Windkraft als klimawirksame Energiequelle
Ombepo Wind, Namibia
Das Windenergieprojekt Ombepo Wind in der Region Lüderitz im Süden Namibias zielt darauf ab, erneuerbaren Strom aus Windkraft langfristig bereitzustellen und in das nationale Stromnetz einzuspeisen.
Durch die Erzeugung von Windstrom werden Emissionen vermieden, die andernfalls bei der Stromproduktion aus fossil geprägten Stromimporten und thermischen Kraftwerken entstanden wären. Die Klimawirkung entsteht direkt durch die Verdrängung konventioneller Stromerzeugung.
Die Windenergieanlagen liefern über ihre technische Lebensdauer hinweg kontinuierlich saubere Energie. So trägt das Projekt dazu bei, Treibhausgasemissionen im Energiesektor zu vermeiden und die Klimawirkung erneuerbarer Stromerzeugung in einem stark importabhängigen Stromsystem zu stärken.
Ein Projekt, das zeigt, wie Windenergie wirksam zum Klimaschutz beitragen kann – langfristig angelegt, transparent umgesetzt und mit messbarer Wirkung.
Technische Projektdaten – VCS1915
Die wichtigsten Fakten zum Windkraftprojekt auf einen Blick.
| Parameter | Beschreibung | Quelle |
|---|---|---|
| Projektstandort | Namibia; Region Lüderitz (Karas Region) | Project Description, Section 1.8 (Project Location) |
| Projekttyp | Onshore-Windenergieprojekt zur netzgekoppelten Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie | Project Description, Section 1.3 (Project Type) |
| Projektstandard | Verified Carbon Standard (VCS) | Verified Carbon Standard (VCS) |
| Projektentwickler | Ombepo Energy (Pty) Ltd. | Project Description, Section 1.4 (Project Proponent) |
| Installierte Leistung | Onshore-Windpark mit projektspezifischer Gesamtkapazität gemäß Projektbeschreibung | Project Description, Section 1.1 (Project Summary) |
| Technologie / Ansatz | Stromerzeugung durch Windenergieanlagen mit Einspeisung in das nationale Stromnetz | Project Description, Section 1.1 (Project Summary) |
| Baseline-Szenario | Stromerzeugung aus dem bestehenden, fossil geprägten Netz- bzw. Importstrommix | Project Description, Section 2.2 (Baseline Scenario) |
| Methodologie | ACM0002 – Grid-connected electricity generation from renewable sources (VCS) | Project Description, Section 1.9 (Applied Methodology) |
| Projektbeginn | Aufnahme der Stromerzeugung gemäß Projektregistrierung | Project Description, Section 1.6 (Project Start Date) |
| Crediting Period | Aktive Kreditierungsperiode gemäß VCS; fix oder erneuerbar entsprechend Projektregistrierung | Monitoring Report, Section 1.7 (Crediting Period) |
| Projektstatus | Registriertes und regelmäßig verifiziertes VCS-Projekt | Verra Registry |
| Jährliche Emissionsminderungen | Emissionsvermeidung durch Verdrängung fossiler Stromerzeugung; Höhe abhängig vom jeweiligen Monitoringzeitraum | Monitoring & Verification Reports |
| Hauptwirkungsmechanismus | Vermeidung von CO₂-Emissionen durch Einspeisung erneuerbaren Windstroms in das Netz | Project Description, Section 2 (Project Activity) |
| Monitoring & Verifizierung | Regelmäßiges Monitoring der Stromerzeugung und unabhängige Verifizierung durch akkreditierte Prüforganisationen | Monitoring & Verification Reports |
| Zusätzlichkeit | Wirtschaftliche Umsetzung und Investitionsentscheidung durch Erlöse aus dem Klimaschutzmarkt unterstütztWirtschaftliche Attraktivität und Umsetzung durch Erlöse aus dem Klimaschutzmarkt unterstützt | Project Description, Section 3 (Additionality) |
| Permanenz & Risikomanagement | Technische Emissionsvermeidung über Anlagenlebensdauer; keine physische Permanenz erforderlich | Projekttyp Energie |
