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Straßenszene in Togo mit Fahrzeug des Internationalen Roten Kreuzes, Motorradfahrer und Verkaufsstand – als Bild für globale Zusammenhänge, Lieferketten und unternehmerische Verantwortung.
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Krieg, KI, Krise, Kosten – und dann noch CO₂

26.05.26Lesezeit:

Zwischen Kosten, Krisen und Kundendruck wirkt Nachhaltigkeit oft wie noch ein Thema. Dabei wird gerade die CO₂-Bilanz zum Standard - ganz ohne Begeisterungspflicht.

Krieg in der Ukraine. Krieg im Nahen Osten. Unsicherheit im Roten Meer. Hormus als Wort, das früher kaum jemand im Mittelstand benutzt hat und heute plötzlich mit Energiepreisen zu tun hat. Der IMF beschreibt Energiepreise, Lieferketten und Finanzmärkte als zentrale Übertragungskanäle des Nahost-Konflikts. UNCTAD weist darauf hin, wie empfindlich globale Handelswege auf Störungen an maritimen Engpässen reagieren.

China. Taiwan. USA. Zölle. Sanktionen. Gegensanktionen. Lieferketten, die eigentlich robuster werden sollten und trotzdem wieder irgendwo hängen.

Energiepreise. Strompreise. Gaspreise. Netzentgelte. CO₂-Preis. Diesel. Maut. Transportkosten. Materialkosten. Lohnkosten. Sozialabgaben. Mieten. Zinsen. Versicherungen. Software-Abos, die früher 49 Euro gekostet haben und jetzt „Enterprise Pricing“ heißen.

Fachkräftemangel. Oder kein Fachkräftemangel, weil gerade keiner einstellt. Oder Fachkräftemangel in genau der einen Stelle, die man dringend bräuchte. Buchhaltung. IT. Vertrieb. Maschinenführer. Projektleitung. Energiebeauftragter. Nachhaltigkeit bitte auch noch, aber nur nebenbei.

KI. ChatGPT. Copilot. Prompts. Automatisierung. Datenqualität. Cybersecurity. Deepfakes. KI-Verordnung. KI-Schulungen. KI-Strategie. KI im Vertrieb. KI im Marketing. KI im Controlling. KI in jeder zweiten Präsentation. Und trotzdem findet niemand die aktuelle Stromrechnung.

CSRD. ESRS. Omnibus. VSME. DNK. GHG Protocol. Scope 1. Scope 2. Scope 3. PCF. CCF. CBAM. EUDR. LkSG. CSDDD. Taxonomie. Doppelte Wesentlichkeit. Einfache Wesentlichkeit. Keine Wesentlichkeit, bitte, wir haben gerade Quartalsende.

Berichtspflicht. Doch nicht berichtspflichtig. Vielleicht später berichtspflichtig. Nicht berichtspflichtig, aber der Kunde fragt trotzdem. Nicht CSRD-pflichtig, aber im Lieferantenportal steht ein Pflichtfeld. Nicht betroffen, aber bitte bis Freitag ausfüllen.

Banken. Ratings. Kredite. Zinsen. Sicherheiten. ESG-Fragen im Finanzierungsgespräch. „Haben Sie eine CO₂-Bilanz?“ „Gibt es Klimarisiken?“ „Welche Maßnahmen planen Sie?“ „Wer ist verantwortlich?“ „Können Sie das belegen?“

Ausschreibungen. Pflichtfelder. Vergabeplattformen. Zugangsdaten. Passwort vergessen. Zertifikat abgelaufen. FSC ja. PEFC vielleicht. ISO irgendwo. CO₂-Bilanz aus 2022. Aktuelle Zahlen kommen nach. Finale Version heißt final_final_neu.

Kundenportale. Lieferantenfragebögen. Code of Conduct. Selbstauskunft. Menschenrechte. Antikorruption. Datenschutz. Informationssicherheit. Arbeitsschutz. Umweltziele. Beschwerdeverfahren. Lieferantenbewertung. Und irgendwo die Frage: „Bitte beschreiben Sie Ihre Nachhaltigkeitsstrategie in maximal 500 Zeichen.“

Politische Unsicherheit. Regierungswechsel. Reformen. Entlastungspakete. Sondervermögen. Infrastruktur. Bürokratieabbau. Mehr Bürokratieabbau-Ankündigungen als abgebauter Bürokratie. Neue Formulare für weniger Formulare.

Konjunktur. Schwache Nachfrage. Kunden, die später entscheiden. Angebote, die länger liegen. Margen, die kleiner werden. Investitionen, die verschoben werden. Maschinen, die noch ein Jahr halten müssen. Projekte, die „grundsätzlich interessant“ sind. Was meistens heißt: gerade nicht.

Digitalisierung. ERP. CRM. DMS. BI. API. Schnittstellen. Excel. Immer noch Excel. Eine Datei auf dem Server. Eine Datei lokal. Eine Datei per Mail. Eine Datei, die niemand öffnen will, weil sie Makros enthält.

Klimawandel. Hitze. Starkregen. Dürre. Wasser. Versicherungen. Lieferausfälle. Ernteausfälle. Kühlung. Klimaanpassung. Mitarbeitende in Hallen, in denen es im Sommer nicht besser wird. Standorte, die plötzlich Risikokarten brauchen.

Kommunikation. Green Claims. Greenwashing. Klimaneutral. CO₂-neutral. Kompensation. Contribution Claim. Reduktion zuerst. Nachweise bitte. Keine Übertreibung. Keine falschen Versprechen. Aber bitte trotzdem positiv klingen.

Und dann noch die ganz normalen Dinge.

Jahresabschluss. Inventur. Lohnabrechnung. Umsatzsteuer. Angebote. Rechnungen. Mahnungen. Urlaubsplanung. Krankmeldungen. Kundentermine. Messevorbereitung. Neue Website. Alte Website. Google Ads. LinkedIn. Newsletter. Vertrieb. Und natürlich: „Können wir nicht noch schnell etwas zu Nachhaltigkeit posten?“

Nach so einer Liste kann man verstehen, warum viele Unternehmen beim Wort Nachhaltigkeit nicht sofort aufstehen und klatschen.

Nicht, weil ihnen alles egal ist. Sondern weil gerade sehr viel gleichzeitig passiert. Und trotzdem will jeder CO₂-Daten auch wenn sie eigentlich nicht gewollt sind. Sicher nicht als Lieblingsthema aber sehr sicher als normale Unternehmensinformation.So wie Jahresabschluss, Inventur oder Lohnabrechnung. Macht man auch nicht aus Begeisterung. Aber man macht es, weil es gebraucht wird.

Mit einem Partner wie uns an Ihrer Seite wird auch ein trockenes Thema wie CO₂-Bilanzierung etwas handhabbarer. Wir bringen Struktur in Ihre Daten, sortieren die Anforderungen und übersetzen das Ganze so, dass man damit arbeiten kann. Gründlich. Pragmatisch. Und mit genug Humor, damit es nicht zäher wird als nötig.

 

Keine Angst vor der CO₂-Bilanz.

Sie muss nicht schön sein. Sie muss sauber sein. Wir helfen Ihnen, die richtigen Daten zusammenzubringen, Anforderungen zu verstehen und Ergebnisse so aufzubereiten, dass Sie damit weiterarbeiten können.