Windstrom für weniger Emissionen im Energiesystem
Windenergieprojekt von Green Infra Wind Energy Limited, Indien
Das Windenergieprojekt von Green Infra Wind Energy Limited in Gujarat (Indien) nutzt die guten Windverhältnisse in der Region Kutch, um erneuerbaren Strom zu erzeugen. Insgesamt 120 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 252 MW speisen ihre Energie gebündelt in das regionale Stromnetz ein.
Der erzeugte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist und trägt dort unmittelbar zur Versorgung bei. Er ersetzt einen Teil des konventionellen Strommixes, der in Indien weiterhin stark von fossilen Energieträgern geprägt ist.
Durch die Nutzung von Windenergie werden Emissionen direkt im Stromsektor vermieden. Jede erzeugte Kilowattstunde ersetzt Strom aus fossilen Kraftwerken. Windkraft kommt ohne Brennstoffe, ohne Verbrennungsprozesse und mit sehr geringen laufenden Emissionen aus – und liefert damit zuverlässig erneuerbare Energie.
Ein Projekt, das zeigt, wie Windenergie im größeren Maßstab zur Emissionsminderung beitragen kann: technisch etabliert, skalierbar umgesetzt und mit klar nachvollziehbarer Klimawirkung.
Technische Projektdaten – GS 7152
Die wichtigsten Fakten zum Windenergieprojekt in Indien auf einen Blick.
| Parameter | Beschreibung | Quelle |
|---|---|---|
| Projektstandort | Indien; Dasalpur Site, Taluka Bhuj, District Kutch, Bundesstaat Gujarat | Project Description, Section A.4 „Location of project“ |
| Projekttyp | Netzgekoppeltes Windenergieprojekt (large-scale grid-connected wind power project) | Project Description, Section A.5 / A.6 |
| Projektstandard | Gold Standard for the Global Goals (GS4GG) | Validation Report, Section 1 „Introduction“ |
| Projektentwickler | Green Infra Wind Energy Limited | Project Description, Section A.3 „Legal ownership“ |
| Installierte Leistung | 252 MW; 120 Windturbinen mit jeweils 2,1 MW | Project Description, Section A.5 „Technologies and/or measures“ |
| Technologie | Onshore-Windkraftanlagen; Suzlon S111, Doubly-Fed Induction Generator, Rotor 111,8 m, Nabenhöhe 120 m | Project Description, Section A.5 „Technologies and/or measures“ |
| Netzanbindung | Einspeisung in das indische National Grid; Verkauf des erzeugten Stroms in das öffentliche Netz | Validation Report, Section 1 „Introduction“ / Monitoring Report, Section A.1 |
| Methodologie | ACM0002 – Grid-connected electricity generation from renewable sources; in der ersten Kreditierungsperiode Version 20.0, in der zweiten Kreditierungsperiode Version 22.0 | Monitoring Report, Section A.3 „Reference of applied methodology“ |
| Projektbeginn | 08.12.2017 als Projektstart; Bau ab 18.07.2018; Inbetriebnahme in Phasen zwischen 25.06.2019 und 07.02.2020 | Monitoring Report, Section A.1 / Section B.1 |
| Crediting Period | Erste Kreditierungsperiode: 25.06.2019 bis 24.06.2024; zweite Kreditierungsperiode: 25.06.2024 bis 24.06.2029; jeweils 5 Jahre, erneuerbar | Monitoring Report, Section A.4 „Crediting period“ |
| Projektstatus | Registriertes und verifiziertes Gold-Standard-Projekt, aktiv; zweite Kreditierungsperiode läuft | Verification Report, Basic Information / Executive Summary |
| Jährliche Stromerzeugung | Ex ante ca. 858.725 MWh/Jahr; verifizierte Werte je Monitoringperiode, z. B. 134.735 MWh für 01.05.2024–24.06.2024 und 271.684 MWh für 01.03.2025–30.06.2025 | Validation Report, Section 1 „Introduction“ / Monitoring Report, Section B.1 |
| Jährliche Emissionsminderungen | Ex ante rund 808.833 tCO2e/Jahr; verifizierte Werte je Monitoringperiode, z. B. 126.919 tCO2e für 01.05.2024–24.06.2024 und 254.079 tCO2e für 01.03.2025–30.06.2025 | Validation Report, Section 1 „Introduction“ / Verification Report, Executive Summary |
| Hauptwirkungsmechanismus | Substitution fossil geprägter Stromerzeugung im indischen Netz durch erneuerbare Windenergie | Validation Report, Section 1 „Introduction“ |
| Monitoring & Verifizierung | Kontinuierliche Messung der Netzeinspeisung; maßgeblich ist die netto ins Netz gelieferte Strommenge; regelmäßige unabhängige Verifizierung nach Gold Standard | Monitoring Report, Section C „Description of monitoring system applied by the project“ |
