1–3 |
| Zusätzlichkeit | Projektumsetzung wirtschaftlich unterstützt durch Erlöse aus dem Klimaschutzmarkt | PDD, Additionality Section, Seite 24–26 |
| Carbon-Credit-Rating | Derzeit kein externes, unabhängiges Carbon-Credit-Rating durch spezialisierte Agenturen veröffentlicht. | – |
| Carbon-Credit-Rating-Typ | Keine projektbezogene externe Klassifizierung ausgewiesen; keine zusätzlichen Ratings dokumentiert. | – |
| Artikel-6-Autorisation (Pariser Abkommen) | Keine Autorisierung gemäß Artikel 6 des Pariser Abkommens ausgewiesen. | Gold Standard Registry |
| CCP-Status (ICVCM) | Derzeit keine Klassifizierung nach den Core Carbon Principles (CCP) des ICVCM veröffentlicht; eine entsprechende Einstufung ist nicht ersichtlich. | ICVCM (Status Projekt nicht gelistet) |
| Umgang mit Doppelzählungsrisiken | Emissionsminderungen werden eindeutig dem Projekt zugeordnet und im Gold Standard Registry registriert; jede Tonne wird nur einmal vergeben. | Gold Standard Rules / Registry |
| Langfristigkeit der Emissionsminderung | Emissionsminderungen entstehen dauerhaft über die technische Lebensdauer der Solaranlage durch kontinuierliche Einspeisung von Solarstrom in das öffentliche Netz. | Project Description & Monitoringdaten |
| Risikomanagement & Absicherung | Technische Standards, Wartungs- und Betriebspläne sowie regulatorische Vorgaben gemäß Gold Standard sorgen für eine robuste Projektausführung und Risikoabsicherung. | Project Documentation |
Was das Projekt beitragen kann
Hier fassen wir zusammen, was das Projekt tatsächlich erreichen soll und welche praktischen Veränderungen dadurch möglich werden.
- 1
Erneuerbaren Strom statt fossiler Energie erzeugen
Das Solarprojekt in Rajasthan, Indien, erzeugt großflächig Strom aus Sonnenenergie und speist ihn in das öffentliche Stromnetz ein. Dadurch wird Strom ersetzt, der andernfalls überwiegend aus kohlebasierten Kraftwerken stammen würde. Ein messbarer Beitrag zur Emissionsminderung in einem stark fossil geprägten Energiesystem.
- 2
Stromversorgung langfristig stärken
Mit einer installierten Leistung von 300 MW trägt das Projekt zur Stabilisierung der regionalen Stromversorgung bei. Gerade in einer Region mit wachsendem Energiebedarf schafft der Solarpark zusätzliche Erzeugungskapazitäten, die zuverlässig und langfristig wirken.
- 3
Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen
Das Projekt ist Teil des großskaligen Ausbaus von Solarenergie in Indien. Es zeigt, wie utility-scale-Solarparks fossile Stromerzeugung schrittweise ersetzen und erneuerbare Energien dauerhaft im Strommix verankert werden können.
- 4
Umweltbelastungen reduzieren
Solarstrom wird ohne Brennstoffe, Verbrennungsprozesse oder Wasserverbrauch für Kühlung erzeugt. Im Vergleich zu fossilen Kraftwerken entfallen Emissionen wie CO₂, Feinstaub und andere Luftschadstoffe. Das Projekt trägt damit zu geringeren Umweltbelastungen und besserer Luftqualität bei.
- 5
Klimaschutz messbar umsetzen
Die erzeugte Strommenge und die daraus resultierenden Emissionsminderungen werden regelmäßig überwacht und verifiziert. So entsteht Klimaschutz mit klar nachvollziehbarer Wirkung – transparent, überprüfbar und langfristig angelegt.
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Globale Klimabedeutung
Emissionsminderung
Durch die Erzeugung von Solarstrom werden jedes Jahr erhebliche Mengen Treibhausgase vermieden. Die Emissionsminderung entsteht direkt dadurch, dass erneuerbarer Strom fossile Stromerzeugung im indischen Netz ersetzt. Ein messbarer Beitrag zur Reduktion von Emissionen in einem der weltweit CO₂-intensivsten Strommärkte.
Fossilersatz im Strommix
Der erzeugte Solarstrom wird vollständig in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Ohne das Projekt würde diese Strommenge überwiegend aus kohlebasierten Kraftwerken stammen. Damit trägt das Projekt zur Verdrängung fossiler Grundlast bei und reduziert langfristig die Abhängigkeit vom Kohlesekt
Ressourcenschonende Stromerzeugung
Solarstrom kommt ohne Brennstoffe, Verbrennungsprozesse oder Wasserverbrauch für Kühlung aus. Im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken entstehen keine Abgase, kein Feinstaub und keine Abbau- oder Transportemissionen. Das Projekt zeigt, wie emissionsarme Stromerzeugung mit geringen Umweltfolgen umgesetzt werden kann.