| Carbon-Credit-Rating | Derzeit kein externes, unabhängiges Carbon-Credit-Rating veröffentlicht | Verra Registry |
| Carbon-Credit-Rating-Typ | Keine projektbezogene externe Bewertung oder Klassifizierung ausgewiesen | – |
| Artikel-6-Autorisierung (Pariser Abkommen) | Keine Autorisierung gemäß Artikel 6 des Pariser Abkommens ausgewiesen | Verra Registry |
| CCP-Status (ICVCM) | Derzeit keine CCP-Klassifizierung veröffentlicht | ICVCM |
| Umgang mit Doppelzählungsrisiken | Eindeutige Zuordnung und Registrierung der Emissionsminderungen im VCS-Register; Doppelzählung ausgeschlossen | VCS Rules |
| Langfristigkeit der Emissionsminderung | Emissionsvermeidung über die technische Lebensdauer der Windenergieanlagen durch kontinuierliche Stromerzeugung | Project Description |
| Monitoring-Ansatz | Messung der eingespeisten Strommengen über geeichte Zähler und dokumentierte Monitoringverfahren | Monitoring Report |
| Projektlaufzeit / Langfristigkeit | Langfristig angelegtes Infrastrukturprojekt mit definierter Kreditierungsperiode | VCS Project Details |
| Beitrag zur nationalen Klimastrategie | Beitrag zur Emissionsminderung im Stromsektor; keine nationale Anrechnung nach Artikel 6 ausgewiesen | Project Documentation |
Was das Projekt beitragen kann
Hier fassen wir zusammen, was das Projekt tatsächlich erreichen soll und welche praktischen Veränderungen dadurch möglich werden.
- 1
Abhängigkeit von Stromimporten reduzieren
Namibia ist in hohem Maße auf Stromimporte aus dem südlichen Afrika angewiesen. Das Windprojekt erhöht die inländische Stromerzeugung und trägt dazu bei, externe Abhängigkeiten im Energiesystem zu verringern.
- 2
Erneuerbare Kapazitäten systemisch verankern
Mit dem Aufbau eines großskaligen Windparks wird erneuerbare Energie fest im nationalen Stromsystem etabliert. Das Projekt erweitert die bestehende Erzeugungsstruktur um eine weitere klimafreundliche Technologie.
- 3
Netzstabilität durch diversifizierte Erzeugung unterstützen
Windenergie ergänzt bestehende Stromquellen zeitlich und technologisch. Die zusätzliche Einspeisung aus Wind trägt zur besseren Ausbalancierung des Energiemixes bei.
- 4
Investitionssicherheit für erneuerbare Energie schaffen
Durch die langfristige Projektstruktur, verlässliche Stromabnahme und begleitende Klimafinanzierung schafft das Projekt Vertrauen für weitere Investitionen in erneuerbare Energie in der Region.
- 5
Emissionsminderungen messbar und überprüfbar machen
Die vermiedenen Emissionen werden systematisch erfasst, überprüft und dokumentiert. Damit leistet das Projekt einen überprüfbaren Beitrag zur Emissionsminderung im Stromsektor.
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Globale Klimabedeutung
Fossile Emissionen vermeiden
Das Ombepo-Windprojekt ersetzt Strom, der andernfalls aus fossilen Kraftwerken oder importierten Energiequellen stammen würde. Die Emissionsvermeidung entsteht direkt im Stromsektor – einem der weltweit größten Verursacher von Treibhausgasen.
Globale Wirkung von Emissionsminderung
Treibhausgase wirken unabhängig vom Ort ihrer Entstehung. Jede vermiedene Tonne CO₂ trägt zur Stabilisierung des Weltklimas bei – auch wenn sie durch Windenergie in Namibia eingespart wird.
Struktureller Wandel im Energiesystem
Der Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung in Ländern mit begrenzten eigenen Kapazitäten hat eine besondere Hebelwirkung. Das Projekt stärkt den langfristigen Übergang zu klimafreundlicher Energieversorgung.
