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Ein Mann im Anzug geht mit einem Regenschirm in der Hand die Straße hinunter.

Klimarisikoanalyse für Unternehmen: CSRD-konform & transparent

Wird schon gutgehen? War gestern. Früher haben wir das Wetter ignoriert. Heute rechnen wir damit.

Klimarisiken sind real. Sie treffen Unternehmen – direkt oder indirekt. Ob durch Extremwetter, neue Gesetze oder veränderte Konsumpräferenzen – wer die Risiken kennt, ist klar im Vorteil. Eine detaillierte Analyse hilft dabei, sich strategisch aufzustellen. Und nicht erst dann zu handeln, wenn die Flut vor der Tür steht. Sondern rechtzeitig. Geplant. Und zukunftsfähig.

Klimarisikoanalyse – klingt nach Panik, 
ist aber clever

Im Rahmen einer solchen Analyse wird untersucht, welchen Einfluss der Klimawandel auf ein Unternehmen hat – heute und in Zukunft. Ziel ist es, Gefahrenquellen zu identifizieren, zu bewerten und daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten. Dabei geht es nicht nur um Wetterextreme. Sondern um das große Ganze.

Unternehmerische Klimarisiken lassen sich in drei Gruppen einteilen:

  • Physische Klimarisiken: Dazu zählen akute Risiken wie Stürme, Überschwemmungen oder Hitzewellen sowie chronische Risiken wie steigender Meeresspiegel oder anhaltende Dürren. Diese Ereignisse können Betriebsstätten, Lieferketten, Infrastrukturen oder auch die Menschen vor Ort beeinträchtigen und schädigen.
     
  • Transitorische Risiken: Gemeint sind politische, gesellschaftliche, marktwirtschaftliche oder technologische Veränderungen, welche die wirtschaftliche Stabilität eines Unternehmens bedrohen können. Beispiele: neue CO₂-Abgaben, strengere ESG-Regeln oder der Druck des Marktes hin zu "grünen" Produkten.
     
  • Haftungsrisiken: Immer mehr Unternehmen sehen sich Klagen gegenüber, weil sie keine ausreichenden Klimaschutzmaßnahmen getroffen haben oder gegen Klimaschutzgesetze verstoßen.

 

Wenn der Gesetzgeber ernst macht:
Klimarisikoanalyse & CSRD

Spätestens mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist eine Klimarisikoanalyse für viele Unternehmen nicht mehr optional. Betroffen sind unter anderem große Kapitalgesellschaften, Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden oder 40 Millionen Euro Umsatz. Auch börsennotierte Mittelständler gehören dazu.

Im Zentrum steht dabei die EU-Taxonomie. Sie definiert, welche wirtschaftlichen Aktivitäten als nachhaltig gelten. Unternehmen müssen dabei die sogenannten TSC-Kriterien (Technical Screening Criteria) erfüllen und nachweisen, dass ihre Tätigkeiten keinem anderen Umweltziel schaden (DNSH – Do No Significant Harm).

Die Klimarisikoanalyse nach der CSRD ist deshalb kein Papiertiger, sondern eine zentrale Grundlage für das Nachhaltigkeitsreporting.

Zur Klimarisikoanalyse in 7 Schritten

Der Ablauf ist strukturiert, aber keineswegs starr. Eine professionelle Klimarisikoanalyse umfasst im Wesentlichen folgende Schritte:

  1. 1

    Governance klären

    Wer im Unternehmen ist verantwortlich? Meist braucht es ein interdisziplinäres Team aus Nachhaltigkeit, Strategie, Risikomanagement und operativen Bereichen.

  2. 2

    Geschäftsfelder definieren

    Welche Bereiche sind relevant? Produktion, Logistik, IT, Immobilien? Hier hilft ein Blick in die EU-Taxonomie.

  3. 3

    Zeithorizonte festlegen

    Kurz- bis mittelfristige Aktivitäten (<10 Jahre) brauchen eine andere Risikoeinschätzung als langfristige (>10 Jahre).

  4. 4

    Daten sammeln

    Standort- und assetbezogene Informationen bilden das Fundament. Dazu zählen auch historische Wetterdaten und Klimamodelle.

  5. 5

    Klimamodelle nutzen

    Grundlagen bilden wissenschaftlich anerkannte Szenarien, etwa vom IPCC (Weltklimarat).

