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Kombiprojekt PROJECT TOGO+ | Naturwald als Fundament, Gold Standard als zusätzliche Sicherheitsebene.

Location:Togo, Westafrika & Indien
SDG:Kombiprojekt
Zertifikatstyp:Gold StandardDatenbank

Was PROJECT TOGO trägt

Naturwald, Nature-based Solutions, internationale Nachhaltigkeitsziele, politisches Netzwerk und langfristige Verankerung.

Zwei lachende Kinder auf einem Tricycle im PROJECT TOGO: Ein Beispiel für die soziale Unterstützung (Contribution) durch Partner wie Gebrüder Weiss im Klimaschutzprojekt in Togo.

Ein Projekt, das wächst – wie die Bäume dort auch.

PROJECT TOGO verbindet Klimaschutz mit Wirkung für Mensch und Umwelt.

Was dort entsteht, ist kein Einzelaspekt, sondern ein Zusammenspiel aus Aufforstung, Biodiversität, Bildung und besserer Lebenssituation.

Der lokale Förster von PROJECT TOGO führt Gäste über die aktiven Aufforstungsflächen: Monitoring und Vor-Ort-Besuch zur Überprüfung der Naturwald-Entwicklung.

Ein Projekt, das Natur als Teil der Lösung nutzt.

Das PROJECT TOGO gehört zu den Nature-based Solutions.

Ansätze, wo ökologische und soziale Wirkung zusammenkommen. Aufforstung, gesunde Böden, Wasser, Biodiversität, bessere Lebensbedingungen.

Kinder und eine Mitarbeiterin freuen sich über sauberes Wasser an einem von natureOffice gebauten Pumpbrunnen in Togo: Förderung der lokalen Infrastruktur und Lebensqualität.

Ein Ansatz, der gleich mehrere Ziele unterstützt.

PROJECT TOGO leistet einen wertvollen Beitrag zu mehreren UN-Nachhaltigkeitszielen.

Insgesamt erfüllt es 12 der 17 SDGs – von ökologischen Grundlagen bis hin zu sozialen Verbesserungen im Alltag vor Ort.

Gruppenfoto im Versammlungshaus in Togo: Andreas von natureOffice im Dialog mit lokalen Oberhäuptern und dem deutschen Botschafter zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung.

In Fachkreisen gut bekannt – weit über die CO₂-Branche hinaus.

Seit vielen Jahren in fachlichen und politischen Zusammen-hängen wahrgenommen.

Das liegt vor allem daran, dass das Projekt über die Jahre eine klare, nachweisbare Wirkung zeigt – ökologisch wie sozial.

Zwei lachende Mädchen mit einem Fahrrad im PROJECT TOGO: Unterstützung der Mobilität und Bildungschancen durch die Fahrrad-Spendenaktion des ecocent e.V. in Westafrika.

Werden Sie Teil der Fahrrad-Spendenaktion 2025 + 2026

Ein einfacher Schulweg ist für viele Kinder in Togo alles andere als einfach.

In Togo beginnt für viele Kinder der schwierigste Teil der Schullaufbahn nicht erst im Klassenzimmer, sondern bereits auf dem Weg dorthin.

PROJECT TOGO im Kontext

Sauber finanziert, klar organisiert und regelmäßig vor Ort geprüft – damit das Projekt Bestand hat.

PROJECT TOGO verbindet Naturwaldaufforstung mit klar definierten sozialen Strukturen.

Der Wald ist die Grundlage.
Doch damit Aufforstung langfristig funktioniert, braucht es stabile Rahmenbedingungen vor Ort. Deshalb investieren wir parallel in Einkommen, Ausbildung und Infrastruktur.

Diese Maßnahmen entstehen nicht zufällig. Sie folgen einer klaren Logik: Wer vom Projekt profitiert, schützt es. Wer wirtschaftliche Perspektiven hat, ist weniger auf kurzfristige Nutzung oder schädliche Praktiken angewiesen.

So entsteht rund um den Naturwald ein belastbares System – ökologisch und sozial.

Was in Togo wirklich entsteht

Für alle, die PROJECT TOGO noch nicht kennen: Hier sehen Sie, welche sozialen Strukturen rund um die Naturwaldaufforstung aufgebaut wurden – und warum sie Teil des Projektmodells sind.

  • PROJECT TOGO ist kein reines Aufforstungsprojekt.

    Naturwald allein reicht nicht.
    Damit Flächen dauerhaft geschützt bleiben, müssen Menschen davon profitieren.

