Strom aus Windkraft für eine emissionsärmere Energieversorgung
Projekt für erneuerbare Energie von Animala Wind Power Private Limited, Indien
Das Windenergieprojekt in Animala (Indien) nutzt die guten Windverhältnisse in der Region Andhra Pradesh, um erneuerbaren Strom zu erzeugen. Insgesamt 42 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 84 MW speisen ihre Energie gebündelt in das regionale Stromnetz ein.
Der erzeugte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist und trägt dort unmittelbar zur Versorgung bei. Er ersetzt einen Teil des konventionellen Strommixes, der in Indien weiterhin stark von fossilen Energieträgern geprägt ist.
Durch die Nutzung von Windenergie werden Emissionen direkt im Stromsektor vermieden. Jede erzeugte Kilowattstunde ersetzt Strom aus fossilen Kraftwerken. Windkraft funktioniert ohne Brennstoffe, ohne Verbrennungsprozesse und mit sehr geringen Betriebsemissionen – und liefert damit zuverlässig erneuerbare Energie.
Ein Projekt, das zeigt, wie skalierbare Windenergie konkret zur Emissionsminderung beiträgt: technisch etabliert, klar messbar und direkt dort wirksam, wo Energie entsteht.
Technische Projektdaten – VCS 1787
Die wichtigsten Fakten zum Windenergieprojekt in Indien auf einen Blick.
| Parameter | Beschreibung | Quelle |
|---|---|---|
| Projektstandort | Indien; Village Animala, District YSR Kadapa, Bundesstaat Andhra Pradesh | Monitoring Report, Section „Project Location“ |
| Projekttyp | Netzgekoppeltes Windenergieprojekt (Grid-connected renewable electricity generation from wind) | Project Description, Section A.1 |
| Projektstandard | Verified Carbon Standard (VCS) | Verification Report, Section „Project Overview“ |
| Projektentwickler | Animala Wind Power Private Limited | Project Description, Section „Project Proponent“ |
| Installierte Leistung | 84 MW; 42 Windturbinen mit jeweils 2 MW | Monitoring Report, Section „Project Description“ |
| Technologie | Onshore-Windkraftanlagen; Gamesa-Turbinen (2 MW), Doubly-Fed Induction Generator, Rotor 97 m, Nabenhöhe 92 m | Project Description, Section „Technology Description“ |
| Netzanbindung | Einspeisung in das indische Stromnetz (Unified Indian Grid) | Monitoring Report, Section „Electricity Generation and Supply“ |
| Methodologie | ACM0002 – Grid-connected electricity generation from renewable sources (Version 18.1) | Project Description, Section „Methodology“ |
| Projektbeginn | 30.03.2017; Datum der ersten Netzeinspeisung | Monitoring Report, Section „Start Date“ |
| Crediting Period | 30.03.2017 bis 29.03.2027; 10 Jahre, erneuerbar | Project Description, Section „Crediting Period“ |
| Projektstatus | Registriertes und verifiziertes VCS-Projekt, aktiv | Verification Report, Section „Conclusion“ |
| Jährliche Stromerzeugung | Ex ante ca. 172.922 MWh/Jahr; verifizierte Werte je Monitoringperiode (z. B. 313.062,51 MWh für 2021–2022) | Monitoring Report, Section „Electricity Generation“ |
| Jährliche Emissionsminderungen | Ex ante ca. 163.843 tCO2e/Jahr; verifizierte Werte je Monitoringperiode (z. B. 296.625 tCO2e für 2021–2022) | Verification Report, Section „GHG Emission Reductions“ |
| Hauptwirkungsmechanismus | Substitution fossilstromdominierter Netzstromerzeugung durch erneuerbare Windenergie | Project Description, Section „Project Impact“ |
| Monitoring & Verifizierung | Kontinuierliche Messung der Stromerzeugung und Netzeinspeisung; unabhängige Verifizierung nach VCS | Monitoring Report, Section „Monitoring Plan“ |
| Zusätzlichkeit | Wirtschaftliche Umsetzung durch Erlöse aus dem Klimaschutzmarkt unterstützt | Project Description, Section „Additionality“ |
| Carbon-Credit-Rating | Derzeit kein externes Carbon-Credit-Rating ausgewiesen | Keine Angabe in öffentlich verfügbaren Projektdaten |
| Carbon-Credit-Rating-Type | Keine projektbezogene externe Bewertung veröffentlicht | Keine Angabe in öffentlich verfügbaren Projektdaten |
| Artikel-6-Autorisierung (Pariser Abkommen) | Keine Autorisierung gemäß Artikel 6 ausgewiesen | Keine Angabe in öffentlich verfügbaren Projektdaten |
| CCP-Status (ICVCM) | Derzeit keine CCP-Klassifizierung veröffentlicht | Keine Angabe in öffentlich verfügbaren Projektdaten |
| Umgang mit Doppelzählungsrisiken | Emissionsminderungen werden eindeutig dem Projekt zugeordnet; keine parallele Inanspruchnahme in anderen Programmen | Verification Report, Section „Double Counting“ |
| Langfristigkeit der Emissionsminderung | Emissionsvermeidung über die technische Lebensdauer der Anlagen (ca. 25 Jahre) | Project Description, Section „Project Lifetime“ |
| Risikomanagement & Absicherung | Technische Standards, Wartungskonzepte, Messsysteme und regulatorische Absicherung durch VCS | Monitoring Report, Section „QA/QC Procedures“ |
Was das Projekt beitragen kann
Hier fassen wir zusammen, was das Windenergieprojekt in Argentinien praktisch bewirkt – und warum das klimarelevant ist.