| Zusätzlichkeit | Zusätzlichkeit wird über die angewendete Methodik und die einschlägigen Tools zur Additionality-Prüfung im Gold-Standard-/UNFCCC-Rahmen begründet | Monitoring Report, Section A.3 „Reference of applied methodology“ |
| Carbon-Credit-Rating | Derzeit kein externes Carbon-Credit-Rating ausgewiesen | Keine Angabe in öffentlich verfügbaren Projektdaten |
| Carbon-Credit-Rating-Type | Keine projektbezogene externe Bewertung veröffentlicht | Keine Angabe in öffentlich verfügbaren Projektdaten |
| Artikel-6-Autorisierung (Pariser Abkommen) | Keine Autorisierung gemäß Artikel 6 ausgewiesen | Keine Angabe in öffentlich verfügbaren Projektdaten |
| CCP-Status (ICVCM) | Derzeit keine CCP-Klassifizierung veröffentlicht | Keine Angabe in öffentlich verfügbaren Projektdaten |
| Umgang mit Doppelzählungsrisiken | Laut Monitoringunterlagen ist das Projekt nicht unter einem anderen GHG-Mechanismus registriert; die Emissionsminderungen werden nicht unter nationalen Klimapolitiken, Compliance-Mechanismen oder der NDC beansprucht | Monitoring Report, Section A.1 „Project Details“ |
| Langfristigkeit der Emissionsminderung | Emissionsvermeidung über die technische Lebensdauer der Anlagen und über fortlaufende Kreditierungsperioden; die Wirkung entsteht kontinuierlich durch erneuerbare Netzeinspeisung | Project Description, Section A.5 / Monitoring Report, Section A.4 |
| Risikomanagement & Absicherung | Standardisiertes Monitoring der Netzeinspeisung, geeichte und versiegelte Zähler, Check-Meter bei Ausfall des Hauptzählers, QA-/Verifizierungsprozesse im Gold-Standard-Rahmen | Monitoring Report, Section C „Description of monitoring system applied by the project“ |
Was das Projekt beitragen kann
Hier fassen wir zusammen, was das Windenergieprojekt in Indien praktisch bewirkt – und warum das klimarelevant ist.
- 1
Erneuerbaren Strom ins Netz bringen
Die 120 Windkraftanlagen des Projekts erzeugen Strom aus Windenergie und speisen ihn in das öffentliche Netz ein. So entsteht zusätzliche erneuerbare Erzeugungskapazität in einer Region mit hohem Energiebedarf.
- 2
Fossile Stromerzeugung verdrängen
Der erzeugte Windstrom ersetzt einen Teil des Stroms, der sonst aus fossilen Kraftwerken stammen würde. Die Klimawirkung entsteht direkt im Stromsystem – dort, wo Energie tatsächlich bereitgestellt und genutzt wird.
- 3
Die regionale Energieinfrastruktur stärken
Mit 252 MW installierter Leistung gehört das Projekt zu den größeren Windenergievorhaben der Region. Es erweitert die vorhandene Stromerzeugung um eine zusätzliche erneuerbare Komponente und unterstützt damit den Ausbau eines breiter aufgestellten Energiesystems.
- 4
Erneuerbare Energie im Netzbetrieb verankern
Das Projekt zeigt, wie Windenergie in größerem Maßstab in den laufenden Netzbetrieb eingebunden werden kann. Die Anlagen liefern Strom ohne Brennstoffe und ohne Verbrennungsprozesse – auf Basis einer technisch etablierten Infrastruktur.
- 5
Über Jahre hinweg Emissionen vermeiden
Die Windkraftanlagen sind auf einen langfristigen Betrieb ausgelegt. Über viele Betriebsjahre hinweg erzeugen sie erneuerbaren Strom und tragen damit kontinuierlich zur Emissionsminderung im indischen Stromsektor bei.
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Globale Klimabedeutung
Relevanz in einem wachsenden Energiemarkt
Indien zählt zu den größten und dynamischsten Energiemärkten weltweit. Projekte wie Green Infra zeigen, wie erneuerbare Energie in einem stark wachsenden Stromsystem konkret ausgebaut werden kann.
Hebelwirkung im emissionsintensiven Strommix
Die Klimawirkung entsteht in einem Energiesystem, das weiterhin stark auf fossilen Energieträgern basiert. Erneuerbare Stromerzeugung hat hier eine direkte und vergleichsweise hohe Wirkung auf die Emissionsbilanz.
Standardisiert und nachvollziehbar dokumentiert
Die Emissionsminderungen werden nach international anerkannten Gold-Standard-Methoden berechnet und regelmäßig unabhängig überprüft. Das sorgt für Transparenz und macht die Wirkung vergleichbar.
Skalierbarer Ausbau erneuerbarer Energie
Mit 252 MW installierter Leistung zeigt das Projekt, wie Windenergie in größerem Maßstab umgesetzt werden kann. Solche Projekte sind ein zentraler Baustein für die globale Transformation der Stromversorgung.