    Deshalb investieren wir parallel in Einkommen, Infrastruktur und Ausbildung – gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung, nicht an ihr vorbei.

  • Auf ehemaligen Brachflächen entsteht ein naturnaher Mischwald.

    Kein Holzeinschlag.
    Keine Plantage.
    Ausschließlich heimische Arten.

    Der Wald bindet CO₂ in Biomasse und Boden – und schafft die ökologische Basis für alle weiteren Strukturen.

  • Die sozialen Maßnahmen sind kein Zusatz.
    Sie sichern den Standort.

    Arbeitsplätze in der Forstwirtschaft.
    Einkommensmodelle wie Imkerei oder Fischzucht.
    Infrastruktur wie Brunnen, Schulungszentren und Frühwarnsysteme.

    Waldschutz funktioniert nur, wenn er vor Ort Sinn ergibt.

  • Unsere Schafzucht ist ein Paradebeispiel für integrierten Naturschutz. Sie sichert der lokalen Bevölkerung den Zugang zu bezahlbarem Fleisch und verhindert so, dass Wälder für die Jagd auf Wildtiere riskant in Brand gesetzt werden. 

    Wir vermitteln dabei wichtiges Wissen über gesunde Tierzucht (Vermeidung von Inzucht) und beschäftigen einen eigenen Veterinär. 

    Die Tiere leisten zudem praktische Arbeit: Sie weiden auf den Brandschneisen und halten diese als natürliche Rasenmäher frei von brennbarer Biomasse.

  • Dieses Projekt verbindet Ausbildung mit Naturschutz. 

    Wir bilden jährlich lokale Imker aus, die durch den Verkauf des in Togo sehr wertvollen Honigs schon mit wenigen Bienenstöcken eine Familie ernähren können. 

    Die Bienen leisten dabei doppelte Arbeit: Sie bestäuben die Pflanzen und fungieren aufgrund der Wehrhaftigkeit der afrikanischen Wildbiene als natürlicher Schutzschild gegen illegales Betreten der Wälder.

  • Sauberes Wasser ist ein Menschenrecht, aber in Togo keine Selbstverständlichkeit. Statt aus krankmachenden, offenen Tümpeln versorgen sich unsere Partnerdörfer heute aus modernen Tiefbrunnen (bis 120 m Tiefe). 

    Mithilfe von Solarpumpen und Wassertürmen stellen wir eine hygienische Versorgung zum Trinken, Kochen und Waschen sicher. 

    Wir übernehmen zudem die dauerhafte Wartung und Analyse der Brunnen. Das Ergebnis ist eine deutlich gesündere Dorfgemeinschaft und ein massiver Rückgang von Infektionskrankheiten.

  • Unser Frauenschulungszentrum schließt eine kritische Lücke in der Region: 

    Wir bieten Frauen gezielte Bildungschancen – von Alphabetisierung und Französischkursen bis hin zu Workshops für Existenzgründung und Businesspläne. 

    Da die Kurse von lokalen Trainern geleitet werden, sind sie kulturell verankert und für alle Altersgruppen zugänglich. 

    Dank einer neuen Solaranlage sind wir zudem unabhängig vom Stromnetz: Das ermöglicht Unterricht nach Sonnenuntergang und schafft die technische Voraussetzung für zukünftige Computerkurse und digitale Bildung.

  • Wir ersetzen teure Importe durch lokale Produktion: Unsere Fischzucht versorgt die Menschen vor Ort mit frischem Fisch und schafft aktuell 8 dauerhafte Arbeitsplätze. 

    Dabei setzen wir auf intelligente Kreislaufwirtschaft: Das nährstoffreiche Wasser der Fische dient als perfekter Dünger für den angeschlossenen Biogarten, in dem gesundes Gemüse für die Region wächst. 

    Da die Anlage auf einer Brandschneise liegt, dient sie gleichzeitig der Überwachung und dem Schutz unserer Naturwälder.

  • Um der Unberechenbarkeit des Klimawandels zu begegnen, testen wir auf 50 Hektar ein für Togo neues Anbaumodell. 

    In einem dichten Mehrschicht-System kombinieren wir verschiedenste Pflanzenarten. Das schützt den Boden vor Austrocknung, steigert den Ertrag auf kleiner Fläche und bietet durch die Artenvielfalt eine natürliche Versicherung gegen Ernteausfälle. 

    Angeschlossen ist ein eigenes Schulungszentrum, in dem wir Bauern zeigen, wie sie ihre Felder klimaresilient und produktiver bewirtschaften können.