- 1
Erneuerbaren Strom ins Netz bringen
Die 42 Windkraftanlagen in Animala erzeugen Strom aus Windenergie und speisen ihn direkt in das regionale Stromnetz in Andhra Pradesh ein. So entsteht zusätzliche erneuerbare Erzeugungskapazität in einer Region mit wachsendem Energiebedarf.
- 2
Fossile Stromerzeugung verdrängen
Der erzeugte Windstrom ersetzt Strom aus fossilen Kraftwerken, die im indischen Strommix weiterhin eine große Rolle spielen. Die Emissionsminderungen entstehen direkt im Netz – dort, wo Strom tatsächlich verbraucht wird.
- 3
Regionale Stromversorgung unterstützen
Mit einer installierten Leistung von 84 MW trägt das Projekt zur Stabilisierung der Stromversorgung in der Region bei. Es ergänzt bestehende Kapazitäten und unterstützt ein Energiesystem, das kontinuierlich ausgebaut wird.
- 4
Erneuerbare Energie praktisch verankern
Das Projekt zeigt, wie Windenergie konkret in den Netzbetrieb integriert werden kann. Die Anlagen liefern kontinuierlich Strom ohne Brennstoffe und ohne Verbrennungsprozesse – technisch etabliert und im laufenden Betrieb erprobt.
- 5
Langfristig wirksam bleiben
Die Windkraftanlagen sind auf einen langfristigen Betrieb ausgelegt. Über viele Jahre hinweg erzeugen sie erneuerbaren Strom und leisten damit einen kontinuierlichen Beitrag zur Emissionsminderung im Stromsektor.
Jetzt Informationen dazu anfordern
Globale Klimabedeutung
Teil der Energiewende in einem Schlüsselmarkt
Indien gehört zu den Ländern mit stark wachsendem Energiebedarf und gleichzeitig hohem Anteil fossiler Stromerzeugung. Projekte wie Animala sind Teil eines strukturellen Wandels hin zu erneuerbaren Energien.
Wirksam im emissionsintensiven Stromsystem
Die Klimawirkung entsteht nicht irgendwo, sondern in einem Stromsystem mit vergleichsweise hoher Emissionsintensität. Jede erzeugte Einheit Windstrom hat dadurch eine relevante Hebelwirkung.
Standardisiert messbar und überprüfbar
Die Emissionsminderungen werden nach international anerkannten VCS-Methoden berechnet und regelmäßig überprüft. Das schafft Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit über Projektgrenzen hinweg.
Übertragbares Modell
Windenergieprojekte dieser Größenordnung sind kein Einzelfall, sondern ein skalierbarer Ansatz. Sie zeigen, wie erneuerbare Stromerzeugung in unterschiedlichen Regionen wirtschaftlich umgesetzt werden kann.
Sustainable Development Goals (SDGs) - Die relevanten und die ergänzenden Beiträge
Neben der Vermeidung von Treibhausgasemissionen trägt das Windkraftprojekt Animala zur Einspeisung erneuerbarer Energie in das indische Stromnetz bei. In den vorliegenden Projektunterlagen sind die wichtigsten Beiträge bei SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie) und SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) dokumentiert. Ergänzend verweist der projektspezifische SDG-Bericht auf Beiträge zu SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen) und SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), etwa durch ein medizinisches Camp für umliegende Dörfer und Schulungsprogramme für Mitarbeitende und Anlagenpersonal.