Zusätzlich durch Klimafinanzierung
Erlöse aus dem Klimaschutzmarkt ermöglichen Umsetzung, Betrieb und Monitoring des Projekts. Unabhängige Verifizierung und transparente Dokumentation sichern die Nachvollziehbarkeit der Klimawirkung.
Sustainable Development Goals (SDGs) - Die relevanten und die ergänzenden Beiträge
Neben der Vermeidung von Treibhausgasemissionen trägt das Ombepo-Windprojekt zum Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung, zur Stärkung der Energieversorgung und zur Reduktion fossiler Abhängigkeiten bei. Damit unterstützt das Projekt mehrere Ziele der UN-Nachhaltigkeitsagenda (Sustainable Development Goals). Die zentralen Beiträge liegen bei SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) und SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie). Weitere Ziele werden ergänzend oder indirekt unterstützt. Einige SDGs sind als Randbeiträge einzuordnen, da sie nicht zum Projektkern gehören.
Durch die Erzeugung von Windstrom wird emissionsintensive Stromerzeugung ersetzt. Die vermiedenen Emissionen entstehen direkt im Energiesektor und tragen zur globalen Minderung von Treibhausgasen bei.
Beitrag:
Vermeidung von Treibhausgasemissionen durch erneuerbare Stromerzeugung.Das Projekt speist erneuerbaren Strom in das nationale Netz ein und erweitert den Energiemix Namibias um eine klimafreundliche Erzeugungsform. Damit wird die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und Stromimporten reduziert.
Beitrag:
Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung und Stärkung einer sauberen Energieversorgung.Bau, Betrieb und Wartung des Windparks schaffen Beschäftigung und technische Kompetenzen im Energiesektor. Diese Effekte unterstützen die lokale Wirtschaft, stehen jedoch nicht im Zentrum des Projekts.
Beitrag:
Unterstützung von Beschäftigung und wirtschaftlicher Aktivität im Energiesektor.Als großskaliges Infrastrukturprojekt trägt Ombepo Wind zur Entwicklung moderner Energieinfrastruktur bei und stärkt die Voraussetzungen für weitere Investitionen in erneuerbare Energien.
Beitrag:
Stärkung energiebezogener Infrastruktur und technischer Kapazitäten.Eine stabilere und diversifizierte Stromversorgung unterstützt indirekt die Versorgungssicherheit urbaner und industrieller Zentren. Ein direkter Fokus auf Stadtentwicklung ist jedoch nicht Bestandteil des Projekts.
Beitrag:
Indirekte Unterstützung stabiler Energieversorgung ohne expliziten Stadtbezug.
So entsteht die CO₂-Einsparung
Sauber erzeugter Strom ersetzt fossile Energiequellen. Die dadurch vermiedenen Emissionen lassen sich messen und bilden die Grundlage für CO₂-Zertifikate.
Erneuerbare Energien verändern den Energiemix. Jede Kilowattstunde aus Wind, Sonne oder Wasser sorgt dafür, dass konventionelle Kraftwerke weniger produzieren müssen.
Je nach Land und Brennstoff fällt dabei eine bestimmte Menge CO₂ pro erzeugter Kilowattstunde an.
Für Projekte wird berechnet, wie hoch dieser fossile Anteil ohne den erneuerbaren Strom gewesen wäre. Die so ermittelte Differenz zeigt, wie viele Emissionen tatsächlich vermieden wurden. Dieser Wert wird geprüft und regelmäßig aktualisiert – und daraus entstehen die CO₂-Zertifikate.
Einordnung und Transparenz
Das Windenergieprojekt Ombepo Wind ist nach dem Verified Carbon Standard (VCS) registriert und wird regelmäßig überwacht sowie unabhängig verifiziert. Die ausgewiesenen Emissionsminderungen beruhen auf geprüften Monitoringberichten und anerkannten Methodologien zur Berechnung vermiedener Emissionen aus fossiler Stromerzeugung.
Das Projekt steht exemplarisch für Klimaschutzmaßnahmen im Energiesektor, die erneuerbare Stromerzeugung mit messbarer Klimawirkung verbinden – transparent dokumentiert, fachlich überprüfbar und auf langfristigen Betrieb ausgelegt.