Skip to content
Natureoffice logoZur Homepage

Wind im Netz statt Fossil im Mix – Strom aus West Huaybong

Location:Provinz Nakhon Ratchasima, Thailand
SDG:Windenergie
Zertifikatstyp:Gold StandardDatenbank

West Huaybong 3 Wind Farm Project, Thailand

Das Projekt West Huaybong 3 liegt in der Provinz Nakhon Ratchasima in Thailand (u. a. in den Gebieten Huaybong und Nong Wang). Es ist ein netzgekoppelter Windpark mit 103,5 MW installierter Leistung (45 Windenergieanlagen à 2,3 MW) und speist den erzeugten Strom in das thailändische Stromnetz ein.

Durch die Einspeisung von Windstrom kann rechnerisch Strom aus dem bestehenden Netz-Mix ersetzt werden, der sonst teilweise aus emissionsintensiver konventioneller Erzeugung stammen würde. Genau dort entsteht die Klimawirkung: im Stromsystem – weil die tatsächlich eingespeisten Strommengen gemessen und dokumentiert werden und sich die vermiedenen Emissionen so nachvollziehbar quantifizieren lassen (Methodik ACM0002).

Ein Projekt, das zeigt, wie Windenergie als verlässliche Infrastruktur zur klimafreundlicheren Stromversorgung beitragen kann – im laufenden Betrieb, mit klarer Verdrängungslogik und messbarer Wirkung über die Netzeinspeisung.

Technische Projektdaten – GS 7746

Die wichtigsten Fakten zum Windenergieprojekt auf einen Blick.

ParameterBeschreibungQuelle
ProjektstandortThailand; Provinz Nakhon Ratchasima (u. a. Tambol Huaybong / Amphur Dan Khun Thot sowie Tambol Nong Wang / Amphur Thepharak; Koordinaten in den Unterlagen ausgewiesen).Section A (Location), pp. 4–6
ProjekttypNetzgekoppeltes Onshore-Windenergieprojekt (Großprojekt), Einspeisung ins nationale Stromnetz.Section A.1, p. 4
ProjektstandardGold Standard for the Global Goals (GS4GG); Produkt: GS VER.Executive Summary/Scope, pp. 2–3
ZusatzstandardKein Zusatzstandard ausgewiesen.Projektunterlagen
ProjektentwicklerProject Participant/Projektträger: First Korat Wind Company Limited; Project Representative: Kosher Climate India Pvt. Ltd.Basic Information, pp. 1–2
Technologie / AnsatzWindparkbetrieb mit 45 Windenergieanlagen (je 2,3 MW; gesamt 103,5 MW); erneuerbarer Strom wird ins thailändische Netz geliefert/verkauft.Section A.1, p. 4
Baseline-SzenarioOhne Projekt würde die entsprechende Strommenge durch das bestehende thailändische Netz (inkl. fossiler Erzeugung) bereitgestellt.Section B.1, p. 8
MethodologieACM0002 – Grid-connected electricity generation from renewable sources (im Monitoring/Reporting verwendet: Version 20.x).Section A.3, pp. 7–8
ProjektbeginnProjektstart (Start date): 15.08.2011; Inbetriebnahme/Commissioning: 14.11.2012.Project Milestones, pp. 4–5
Crediting PeriodAktuelle (erneuerbare) Crediting Period: 01.12.2019–30.11.2024 (5 Jahre).Crediting period, pp. 3–5 bzw. p. 8
ProjektstatusRegistriertes GS-Projekt; Monitoring & unabhängige Verifizierung für den Monitoringzeitraum 01.11.2021–31.12.2023 dokumentiert.Executive Summary, p. 2
Jährliche EmissionsminderungenFür 01.11.2021–31.12.2023 ausgewiesen: 241.701 tCO₂e (mit Aufteilung nach Jahren/Vintages in den Unterlagen).Table „SDG 13 / Product Vintages“, p. 3
HauptwirkungsmechanismusVerdrängung: Jede ins Netz gelieferte kWh Windstrom kann rechnerisch Strom aus dem Netz-Mix ersetzen → vermiedene Emissionen im Stromsektor.Section B.1, p. 8
Monitoring & VerifizierungMessung der Netzeinspeisung über Stromzähler am Netzanschlusspunkt; unabhängige Verifizierung inkl. Dokumenten- und Evidenzprüfung.Objectives/Scope, p. 2
ZusätzlichkeitZusätzlichkeit wird im GS-Prozess geprüft; im Validierungsbericht wird bestätigt, dass die Emissionsminderungen zusätzlich sind.Executive Summary, p. 3
Permanenz & RisikomanagementKeine AFOLU-Permanenzproblematik (kein Pufferkonto). Relevante Risiken liegen v. a. in korrekter Messung, Datenerfassung und Verifizierungsqualität.Scope/Approach, pp. 2–3
Carbon-Credit-RatingKein externes Carbon-Credit-Rating in den vorliegenden Projektdokumenten ausgewiesen.Projektunterlagen
Carbon credit rating typeKeine projektbezogene externe Bewertung (z. B. BeZero, Sylvera) ausgewiesen.
Artikel-6-Autorisierung (Pariser Abkommen)Keine Autorisierung in den vorliegenden Projektdokumenten ausgewiesen.Projektunterlagen
CCP-Status (ICVCM)Keine CCP-Klassifizierung in den vorliegenden Projektdokumenten ausgewiesen.Projektunterlagen
Umgang mit DoppelzählungsrisikenCDM-Registrierung wird offengelegt (CDM 7474); Registrierungen/Zeiträume werden transparent beschrieben; Anspruchs-/Eigentumsregelung der Emissionsreduktionen in den Unterlagen dokumentiert.Section A.1, pp. 4–5
Monitoring-AnsatzMonitoring der Netzeinspeisung über Primär- und Backup-Zähler (Fehlergrenze lt. Unterlagen max. ±0,2%); Datenaufbereitung gemäß Monitoringplan; Verifizierung via Evidenzabgleich.Section B.1, p. 9
Projektlaufzeit / LangfristigkeitDesign-Lebensdauer der Turbinen: 20 Jahre; geplante Betriebsdauer des Projekts: ca. 23 Jahre.Section B.1, pp. 8–9
Beitrag zur nationalen KlimastrategieBeitrag über zusätzliche erneuerbare Stromerzeugung im Netz und Verdrängung fossiler Stromerzeugung (Dekarbonisierung des Strommix).Section A.1 & Section B.1, pp. 4 & 8