Das Projekt erzeugt Strom aus Windenergie und speist ihn in das indische Stromnetz ein. Damit erhöht es den Anteil erneuerbarer Energie im Strommix. Im SDG-Bericht für den Zeitraum 04.10.2019 bis 31.10.2020 werden dafür 142.781 MWh eingespeister erneuerbarer Strom genannt; im Monitoringbericht für 2021–2022 sind es 313.062,51
Beitrag:
Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung und Stärkung des Anteils sauberer Energie im Netz.Die Klimawirkung des Projekts entsteht durch die Verdrängung fossiler Stromerzeugung im Netz. Für den SDG-Berichtszeitraum 2019–2020 werden 135.284 tCO2e vermiedene Emissionen ausgewiesen; für 2021–2022 nennt der aktuelle Monitoringbericht 296.625 tCO2e.
Beitrag:
Messbare Reduktion von Treibhausgasemissionen durch erneuerbare Stromproduktion.Im SDG-Contributions-Report wird ein medizinisches Gesundheits- und Augenuntersuchungscamp für umliegende Dörfer beschrieben. Dabei wurden laut Bericht 357 Personen erreicht; zusätzlich werden unter anderem verteilte Medikamente, ausgegebene Brillen und identifizierte Katarakt-Fälle genannt.
Beitrag:
Ergänzende Unterstützung der lokalen Gesundheitsversorgung im Projektumfeld.Der SDG-Bericht verweist auf ein angepasstes Trainingsprogramm für Ingenieurinnen, Ingenieure sowie Anlagen- und Betriebspersonal. Für den betrachteten Zeitraum werden 26 Schulungen genannt; seit Inbetriebnahme seien es 126 Trainings gewesen. Auch die allgemeinen Projektunterlagen nennen Beschäftigungs- und Entwicklungseffekte im Betrieb und im lokalen Umfeld.
Beitrag:
Qualifizierung von Personal und ergänzende Impulse für Beschäftigung und regionale Wertschöpfung.
So entsteht die CO₂-Einsparung
Sauber erzeugter Strom ersetzt fossile Energiequellen. Die dadurch vermiedenen Emissionen lassen sich messen und bilden die Grundlage für CO₂-Zertifikate.
Erneuerbare Energien verändern den Energiemix. Jede Kilowattstunde aus Wind, Sonne oder Wasser sorgt dafür, dass konventionelle Kraftwerke weniger produzieren müssen.
Je nach Land und Brennstoff fällt dabei eine bestimmte Menge CO₂ pro erzeugter Kilowattstunde an.
Für Projekte wird berechnet, wie hoch dieser fossile Anteil ohne den erneuerbaren Strom gewesen wäre. Die so ermittelte Differenz zeigt, wie viele Emissionen tatsächlich vermieden wurden. Dieser Wert wird geprüft und regelmäßig aktualisiert – und daraus entstehen die CO₂-Zertifikate.
Einordnung und Transparenz
Dieses Windprojekt ist unter dem Verra Verified Carbon Standard (VCS) registriert und wird im Rahmen des Standards regelmäßig überwacht sowie unabhängig verifiziert. Die ausgewiesenen Emissionsminderungen basieren auf geprüften Monitoringberichten und einer anerkannten Methodologie zur Berechnung von Emissionen, die durch netzeingespeisten Windstrom gegenüber der konventionellen Stromerzeugung im Netz vermieden werden.
Rechtssichere Kompensation
In Zeiten strengerer Regulatorik ist Klimaschutz keine Frage des guten Willens mehr, sondern der Rechtssicherheit. natureOffice unterstützt Unternehmen dabei, Greenwashing-Risiken zu minimieren und Nachhaltigkeit transparent zu kommunizieren. Alles beginnt mit einer belastbaren Datenbasis: Wir erstellen Ihren Corporate Carbon Footprint (CCF) und Product Carbon Footprint (PCF) nach internationalen Standards. Dies bildet das Fundament für Ihre Nachhaltigkeitsberichte (z. B. nach VSME) und eine rechtssichere Nachhaltigkeitskommunikation.
Ein kritischer Punkt für Unternehmen ist die rechtssichere Kompensation. Durch den Einsatz moderner Wasserkraft-Technologien fördern wir eine emissionsfreie globale Energieinfrastruktur. Diese technologischen Projekte sind ein essenzieller Hebel zur Dekarbonisierung und erfüllen höchste Anforderungen an Zusätzlichkeit und Transparenz – entscheidend, um den Anforderungen der Green Claims Directive gerecht zu werden.
Die Qualität unseres Ansatzes zeigt sich in unserem eigenen PROJECT TOGO. Hier verbinden wir Klimaschutz mit einer sozialen Transformation, die direkt auf 12 von 17 SDGs einzahlen.
Ob durch hochwertige Klimaschutz-Zertifikate oder individuelle Strategien: Wir bieten Lösungen, die technologische Innovation mit sozialem Impact vereinen und Ihr Unternehmen regulatorisch auf die sichere Seite führen.