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CO₂-Bilanzierung für Bauunternehmen

15.07.25Lesezeit:

Als Bauunternehmen stehen Sie vor einer besonderen Herausforderung: Ihre Branche ist für einen erheblichen Teil der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich – und gleichzeitig sollen Sie diese jetzt auch noch präzise messen und darüber berichten. Die CSRD-Berichterstattung bringt neue Pflichten mit sich, und plötzlich ist die Rede von Scope 3 Emissionen, Nachhaltigkeit und CO₂-Bilanzen. Dabei haben Sie als Bauunternehmer ein ganz praktisches Problem: Sie müssen schon in der frühen Planungsphase wissen, welche Emissionen Ihr Projekt verursachen wird – haben aber noch keine finale Materialliste, kennen oft noch nicht den exakten Beton, die Fenster oder die finale Haustechnik. Trotzdem sollen Sie verlässliche Zahlen liefern können. Klingt nach einem unlösbaren Problem? Ist es nicht – wenn man weiß, wie es geht.

Scope 3 – warum diese Emissionen Ihr Geschäft bestimmen

Lassen Sie uns über Scope 3 Emissionen sprechen, denn hier liegt der Kern der Sache. Das sind alle indirekten Emissionen, die in Ihrer gesamten Wertschöpfungskette entstehen – aber nicht direkt von Ihnen kontrolliert werden. Bei Gebäuden bedeutet das konkret: alle Materialien wie Beton, Ziegel und Fassadenelemente, sämtliche Fenster und Türen, Kabel und Leitungen, die komplette Haustechnik von der Lüftung bis zur Heizung – kurz gesagt: alles, was in Ihr schlüsselfertiges Gebäude hineingeht.

Und hier wird's interessant für Ihr UnterneBilanzierenhmen: Scope 3-Emissionen verursachen oft 70-90% Ihrer gesamten CO₂-Bilanz. Sie können Ihre eigenen Büros noch so klimafreundlich betreiben und Ihre Baustellen optimieren – wenn Sie die vorgelagerten Emissionen Ihrer Bauprojekte nicht im Blick haben, sehen Sie nur die Spitze des Eisbergs. Genau deshalb ist Scope 3 für die CSRD-Berichterstattung so entscheidend geworden.

 

Unser Kennzahlenmodell: Systematisch entwickelt, praxiserprobt

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner SBC haben wir ein CO₂-Kennzahlenmodell entwickelt, das genau diese Herausforderungen löst. Das Modell basiert auf einer umfangreichen Datenbank validierter Emissionsfaktoren und arbeitet mit bewährten Literaturwerten, die für verschiedene Gebäudetypen und Bauphasen wissenschaftlich fundiert sind. Dabei können wir Scope 3 Emissionen für definierte Gebäudetypen bilanzieren – vom Rohbau bis zum schlüsselfertigen Bauen, für Bürogebäude, Wohngebäuden, Logistik- oder Rechenzentren. Das System ist so konzipiert, dass es unternehmensspezifisch individuell erweitert werden kann, je nach Ihren spezifischen Anforderungen und Gebäudetypen.

Präzise Mengenermittlung aus wenigen Grunddaten: Das Modell berechnet automatisch, wie viel Beton, Stahl oder Kabeltrassen für Ihr Gebäude benötigt werden – basierend auf Gebäudetyp, Fläche und Ausstattungsstandard.

Das Besondere an unserem Ansatz: Das Kennzahlenmodell arbeitet auf zwei Ebenen gleichzeitig. Erstens ermöglicht es Ihnen, als Bauunternehmen Ihre gesamten Scope 3 Emissionen auf Unternehmensebene zu erfassen – perfekt für die CSRD-Berichterstattung. Zweitens können Sie jedes einzelne Gebäude auf Projektebene individuell bewerten, auch wenn Sie noch nicht alle Details kennen. Diese Flexibilität ist entscheidend, denn sie erlaubt es Ihnen, schon in frühen Planungsphasen verlässliche Prognosen zu späteren Scope 3-Emissionen zu erstellen und diese später bei Bedarf zu präzisieren.