Was das Projekt beitragen kann

Hier fassen wir zusammen, was das Projekt tatsächlich erreichen soll und welche praktischen Veränderungen dadurch möglich werden.

  1. 1

    Erneuerbaren Strom im thailändischen Netz ausbauen

    West Huaybong 3 bringt Windstrom ins System und speist ihn in das öffentliche Netz in Thailand ein. Damit wird erneuerbare Erzeugung als feste Infrastrukturkomponente gestärkt – nicht als Einmalaktion.

  2. 2

    Emissionen im Stromsektor vermeiden

    Die Klimawirkung entsteht über Verdrängung: Jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Windstrom kann rechnerisch Strom aus dem bestehenden Netz-Mix ersetzen. Dadurch werden Emissionen vermieden, die sonst bei konventioneller Stromerzeugung im Netz angefallen wären.

  3. 3

    Strommix diversifizieren und fossile Abhängigkeiten senken

    Mehr Windstrom bedeutet: Der Strommix wird breiter und weniger fossil geprägt. Das Projekt unterstützt damit einen schrittweisen Umbau des Energiesystems – ohne zu behaupten, dass es den Mix allein „umdreht“.

  4. 4

    Regionale Wertschöpfung im Betrieb stärken

    Betrieb und Wartung eines Windparks brauchen laufend Technik, Ersatzteile, Serviceprozesse und Personal. Das sind wiederkehrende, regionale Effekte im Alltag eines Infrastrukturprojekts – ergänzend zur Klimawirkung.

  5. 5

    Lokale Infrastruktur- und Betriebsroutine stärken

    Ein Windpark bringt dauerhaft wiederkehrende Abläufe: Sicherheitsstandards, Wartungspläne, Ersatzteillogistik, Netzanschlussbetrieb. Diese Routine macht erneuerbare Stromerzeugung „normal“ im System – und stärkt die regionale Fähigkeit, solche Anlagen langfristig zu betreiben.

Globale Klimabedeutung

  • Stromsektor dekarbonisieren – globaler Hebel

    Der Stromsektor gehört weltweit zu den größten Emissionsquellen. Jede zusätzliche Kilowattstunde Windstrom im Netz kann rechnerisch konventionelle, emissionsintensive Erzeugung ersetzen – und senkt Emissionen genau dort, wo sie systemisch entstehen.

  • Icon von einer Glühlampe.

    Erneuerbare Energie als Grundlage für Elektrifizierung

    Windenergie wirkt nicht „am Rand“, sondern im Kern des Energiesystems: beim Netzstrom. Das ist global relevant, weil eine sauberere Stromversorgung Voraussetzung ist, um auch andere Bereiche (Mobilität, Wärme, Industrie) langfristig zu elektrifizieren.

  • Wirkung über Jahre statt Einmaleffekt

    Ein Windpark ist Infrastruktur. Solange er läuft, liefert er wiederkehrend erneuerbaren Strom – und vermeidet damit fortlaufend Emissionen, die sonst im Strommix immer wieder neu angefallen wären.

  • Zusätzlich durch Klimafinanzierung

    Große Windprojekte brauchen hohe Anfangsinvestitionen und langfristige Betriebssicherheit. Erlöse aus dem Klimaschutzmarkt können dabei helfen, solche Anlagen wirtschaftlich abzusichern und erneuerbare Erzeugung früher bzw. verlässlicher bereitzustellen, als es ohne diese Unterstützung möglich wäre.

