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Several neatly stacked piles of paper with paper clips and a pair of reading glasses as a symbol of an audit-ready PCF evidence set for documenting CO₂ data.
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PCF – bringt das Umsatz oder nur Aufwand?

27.02.26Lesezeit:

Wenn der Markt Produktwerte fragt, ist Nichtstun selten die günstigere Option.

Die entscheidende Frage

– und nicht nur bei PCFs.

„Brauchen wir das wirklich?“

Bei PCFs ist die Gegenfrage oft hilfreicher:
Was kostet es, wenn Sie keinen liefern können?

Bei Product Carbon Footprints entscheidet sie selten über "gut, dass wir sie gemacht haben", sondern darüber, ob Sie Produktwerte liefern können, wenn der Markt sie verlangt – in Anfragen, Ausschreibungen und Lieferketten.

Drei Beobachtungen aus der Praxis – und was sie bedeuten

1) Anforderungen kommen selten als „PCF bitte“

Sie kommen als „Produktdaten / Footprint / Nachweise – bitte schnell“.
Und das betrifft nicht nur Produkte.

Oft wird einfach ein vergleichbarer Wert pro Einheit verlangt – je nachdem, was Sie liefern:

Typische Formulierungen, die wir sehen:
⇢ „CO₂e pro Produkt / Variante / Stück?“
⇢ „CO₂e pro Auftrag / Projekt / Kampagne?“
⇢ „CO₂e pro Sendung / Lieferung / Tonne-km?“
⇢ „CO₂e pro Nutzer / Transaktion / Rechenzeit?“
⇢ „CO₂e pro Event / Teilnehmer?“

Aha: Ob Produkt oder Leistung – am Ende zählt meist ein pro-Einheit-Wert, der schnell verfügbar und vergleichbar ist. Der Name ist egal. Die Vergleichbarkeit nicht.


2) Der Digitale Produktpass verstärkt diese Logik

Der DPP kommt schrittweise je Produktgruppe – die Rahmenverordnung (ESPR) ist seit 18. Juli 2024 in Kraft. Welche Produkte wann dran sind, wird über delegierte Rechtsakte festgelegt – also nicht alles auf einmal.

Batterien sind ein früher, klar datierter Anwendungsfall: Für bestimmte Batteriekategorien ist der „Battery Passport“ ab 18. Februar 2027 vorgesehen.

Und jetzt der Punkt, der für die Praxis wichtiger ist als jedes Datum:
Auch bevor etwas verpflichtend wird, entsteht oft eine faktische Freiwilligkeit – weil Einkauf, Key Accounts und Plattformen Daten standardisiert haben wollen.

Was das entlang der Lieferkette auslöst (auch bei Dienstleistungen):
Wenn Produktinformationen digital, strukturierter und prüfbarer werden, steigt der Druck, vergleichbare Werte pro Leistung liefern zu können – z. B. für:

⇢ Transport/Logistik (pro Sendung / Route)
⇢ Verpackung & Druck (pro Stück / Auftrag)
⇢ IT/Cloud/Softwarebetrieb (pro Nutzer / Nutzung / Instanz)
⇢ Montage/Wartung/Serviceeinsätze (pro Einsatz / Stunde / Standort)

Aha: Der DPP ist nicht „Dienstleistungs-PCF-Pflicht“. Aber er macht Datenanforderungen entlang der Kette schneller, konkreter – und oft schon vor der Pflicht zur Erwartung.

 

3) Wer erst startet, wenn es „muss“, verliert Zeit – und Wiederholbarkeit

Bei Produkten wie bei Dienstleistungen sehen wir oft das gleiche Muster:

Erst kommt eine Anfrage nach „einem CO₂-Wert“.
Dann beginnt die Suche: Welche Systemgrenze? Welche Bezugsgröße? Welche Datenquelle?
Und beim nächsten Kunden startet alles wieder von vorn.

Der Knackpunkt:
Ein einmaliger Wert hilft kurz. Ein wiederholbarer Ansatz hilft dauerhaft.

Aha: Der eigentliche Aufwand entsteht nicht beim Rechnen – sondern beim Improvisieren.
Wer früh eine saubere Logik (pro Einheit + Dokumentation) setzt, liefert später schneller und verlässlicher.

Der rote Faden

Damit PCFs und pro-Einheit-Werte nicht jedes Mal neu erfunden werden.

StepDie Frage dahinterKurz erklärt
1Worum es eigentlich gehtEin PCF ist ein lieferfähiger Wert: Emissionen pro Produkt – oder bei Leistungen pro Einheit (z. B. Auftrag, Sendung, Nutzer). Genau so wird heute gefragt: vergleichbar, schnell, wiederholbar.
2Wo der Marktdruck wirklich herkommtDer Druck kommt selten als „PCF-Pflicht“, sondern als Anfrage: „Schicken Sie uns Footprint/Nachweise.“ Oft in Ausschreibungen, Einkaufssystemen und Lieferketten – inklusive Tempo-Erwartung.
3Die richtige Bezugsgröße wählenStück, kg, m², Sendung, Stunde, Nutzer: Die Bezugsgröße muss stabil, nachvollziehbar und praktisch sein. Sonst ist der Wert vorhanden, aber nicht nutzbar.
4Systemgrenze festlegenWir definieren zuerst: Was ist drin – und was bewusst nicht? Lieber sauber begrenzt als unklar umfassend. Das macht Werte intern wie extern erklärbar.
5Datentiefe pragmatisch entscheidenNicht überall braucht es Perfektion. Wir legen fest: Wo reichen Annahmen – wo brauchen wir Primärdaten? Transparent dokumentiert, passend zu Aufwand und Use Case.
6So liefern, dass es wiederholbar bleibtDer teuerste Wert ist der, den man nicht wiederholen kann. Deshalb liefern wir PCFs mit Datenlogik, Dokumentation und Versionierung – damit Vertrieb/Key Account nicht jedes Mal neu anfangen.
Hinweis: Reihenfolge und Tiefe richten sich nach Datenlage und Use Case.

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Product Carbon Footprint (PCF) berechnen – 
belastbar, vergleichbar, lieferfähig.

Ein Product Carbon Footprint (PCF) ist für viele Unternehmen inzwischen mehr als ein Zusatz: In Ausschreibungen, im Einkauf und entlang der Lieferkette werden zunehmend vergleichbare Produktwerte verlangt – oft als CO₂e pro Stück, pro Variante oder pro Leistungseinheit. Wer seinen PCF erstellen und verlässlich liefern kann, bleibt vergleichbar und handlungsfähig, wenn Anfragen kurzfristig kommen.

natureOffice begleitet Unternehmen dabei, PCFs effizient zu berechnen und so aufzusetzen, dass sie wiederholbarbleiben: Wir klären Bezugsgröße, Systemgrenze, Datenquellen und Dokumentation und priorisieren die Produkte, bei denen der Markt zuerst fragt. Für die Umsetzung steht mit ecozoom eine PCF Software zur Verfügung, die Datenerfassung und Berechnung strukturiert und die Skalierung vom Einzelprodukt aufs Portfolio erleichtert. So entstehen belastbare PCF-Werte, die nicht nur gerechnet sind, sondern im Alltag funktionieren – in Angeboten, Nachweisen und Lieferkettenprozessen.