 

Lücken schließen, aber offen für die Realität

Unser Kennzahlenmodell ist darauf ausgelegt, Datenlücken zu schließen – aber es ist intelligent genug, echte Werte zu bevorzugen, wenn sie verfügbar sind. Das System arbeitet nach dem Prinzip: Besser eine fundierte Schätzung als gar keine Daten. Der Ablauf ist darauf ausgelegt, Ihnen möglichst viel Arbeit abzunehmen: Zunächst definieren wir gemeinsam mit Ihnen die relevanten Gebäudetypen und Bauphasen für Ihr Unternehmen, dann speisen wir die entsprechenden Emissionsfaktoren und Mengengerüste in das System ein.

Um ein neues Projekt einzupflegen, geben Sie die grundlegenden Parameter ein – Gebäudetyp, Größe, Ausstattungsstandard, eventuell vorhandene Zertifizierungen wie DGNB – und das System berechnet die zu erwartenden CO₂-Emissionen. Geben Sie Fläche und Gebäudetyp an, das System liefert Ihnen die komplette Materialaufstellung – von Beton über Stahl bis hin zu Kabeltrassen und Haustechnik. Die Zahlen basieren auf fundierten Emissionsfaktoren, die wir mit Namen, Menge und Einheit transparent ausweisen.

Wenn Sie aber konkrete Werte haben – etwa die tatsächlichen CO₂-Emissionen eines spezifischen Betons oder einer bestimmten Fassade – dann übernimmt das Modell diese realen Daten und rechnet entsprechend präziser. Stellt sich heraus, dass statt der prognostizierten 104 Tonnen CO₂ tatsächlich 230 Tonnen entstehen, können Sie diese Werte einfach manuell korrigieren. Das Modell rechnet dann alle abhängigen Werte neu durch.

So entsteht eine Bilanzierung, die mit groben, aber wissenschaftlich fundierten Schätzungen beginnt und sich sukzessive zu einer fundierten Ausweisung Ihrer Scope 3-Emissionen entwickelt.

„Das System ist so konzipiert, dass Sie die Zahlen jederzeit anpassen können, wenn Sie genauere Daten haben. „

 

Technische Weiterentwicklung: Von Excel zur professionellen Software

Aktuell läuft das Modell noch als Excel-basiertes Tool, aber wir haben bereits konkrete Pläne für die Weiterentwicklung. Eine professionelle Software ist in Entwicklung, die dann auch direkt die passenden Emissionsfaktoren aus der Datenbank zieht und eine noch benutzerfreundlichere Oberfläche bietet. Denn ehrlich gesagt: Excel hat uns weit gebracht und war für die Entwicklungsphase ideal, aber für die Zukunft und eine breitere Anwendung brauchen wir eine robustere, webbasierte Lösung. Diese wird dann auch bessere Schnittstellen zu bestehenden Unternehmenssoftware bieten und die Integration in Ihre bestehenden Prozesse erleichtern.

 

Ihr Nutzen: Bilanzierung ohne Expertenaufwand

Unser Kennzahlenmodell ist mehr als nur ein Berechnungstool – es ist Ihre Eintrittskarte in eine entspannte und rechtssichere CSRD-Berichterstattung. Sie müssen nicht zum Klimaexperten werden, um verlässliche CO₂-Bilanzen zu erstellen. Das System nimmt Ihnen die komplexen Berechnungen ab und sorgt dafür, dass Ihre Emissionsdaten den aktuellen Standards entsprechen. Dabei folgen wir unserem bewährten Prinzip: Sie kennen Ihre Projekte und Ihr Geschäft, wir kennen uns mit CO₂-Bilanzierungen aus. Sie machen den ersten Schritt mit den Projektdaten, wir sorgen für den Rest.

Wenn Sie mehr über unser CO₂-Kennzahlenmodell erfahren möchten, kontaktieren Sie uns gerne und vereinbaren Sie einen Vorstellungstermin. Wir zeigen Ihnen detailliert, wie das System funktioniert und wie es sich in Ihre bestehenden Prozesse integrieren lässt. Denn mal ehrlich: Emissionen sind tatsächlich berechenbar – man muss nur das richtige Werkzeug dafür haben.

Unsere Leistungen passend zum Thema

Vier Personen sitzen fröhlich vor einem Laptop und schauen gemeinsam auf den Bildschirm.

Unsere Software-Lösungen

Digital dekarbonisiert es sich noch leichter

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Zwei Personen besprechen etwas gemeinsam an einem Tablet.

PCF (Product Carbon Footprint)

CO₂ Bilanzierung Ihrer Produkte

Der Product Carbon Footprint zeigt die CO₂-Emissionen, die ein einzelnes Produkt verursacht.

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