Sustainable Development Goals (SDGs) - Die relevanten und die ergänzenden Beiträge
Neben der Vermeidung von Treibhausgasemissionen trägt das Windkraftprojekt Green Infra zur Einspeisung erneuerbarer Energie in das indische Stromnetz bei. In den vorliegenden Projektunterlagen werden vor allem SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie), SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) und SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum) genannt. Damit bleibt die SDG-Logik dieses Projekts klar: saubere Stromerzeugung, messbare Klimawirkung und ergänzende Beschäftigungs- bzw. Trainingseffekte im Projektbetrieb.
Das Projekt erzeugt Strom aus Windenergie und speist ihn in das indische Stromnetz ein. Damit erhöht es den Anteil erneuerbarer Energie in einem Stromsystem, das in den Unterlagen ausdrücklich als weiterhin stark von thermischer bzw. fossilbasierter Stromerzeugung geprägt beschrieben wird. Als SDG-7-Indikator nutzt das Projekt die erzeugte erneuerbare Strommenge.
Beitrag:
Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung und Stärkung des Anteils sauberer Energie im Netz.Die Klimawirkung des Projekts entsteht durch die Verdrängung fossiler Stromerzeugung im indischen Netz. Die Emissionsminderungen werden nach Gold-Standard-/UNFCCC-Logik erfasst und verifiziert; als SDG-13-Indikator wird die Emissionsreduktion des Projekts geführt.
Beitrag:
Messbare Reduktion von Treibhausgasemissionen durch erneuerbare Stromproduktion.Das Projekt weist SDG 8 über Trainings und Beschäftigung im Zusammenhang mit Bau, Betrieb und Wartung der Anlagen aus. Schon im PDD werden Beschäftigungseffekte und Training als SDG-8-Beitrag genannt; in den neueren Monitoringberichten wird das weitergeführt. Im Validierungsbericht ist außerdem festgehalten, dass Trainingsnachweise, Beschäftigungsunterlagen und Stichproben zu Vergütung und Anstellung als Evidenz geprüft wurden.
Beitrag:
Qualifizierung von Personal und ergänzende Impulse für Beschäftigung und regionale Wertschöpfung.
So entsteht die CO₂-Einsparung
Sauber erzeugter Strom ersetzt fossile Energiequellen. Die dadurch vermiedenen Emissionen lassen sich messen und bilden die Grundlage für CO₂-Zertifikate.
Erneuerbare Energien verändern den Energiemix. Jede Kilowattstunde aus Wind, Sonne oder Wasser sorgt dafür, dass konventionelle Kraftwerke weniger produzieren müssen.
Je nach Land und Brennstoff fällt dabei eine bestimmte Menge CO₂ pro erzeugter Kilowattstunde an.
Für Projekte wird berechnet, wie hoch dieser fossile Anteil ohne den erneuerbaren Strom gewesen wäre. Die so ermittelte Differenz zeigt, wie viele Emissionen tatsächlich vermieden wurden. Dieser Wert wird geprüft und regelmäßig aktualisiert – und daraus entstehen die CO₂-Zertifikate.
Einordnung und Transparenz
Dieses Windprojekt ist unter dem Gold Standard registriert und wird im Rahmen des Standards regelmäßig überwacht sowie unabhängig verifiziert. Die ausgewiesenen Emissionsminderungen basieren auf geprüften Monitoringberichten und einer anerkannten Methodologie zur Berechnung von Emissionen, die durch netzeingespeisten Windstrom gegenüber der konventionellen Stromerzeugung im Netz vermieden werden.
Rechtssichere Kompensation
In Zeiten strengerer Regulatorik ist Klimaschutz keine Frage des guten Willens mehr, sondern der Rechtssicherheit. natureOffice unterstützt Unternehmen dabei, Greenwashing-Risiken zu minimieren und Nachhaltigkeit transparent zu kommunizieren. Alles beginnt mit einer belastbaren Datenbasis: Wir erstellen Ihren Corporate Carbon Footprint (CCF) und Product Carbon Footprint (PCF) nach internationalen Standards. Dies bildet das Fundament für Ihre Nachhaltigkeitsberichte (z. B. nach VSME) und eine rechtssichere Nachhaltigkeitskommunikation.
Ein kritischer Punkt für Unternehmen ist die rechtssichere Kompensation. Durch den Einsatz moderner Wasserkraft-Technologien fördern wir eine emissionsfreie globale Energieinfrastruktur. Diese technologischen Projekte sind ein essenzieller Hebel zur Dekarbonisierung und erfüllen höchste Anforderungen an Zusätzlichkeit und Transparenz – entscheidend, um den Anforderungen der Green Claims Directive gerecht zu werden.
Die Qualität unseres Ansatzes zeigt sich in unserem eigenen PROJECT TOGO. Hier verbinden wir Klimaschutz mit einer sozialen Transformation, die direkt auf 12 von 17 SDGs einzahlen.
Ob durch hochwertige Klimaschutz-Zertifikate oder individuelle Strategien: Wir bieten Lösungen, die technologische Innovation mit sozialem Impact vereinen und Ihr Unternehmen regulatorisch auf die sichere Seite führen.