Sustainable Development Goals (SDGs) - Die relevanten und die ergänzenden Beiträge

Neben der Reduktion von Treibhausgasemissionen trägt das Windprojekt West Huaybong 3 zur Stärkung der Stromversorgung und zur Emissionsminderung im Stromsektor in Thailand bei. Damit unterstützt das Projekt mehrere Ziele der UN-Nachhaltigkeitsagenda (SDGs). Die wichtigsten Beiträge liegen bei SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie) und SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz). Weitere Ziele werden ergänzend unterstützt – vor allem über Betrieb, Wartung und begleitende Aktivitäten.

  • Das Projekt erzeugt Strom aus Windenergie und speist ihn in das öffentliche Netz ein. So wird erneuerbare Erzeugungskapazität im Stromsystem gestärkt – als dauerhafte Infrastruktur, nicht als Einmaleffekt.

    Beitrag: Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung und Unterstützung der Versorgungssicherheit.

  • Durch die Einspeisung von Windstrom kann rechnerisch emissionsintensive Stromerzeugung im Netz ersetzt werden. Die Emissionsminderungen entstehen direkt im Stromsektor – dort, wo Strom tatsächlich bereitgestellt wird.

    Beitrag: Reduktion von Treibhausgasemissionen durch erneuerbare Stromproduktion.

  • Betrieb und Wartung eines Windparks erfordern laufend technische Dienstleistungen, Serviceprozesse und Personal. Das führt zu wiederkehrenden Beschäftigungs- und Wertschöpfungseffekten rund um den Anlagenbetrieb.

    Beitrag: Begleitende Beschäftigungseffekte im Betrieb und in technischen Services.

  • Renewable electricity replaces conventional generation based on combustion processes, indirectly contributing to lower air-pollutant-intensive power generation. In addition, occupational safety standards and structured operational processes play a role in day-to-day plant operation.

    Contribution: Indirect contribution through cleaner electricity generation and health and safety aspects in operation.

So entsteht die CO₂-Einsparung

Sauber erzeugter Strom ersetzt fossile Energiequellen. Die dadurch vermiedenen Emissionen lassen sich messen und bilden die Grundlage für CO₂-Zertifikate.

Erneuerbare Energien verändern den Energiemix. Jede Kilowattstunde aus Wind, Sonne oder Wasser sorgt dafür, dass konventionelle Kraftwerke weniger produzieren müssen. 

Je nach Land und Brennstoff fällt dabei eine bestimmte Menge CO₂ pro erzeugter Kilowattstunde an.

Für Projekte wird berechnet, wie hoch dieser fossile Anteil ohne den erneuerbaren Strom gewesen wäre. Die so ermittelte Differenz zeigt, wie viele Emissionen tatsächlich vermieden wurden. Dieser Wert wird geprüft und regelmäßig aktualisiert – und daraus entstehen die CO₂-Zertifikate.

Einordnung und Transparenz

Dieses Windenergieprojekt ist unter dem Gold Standard for the Global Goals (GS4GG) registriert und wird im Rahmen des Standards regelmäßig überwacht sowie unabhängig verifiziert. Die ausgewiesenen Emissionsminderungen basieren auf geprüften Monitoringberichten und der anerkannten Methodologie ACM0002 zur Berechnung von Emissionen, die durch netzeingespeisten Windstrom gegenüber konventioneller Stromerzeugung im Netz vermieden werden.

Rechtssichere Kompensation 

In Zeiten strengerer Regulatorik ist Klimaschutz keine Frage des guten Willens mehr, sondern der Rechtssicherheit. natureOffice unterstützt Unternehmen dabei, Greenwashing-Risiken zu minimieren und Nachhaltigkeit transparent zu kommunizieren. Alles beginnt mit einer belastbaren Datenbasis: Wir erstellen Ihren Corporate Carbon Footprint (CCF) und Product Carbon Footprint (PCF) nach internationalen Standards. Dies bildet das Fundament für Ihre Nachhaltigkeitsberichte (z. B. nach VSME) und eine rechtssichere Nachhaltigkeitskommunikation.

Ein kritischer Punkt für Unternehmen ist die rechtssichere Kompensation. Durch den Einsatz moderner Wasserkraft-Technologien fördern wir eine emissionsfreie globale Energieinfrastruktur. Diese technologischen Projekte sind ein essenzieller Hebel zur Dekarbonisierung und erfüllen höchste Anforderungen an Zusätzlichkeit und Transparenz – entscheidend, um den Anforderungen der Green Claims Directive gerecht zu werden.

Die Qualität unseres Ansatzes zeigt sich in unserem eigenen PROJECT TOGO. Hier verbinden wir Klimaschutz mit einer sozialen Transformation, die direkt auf 12 von 17  SDGs einzahlen.

Ob durch hochwertige Klimaschutz-Zertifikate oder individuelle Strategien: Wir bieten Lösungen, die technologische Innovation mit sozialem Impact vereinen und Ihr Unternehmen regulatorisch auf die sichere Seite führen.