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Besuch im Nederland-Plus-Projekt im Nationalpark De Biesbosch
Wie sieht ein Projekt eigentlich aus, wenn man davorsteht? Nicht als Zahl, nicht als Bericht – sondern draußen, im Gelände. Wir waren mal wieder im Nationalpark De Biesbosch unterwegs, haben Pflanzflächen gesehen, mit den Verantwortlichen gesprochen und uns angeschaut, was sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Ein Tag vor Ort. Und ein ziemlich klarer Eindruck davon, wie solche Projekte wirklich funktionieren.
Jetzt wird’s konkret
Unterwegs im Nederland-Plus-Projekt – zwischen Pflanzflächen, Kopfbäumen und ziemlich viel Leben.
Unterwegs im Nationalpark De Biesbosch
09. März 2026
Ein ganzer Tag im Nationalpark De Biesbosch.
Unterwegs mit Remco Regelink, zuständig für den Außenbereich, und seinem Kollegen Fokke Visser.
Warum wir da waren?
Weil wir gemeinsam mit unseren Kunden Projekte in diesem Gebiet unterstützen – und uns anschauen wollten, was dort tatsächlich passiert.
Vom Büro ins Gelände
Nach einer kurzen Einführung in Dordrecht ging es direkt raus.
Nicht mit großem Gerät, sondern mit einem kleinen Elektroauto.
Remco selbst ist sonst meist mit dem E-Bike unterwegs – oft über 40 Kilometer am Tag.
Ein gutes Zeichen dafür, wie weitläufig das Gebiet ist. Und wie nah man trotzdem dran ist.

Drei Jahre Baumpflanzung – und jetzt?
Erster Stopp: Pflanzflächen der letzten drei Jahre.
Bäume, die beim jährlichen „Tag des Baumes“ gemeinsam mit Schulkindern gesetzt wurden.
Was auffällt:
→ Es wurden bewusst größere Bäume gepflanzt
→ Saubere Vorbereitung der Pflanzlöcher mit Bagger
→ Jedes Kind pflanzt „seinen“ Baum
→ Stabilisierung durch Pfähle, teilweise mit Bewässerungsrand
Über „Nederland Plus“ wurde ein Teil dieser Pflanzaktionen mitfinanziert.
Und heute?
Die Flächen beginnen, Struktur zu bekommen. Noch jung – aber klar erkennbar, wohin es geht.

Landschaft, die arbeitet
Während der Fahrt durch das Gebiet wird schnell klar: Das hier ist kein statischer Park.
Besonders auffällig sind die alten Kopfbäume.
Ein System, das man aus Büchern kennt – in der Praxis aber kaum noch sieht.
Im Biesbosch stehen sie noch. Und werden gepflegt.
→ regelmäßiger Rückschnitt
→ Nutzung des Materials für Dämme oder Verkauf
→ wirtschaftlich nebensächlich, ökologisch zentral
Man merkt: Hier wird nicht nur geschützt. Hier wird aktiv gestaltet.

Tiere? Genug.
Der Biesbosch ist laut. Im positiven Sinne.
Überall Vögel.
Nicht nur die üblichen Verdächtigen, sondern auch:
→ Eisvögel
→ Löffler
→ Seeadler
Und dann der Biber.
Seine Spuren sind praktisch überall zu sehen.
Gefällte Äste, angenagte Stämme, Burgen am Ufer.
Kein Highlight, das man suchen muss.
Eher eines, über das man ständig stolpert.

Ein Blick auf bestehende Flächen
Zum Abschluss ging es zu einer älteren Pflanzung.
Bäume, die in bestehende kleine Waldstrukturen integriert wurden.
Heute sieht man kaum noch, was „neu“ ist.
Die Bäume haben sich eingefügt.
Genau so, wie es gedacht war.

Was bleibt
Der Besuch zeigt vor allem eins:
Projekte wie im Biesbosch sind keine Symbolik.
Sie bestehen aus vielen kleinen, konkreten Maßnahmen.
Pflanzen. Pflegen. Anpassen. Weiterentwickeln.
Und genau darin liegt der Unterschied.
Wir freuen uns auf den nächsten Besuch!
Vielen Dank, Remco!

Wie Projekte vor Ort tatsächlich aussehen
Der Besuch im Nationalpark De Biesbosch zeigt, wie Klimaschutzprojekte in der Praxis aussehen. Statt abstrakter Konzepte geht es um konkrete Maßnahmen: Pflanzungen, Pflege bestehender Flächen und die gezielte Weiterentwicklung eines sensiblen Ökosystems. Genau hier setzt auch „Nederland Plus“ an – mit einer Kombination aus zertifizierter CO₂-Kompensation und zusätzlichem Engagement im Biesbosch.
Die CO₂-Kompensation erfolgt über ein geprüftes Projekt im Bereich erneuerbare Energien, während parallel Maßnahmen im niederländischen Nationalpark unterstützt werden. Diese klare Trennung sorgt für Transparenz und Nachvollziehbarkeit.
Der Biesbosch steht dabei exemplarisch für viele Projekte weltweit: Wirkung entsteht nicht auf dem Papier, sondern vor Ort. Wer sich mit CO₂-Management, Kompensation und nachhaltigem Engagement beschäftigt, bekommt hier einen realistischen Eindruck davon, wie Projekte umgesetzt und weiterentwickelt werden.