Zusätzlichkeit
Die Umsetzung eines Solarprojekts dieser Größenordnung wäre ohne Einnahmen aus dem Klimaschutzmarkt wirtschaftlich weniger attraktiv gewesen. Erlöse aus CO₂-Zertifikaten unterstützen Investitionen in Bau, Betrieb und langfristiges Monitoring. Ohne diese Klimafinanzierung wäre das Projekt später, kleiner oder möglicherweise nicht realisiert worden.
Sustainable Development Goals (SDGs) - Die relevanten und die ergänzenden Beiträge
Neben der Reduktion von Treibhausgasemissionen erzeugt das Solarprojekt in Rajasthan weitere positive Effekte für Energieversorgung, Umwelt und wirtschaftliche Entwicklung. Damit unterstützt das Projekt ein Engagement im Sinne der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals). Die wichtigsten Beiträge liegen bei SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie) und SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz). Weitere Ziele werden sekundär oder ergänzend unterstützt. Einige SDGs gelten als Randbeiträge, die eher indirekt wirken.
Das Projekt erzeugt erneuerbaren Strom aus Solarenergie und speist ihn in das öffentliche indische Stromnetz ein. Dadurch wird saubere Energie in einem Stromsystem bereitgestellt, das bislang stark von fossilen Energieträgern geprägt ist.
Beitrag: Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung und Stärkung eines klimafreundlicheren Energiemixes.Durch die Verdrängung fossiler Stromerzeugung werden jedes Jahr erhebliche Mengen CO₂e vermieden. Das Projekt leistet damit einen messbaren Beitrag zur Emissionsminderung im Energiesektor.
Beitrag: Reduktion von Treibhausgasemissionen durch erneuerbare Stromerzeugung.Der Bau, Betrieb und die Wartung des Solarparks schaffen Arbeitsplätze und stärken regionale Dienstleistungs- und Lieferketten.
Beitrag: Temporäre Beschäftigung während der Bauphase sowie dauerhafte Arbeitsplätze im Betrieb.Großskalige Solarprojekte wie dieses tragen zum Ausbau moderner Energieinfrastruktur bei und fördern den Einsatz innovativer Technologien im Stromsektor.
Beitrag: Stärkung der Energieinfrastruktur und Integration erneuerbarer Erzeugung ins Stromnetz.Die Stromerzeugung erfolgt ohne Brennstoffe, Verbrennung oder Ressourcenabbau wie bei fossilen Kraftwerken.
Beitrag: Ressourcenschonendere Form der Energieproduktion, jedoch ohne direkten Einfluss auf Konsummuster.Eine stabilere Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen kann indirekt zur Versorgungssicherheit von Haushalten und Betrieben beitragen.
Beitrag: Unterstützend, jedoch kein unmittelbarer städtischer Entwicklungsansatz.
So entsteht die CO₂-Einsparung
Sauber erzeugter Strom ersetzt fossile Energiequellen. Die dadurch vermiedenen Emissionen lassen sich messen und bilden die Grundlage für CO₂-Zertifikate.
Erneuerbare Energien verändern den Energiemix. Jede Kilowattstunde aus Wind, Sonne oder Wasser sorgt dafür, dass konventionelle Kraftwerke weniger produzieren müssen.
Je nach Land und Brennstoff fällt dabei eine bestimmte Menge CO₂ pro erzeugter Kilowattstunde an.
Für Projekte wird berechnet, wie hoch dieser fossile Anteil ohne den erneuerbaren Strom gewesen wäre. Die so ermittelte Differenz zeigt, wie viele Emissionen tatsächlich vermieden wurden. Dieser Wert wird geprüft und regelmäßig aktualisiert – und daraus entstehen die CO₂-Zertifikate.
Einordnung und Transparenz
Dieses Solarprojekt ist nach dem Gold Standard for the Global Goals registriert und wird regelmäßig überwacht und verifiziert. Die ausgewiesenen Emissionsminderungen basieren auf geprüften Monitoringberichten sowie anerkannten Methoden zur Berechnung von Treibhausgasreduktionen im Energiesektor.
Das Projekt steht exemplarisch für Klimaschutzmaßnahmen im Stromsektor, die erneuerbare Energieerzeugung mit messbarer Emissionsminderung verbinden und transparent, nachvollziehbar sowie langfristig angelegt sind.