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Top-down view of thousands of supermarket products, symbolizing 45,000 supplier requests and the shift of carbon footprints (PCF) into core purchasing decisions.
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45.000 Lieferanten, eine Entwicklung: CO₂-Daten kommen im Einkauf an

29.03.26Lesezeit:

CO₂-Daten waren lange etwas für Berichte. Zahlen, die man einmal im Jahr zusammenträgt und dann wieder aus dem Blick verliert. Im Einkauf haben sie kaum eine Rolle gespielt. Es ging um Preis, Qualität, Lieferzeit. Inzwischen tauchen sie an anderen Stellen auf. Nicht als große Anforderung, sondern eher nebenbei. In Angeboten, in Rückfragen, manchmal einfach als kurzer Zusatz. 2025 wurden rund 45.000 Lieferanten gebeten, ihre Emissionsdaten offenzulegen. Das passiert nicht ohne Grund. Die Daten werden gebraucht – nicht für Berichte, sondern für Entscheidungen. Und genau an dieser Stelle verändert sich gerade mehr, als es auf den ersten Blick wirkt.

Was sich im Einkauf gerade verschiebt

und warum CO₂-Daten dort auftauchen, wo Entscheidungen getroffen werden:

Was sich dabei verändert hat, lässt sich schwer an einem einzelnen Punkt festmachen. Es ist kein klarer Schnitt, eher eine langsame Verschiebung im Hintergrund. Unternehmen werden heute häufiger gebeten, ihre Emissionen offenzulegen – nicht nur auf Unternehmensebene, sondern zunehmend auch bezogen auf konkrete Produkte oder Leistungen.

Im Supply-Chain-Programm von CDP – einer internationalen Organisation, die Unternehmen bei der Offenlegung von Umwelt- und Klimadaten unterstützt – wurden 2025 rund 45.000 Lieferanten zur Bereitstellung von Emissionsdaten angefragt. Das ist längst kein Spezialthema mehr, sondern Teil ganz normaler Einkaufsprozesse. Dabei geht es selten um große Grundsatzfragen. Im Alltag stehen eher praktische Dinge im Vordergrund: Lassen sich Angebote vergleichen? Sind Risiken abschätzbar? Und sind die Angaben belastbar genug, um darauf Entscheidungen zu treffen?
 

Zum Hintergrund - Wer oder was ist CDP?

CDP ist eine internationale Organisation, die Umwelt- und Klimadaten von Unternehmen sammelt und für Investoren sowie Einkaufsorganisationen auswertbar macht. Das Supply-Chain-Programm wird von hunderten großen Unternehmen genutzt, um Emissionsdaten ihrer Lieferanten strukturiert abzufragen.

Wo das Thema im Geschäft ankommt

und was das im Geschäft konkret bedeutet:

Damit rückt das Thema automatisch näher an das Geschäft heran. Es bleibt nicht auf der Ebene von Strategien oder Berichten, sondern landet dort, wo entschieden wird: im Angebot, im Produktdatenblatt, bei der Auswahl von Lieferanten. Nicht immer verpflichtend. Aber immer öfter erwartet.

Viele Unternehmen sind darauf nicht unvorbereitet. Es gibt erste Zahlen, erste Berechnungen und meist auch ein gutes Gefühl dafür, wo Emissionen entstehen. Im Detail zeigt sich dann aber oft etwas anderes. Die Daten liegen an verschiedenen Stellen. Die Berechnung funktioniert grundsätzlich, aber nicht immer nach derselben Logik. Und wenn ein Ergebnis noch einmal gebraucht wird, beginnt man häufig wieder von vorn. Intern fällt das selten stark ins Gewicht. Im Austausch mit anderen dagegen schon.
 

Typische Stellen, an denen CO₂-Daten auftauchen

➜ als Zusatzinformation im Angebot
➜ im Produktdatenblatt oder in technischen Spezifikationen
➜ in Rückfragen von Kunden oder Einkaufsteams
➜ bei der Bewertung und Auswahl von Lieferanten
➜ in Ausschreibungen und Vergabeunterlagen
➜ bei Freigabeprozessen für neue Produkte oder Materialien
➜ in Kundenanforderungen entlang der Lieferkette
➜ bei der Vorbereitung von Audits oder Nachhaltigkeitsabfragen

Woran es am Ende wirklich hängt

Im Einkauf stellt kaum jemand infrage, ob CO₂ berechnet werden kann.

Entscheidend ist eher, wie gut sich die Zahlen einordnen lassen. Ist klar, wie sie zustande kommen? Lassen sie sich vergleichen? Kommt man beim nächsten Produkt zum gleichen Ansatz? Wenn das passt, wird es unkompliziert. Wenn nicht, wird es schnell mühsam.

Was daraus entsteht, ist weniger eine technische als eine strukturelle Aufgabe. CO₂-Daten funktionieren im Geschäft dann gut, wenn sie ähnlich behandelt werden wie andere Produktinformationen auch.

Mit klaren Annahmen.
Mit festen Systemgrenzen.
Und mit einer Logik, die sich wiederholen lässt.

Nicht perfekt. Aber verlässlich.
 

Was sich daraus ergibt
CO₂-Daten werden immer häufiger Teil von Anfragen, Angeboten und Entscheidungen. Nicht immer als klar formulierte Pflicht.
Aber oft sind sie als Erwartung schon mit dabei. Und genau dort entscheidet sich, wie gut man damit umgehen kann. Ob Daten strukturiert vorliegen. Ob sie nachvollziehbar sind. Und ob sie sich ohne großen Aufwand wieder bereitstellen lassen.

Viele Unternehmen haben dafür bereits eine gute Grundlage.
Was oft fehlt, ist weniger das Wissen –
sondern eine Struktur, die im Alltag funktioniert.

Und genau da lohnt sich ein genauer Blick
➜ Wie lassen sich CO₂-Daten so aufbereiten, dass sie im Angebot direkt nutzbar sind?
➜ Wie entstehen Werte, die sich vergleichen lassen?
➜ Und wie bleibt der Aufwand dabei überschaubar?

Machen Sie Ihren PCF zum Standard.

Wenn Sie das für Ihre Produkte sauber aufsetzen möchten, sprechen Sie uns gern an.

Product Carbon Footprint (PCF): CO₂-Daten für Produkte nutzbar machen

CO₂-Daten auf Produktebene werden zunehmend Teil von Angeboten, Produktinformationen und Lieferkettenanforderungen. Der Product Carbon Footprint (PCF) beschreibt die Emissionen eines Produkts entlang definierter Systemgrenzen und bildet die Grundlage für vergleichbare und belastbare Angaben. Für viele Unternehmen – etwa in der Kunststoffverarbeitung, im Spritzguss, bei Verpackungen und Folien, in der Metallverarbeitung oder bei Bauprodukten – geht es dabei längst nicht mehr nur um die Berechnung einer CO₂-Bilanz. Entscheidend ist, wie produktbezogene Emissionsdaten im Geschäft eingesetzt werden können. Ein strukturierter Product Carbon Footprint sorgt dafür, dass CO₂-Daten nachvollziehbar, konsistent und wiederholbar vorliegen. So lassen sich Emissionswerte in Angebote integrieren, zwischen Produkten vergleichen und entlang der Lieferkette bereitstellen.

natureOffice unterstützt Unternehmen dabei, Ihre Product Carbon Footprints zu berechnen und so aufzubauen, dass CO₂-Daten nicht nur vorliegen, sondern im Geschäft funktionieren.