
18 MW Singatalur-Huligudda Mini Hydel Project, Karnataka, India
Mini-Hydel am Tungabhadra
Das Projekt nutzt die Wasserkraft des Tungabhadra an der Singatalur-Barrage. Geplant sind vier Generatoren mit je 4,5 MW und ein einfacher Fallhöhenbereich von bis zu 11 m. Der Strom geht über GESCOM in das Netz von KPTCL (Southern Regional Grid). Netto sollen jährlich rund 52.340 MWh eingespeist werden.
Projektziele
Strom aus Wasserkraft
Ziel ist es, mit verfügbarer Wasserkraft Strom zu erzeugen und in das öffentliche Netz zu liefern. Die Anlage befindet sich am Fuß der bestehenden Singatalur-Barrage und führt das Wasser nach der Stromerzeugung in den Fluss zurück. So ersetzt das Projekt fossilen Netzstrom. Erwartet werden durchschnittlich 45.049 tCO2e Emissionsminderungen pro Jahr.
Technische Details
| Technologie | Verfahren | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Wasserkraft (Mini-Hydel) | Stromerzeugung am Barrage-Fuß (saisonales Schema) | 18 MW (4 x 4,5 MW); max. Kopf 11 m; erwarteter PLF 34 % |
| Turbinen/Generatoren | 4 x „S“-Typ Kaplan; Synchrongeneratoren | Designabfluss 54,51 m³/s; Rated Head 10,03 m; 11 kV; 750 rpm; 95 % Wirkungsgrad; 50 Hz |
| Netzanbindung | Umspannung und Leitung | 11 kV auf 66 kV; 7,6 km Doppelstromkreis (LILO) zur Leitung Itagi–Hirehadagali; Einspeisung an GESCOM/KPTCL |
| Energieerzeugung | Jahresarbeit | 52.870 MWh brutto; 1 % Eigenbedarf (530 MWh); 52.340 MWh Netzeinspeisung |
| Methodik/Emissionsfaktor | ACM0002; Combined Margin | Ex-ante CM 0,860 tCO2/MWh; erwartete Minderung 45.049 tCO2e/Jahr |
| Messung/Monitoring | Haupt-/Check-Meter; Aux-Meter | Export/Import Klasse 0,2; Aux Klasse 1,0; monatliche Joint Meter Reading; Datenarchiv über den Kreditierungszeitraum |
Wirtschaftliche und soziale Vorteile
- 1
Beschäftigung
In der Bauphase entstehen rund 300 Arbeitsplätze, im Betrieb etwa 25 dauerhafte Stellen.
- 2
Wirtschaft vor Ort
Investitionen von ca. 670,54 Mio. INR fließen in die Region und unterstützen indirekt lokale Infrastruktur wie Straßen, Schulen und Basisversorgung.
- 3
Umweltmaßnahmen
Für Bodenschutz sind 300.000 INR vorgesehen, für Begrünung/Arborikultur 500.000 INR und für Pflege von Umwelt und Ökologie 1.000.000 INR.
- 4
Netzeinspeisung
Der erzeugte Strom (netto ca. 52.340 MWh/Jahr) wird an GESCOM geliefert und in das KPTCL‑Netz eingespeist.
Globale Klimabedeutung
Emissionsminderung
Durch die Einspeisung erneuerbarer Energie werden im Durchschnitt 45.049 tCO2e pro Jahr vermieden (Netzeinspeisung x 0,860 tCO2/MWh).
Fossilersatz
Ohne das Projekt würde die gleiche Strommenge im südlichen Netz durch bestehende und neue fossile Kraftwerke erzeugt.
Bestehender Stauraum
Die Anlage nutzt eine bestehende Barrage ohne Änderung des Speichervolumens; projekt- und Leakage‑Emissionen sind gemäß Methodik nicht anzusetzen.
Verlässliche Faktoren
Der Emissionsfaktor (Combined Margin) ist ex‑ante festgelegt und basiert auf CEA-Daten.
Fazit
Das Singatalur‑Huligudda‑Projekt speist verlässlich Wasserkraftstrom in das südindische Netz ein. Es ersetzt fossile Erzeugung und erzielt laut Unterlagen messbare CO2‑Minderungen. Die Umsetzung stützt sich auf ACM0002 und ein klares Monitoring.