  6. 6

    Risiken bewerten

    Wie wahrscheinlich sind bestimmte Gefahren? Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hätten sie?

  7. 7

    Maßnahmen ableiten

    Was kann getan werden, um Risiken zu minimieren oder auszuschließen?

"Weil 'Hoffentlich passiert nichts' keine Unternehmensstrategie ist."

Vorteile, die überzeugen

  • Frühwarnsystem

    Risiken werden sichtbar, bevor sie Schaden anrichten. Extremwetter, neue Gesetze oder Marktveränderungen treffen Sie nicht mehr unvorbereitet.

  • Bessere Entscheidungen

    Investitionen lassen sich gezielter planen und Strategien fundiert entwickeln. Mit belastbaren Daten statt Bauchgefühl.

  • Wettbewerbsvorteil

    Wer vorbereitet ist, kommt besser durch Krisen und punktet bei Stakeholdern. Transparenz schafft Vertrauen bei Investoren, Banken und Kunden.

  • Grundlage für Dekarbonisierung

    Ohne Analyse keine zielgerichtete CO₂-Reduktion. Die Klimarisikoanalyse wird zum Fundament für belastbare Nachhaltigkeitsreportings und wirksame Klimastrategien.

Zertifizierungen: Der Beweis, 
dass Sie's draufhaben

Im Kontext der Klimarisikoanalyse haben Unternehmen ein Interesse an einem Nachweis ihres Engagements – für Gesellschaft, Stakeholder und den Gesetzgeber. Hier schaffen Nachhaltigkeitszertifikate Transparenz und Vertrauen. Besonders relevant sind:

  • DGNB(Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen)
  • BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method)

Beide Zertifizierungssysteme verlangen einen Nachweis über das Management von Klimarisiken. Als Grundlage dient eine saubere Analyse – detailliert und nachvollziehbar.

Mit uns wird Klimarisikomanagement machbar

Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne zu einer Lösung, die zu Ihrem Unternehmen passt!

Vier Personen sitzen fröhlich vor einem Laptop und schauen gemeinsam auf den Bildschirm.

Unsere Online-Tools machen Klimarisikoanalyse und CO2-Bilanzierung einfach.

Software, die mitdenkt

Mit wenigen Klicks Risiken erfassen, Szenarien simulieren und Strategien dokumentieren – unser Tool macht Klimamanagement messbar.

Drei junge Erwachsene sitzen am Tisch und betrachten gemeinsam ein Blatt Papier.

Klimarisiken erkennen, verstehen und handeln

Beratung, die sich auszahlt

Wir begleiten Sie durch den kompletten Analyseprozess. Strukturiert, transparent, praxisnah - für echten Mehrwert statt nur Compliance.

FAQs: Häufig gestellte Fragen

  • Eine Klimarisikoanalyse bewertet, wie sich der Klimawandel auf ein Unternehmen auswirkt. Sie berücksichtigt sowohl physische als auch transitorische Risiken und schließt zudem rechtliche Haftungsrisiken mit ein. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

  • Unternehmen, die unter die CSRD fallen, sind gesetzlich dazu verpflichtet. Aber auch außerhalb dieser Pflicht steigt der Druck: Investoren, Banken und Kunden verlangen zunehmend Transparenz. Die Analyse wird zum neuen Standard.

  • Es gibt physische Risiken (z.B. Extremwetter), transitorische Risiken (z.B. CO2-Abgaben, neue Gesetze) und Haftungsrisiken (z.B. Klagen wegen unterlassener Maßnahmen). Alle drei Risikotypen beeinflussen maßgeblich die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens.

  • Die EU-Taxonomie ist ein Klassifikationssystem, das festlegt, welche wirtschaftlichen Aktivitäten als ökologisch nachhaltig gelten. Unternehmen müssen nachweisen, dass ihre Tätigkeiten Umweltzielen dienen und keine anderen Ziele gefährden.

  • TSC steht für Technical Screening Criteria. Sie legen technische Mindestanforderungen für nachhaltige Aktivitäten fest. DNSH bedeutet "Do No Significant Harm" und soll wesentliche Beeinträchtigungen der Umweltziele vermeiden. 

    TSC steht für Technical Screening Criteria. Sie legen technische Mindestanforderungen für nachhaltige Aktivitäten fest. DNSH bedeutet "Do No Significant Harm" und zielt auf die Abwendung von wesentlichen Schäden an den Umweltzielen ab.