
Bilanzieren
Eine fundierte CO₂-Bilanz ist der erste Schritt zu wirksamem Klimaschutz.

Der Klimawandel ist eine globale Krise, die insbesondere den Globalen Süden hart trifft. Unternehmen stehen zunehmend in der Verantwortung, zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen beizutragen. Das Contribution Claim-Modell bietet hierbei eine glaubwürdige und transparente Alternative zur klassischen CO₂-Kompensation und ermöglicht Unternehmen, aktiv und messbar zum Klimaschutz beizutragen – ohne rechtliche oder reputationsbezogene Risiken einzugehen.
Das Contribution Claim-Modell wurde von der Science Based Targets Initiative (SBTi) entwickelt. Anders als bei der traditionellen CO₂-Kompensation werden bei diesem Modell Emissionsminderungen außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette gefördert, ohne sie der eigenen CO₂-Bilanz anzurechnen. Unternehmen können so einen effektiven Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten und parallel ihre internen Klimaschutzmaßnahmen umsetzen.
Ein zentraler Aspekt des Contribution Claim-Modells ist die präzise Bilanzierung der Treibhausgasemissionen nach international anerkannten Standards, wie dem Greenhouse Gas Protocol oder der ISO-Norm 14064. Unternehmen erfassen dabei Emissionen in allen Scopes (Scope 1, 2 und 3), einschließlich direkter und indirekter Emissionen. Um langfristige Klimaziele glaubwürdig zu gestalten, werden die Daten regelmäßig überprüft und extern validiert.
Unternehmen, die das Contribution Claim-Modell anwenden, verpflichten sich zu ambitionierten Reduktionszielen für ihre Treibhausgasemissionen. Diese Ziele sollen im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens stehen. Eine langfristige Klimastrategie mit kurz- und mittelfristigen Zielen stellt sicher, dass die Fortschritte regelmäßig überprüft und transparent kommuniziert werden.
Ein Schlüsselelement des Contribution Claim-Modells ist die Unterstützung von Klimaschutzprojekten außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette. Dabei wird ein interner CO₂-Preis auf nicht vermiedene Emissionen angewandt. Das so generierte Budget fließt in die Finanzierung nachhaltiger Klimaschutzprojekte – bevorzugt in Projekten im Globalen Süden, um dort besonders effektive und nachhaltige Veränderungen zu unterstützen.
Die im Contribution Claim-Modell unterstützten Projekte müssen strenge Kriterien erfüllen. Neben der Klimawirksamkeit steht auch die Förderung sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit im Fokus. Nur Projekte, die ohne Unternehmensunterstützung nicht realisierbar wären, sind zulässig. Langfristigkeit und ein messbarer Beitrag zur globalen Emissionsreduktion sind ebenso entscheidend.
Zusätzlich sollten die Projekte die Klimaziele der jeweiligen Gastgeberländer unterstützen. So tragen sie zur nachhaltigen Entwicklung über die Projektlaufzeit hinaus bei und fördern langfristige Veränderungen.
Das Modell bietet drei Hauptoptionen zur Finanzierung:
Das Contribution Claim-Modell verlangt eine transparente Kommunikation aller Maßnahmen. Unternehmen sollten regelmäßig über ihre Fortschritte berichten und ihre Emissionsdaten sowie Projektunterstützung öffentlich zugänglich machen. Dies ist wichtig, um die Glaubwürdigkeit und Nachvollziehbarkeit sicherzustellen und Greenwashing-Vorwürfen entgegenzuwirken.
Ein klarer „Contribution Claim“ hilft Unternehmen, den eigenen Beitrag zum Klimaschutz authentisch und nachvollziehbar zu kommunizieren. Hierfür sind klare Ziele, regelmäßige Überprüfung und eine transparente Kommunikation essenziell.
Durch das Contribution Claim-Modell können Unternehmen ihre Klimastrategie verbessern und ihre Wirkung im Kampf gegen den Klimawandel glaubhaft kommunizieren.
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