  • Vom Einzelkämpfer zum starken Team: In unserer Frauenkooperative haben sich 25 Familien zusammengeschlossen, um gemeinsam anzubauen und zu ernten. 

    In einer neu errichteten Produktionshalle veredeln die Frauen ihre Rohstoffe (z.B. durch eine Mühle) direkt vor Ort. 

    Da der Gewinn in der Weiterverarbeitung liegt, steigen die Einkommen für alle signifikant. Gleichzeitig bietet die Kooperative soziale Sicherheit: Fällt jemand aus, trägt die Gruppe die Last. Ein Erfolgsmodell, das Bildung finanziert und den Weg aus der Armut ebnet.

  • Ein großes Hindernis für die Bauern war bisher der teure Transport ihrer Waren zu den weit entfernten Märkten. 

    Mit Hilfe von drei Tricycles (Lasten-Motorrädern), gespendet von der Spedition Gebrüder Weiss, haben wir dieses Problem gelöst. Die Fahrzeuge transportieren die Ernte aus den abgelegenen Dörfern direkt zu den Handelsplätzen. 

    So sichern wir den Marktzugang und garantieren, dass die Familien ihre angebauten Produkte auch wirklich zu Geld machen können.

  • In sechs unserer Partnerdörfer haben wir zentrale Lautsprechersysteme auf hohen Masten installiert. 

    Sie lösen das Problem der Kommunikation in den weit verstreuten Siedlungen. Die Anlagen haben einen doppelten Nutzen: Sie erleichtern die Organisation des Gemeinschaftslebens (z.B. Aufruf zu Meetings), fungieren aber primär als lebenswichtiges Frühwarnsystem. 

    Bei Feuer oder anderen Gefahren kann so die gesamte Bevölkerung in Sekundenschnelle alarmiert werden.

  • Wo ärztliche Hilfe fern ist, retten Erstversorgung und Transport Leben. 

    Gemeinsam mit dem Roten Kreuz bilden wir Dorfbewohner in Erster Hilfe aus und stellen Material bereit. Für den schnellen Transport in Krankenhäuser nutzen wir unsere Logistik-Fahrzeuge Tricycles

    Aktuell erweitern wir unser Engagement stark im Bereich Geburtshilfe: Durch den Einsatz mobiler Hebammen verbessern wir die Hygiene bei Entbindungen und kämpfen aktiv gegen die Kindersterblichkeit in den Dörfern.

  • In enger Kooperation mit der nahen staatlichen Landwirtschaftsschule bilden wir die nächste Generation von Naturschützern aus. 

    Wir bieten Studenten begehrte Praktikumsplätze, in denen sie den kompletten Lebenszyklus eines Naturwaldes kennenlernen. Die Ausbildung reicht vom Sammeln seltener Samen in der Wildnis über die Anzucht bis hin zur strategischen Pflanzung in symbiotischen Baumgruppen. 

    So werden die Studenten zu wichtigen Botschaftern unserer Vision und tragen das Wissen um ökologische Waldnutzung in die Zukunft Togos.

  • Mangelnde Hygiene ist eine Hauptursache für Krankheiten. 

    Um zu verhindern, dass Keime durch Notdurft im Freien in die Nahrungskette gelangen, bauen wir gemeinsam mit den Dorfbewohnern sanitäre Anlagen. 

    Wir nutzen dafür das Prinzip der Trockentoilette: Es trennt Flüssiges von Festem. Die kompostierten Rückstände werden anschließend als wichtiger Dünger genutzt. 

    So schaffen wir hygienische Standards und schützen die Gesundheit, während wir gleichzeitig ökologische Kreisläufe schließen.

  • Um Frauen, die durch häusliche Pflichten stark gebunden sind, ein eigenes Einkommen zu ermöglichen, fördern wir die Kaninchenzucht direkt am Haus. 

    Nach einer professionellen, sechsmonatigen Ausbildung (inklusive Stallbau und Veterinärwissen) statten wir die Teilnehmerinnen mit der nötigen Infrastruktur aus. 

    So entsteht für viele Frauen eine flexible, erfolgreiche Einnahmequelle, die sich mit der Kinderbetreuung vereinbaren lässt und die finanzielle Unabhängigkeit der Familien stärkt.

  • Wir haben eine im Norden Togos bewährte Tradition in den Süden gebracht: Den Einsatz von Eseln als Arbeitstiere. 

    Da Esel in der Projektregion unbekannt waren, starteten wir mit zwei Tieren, um der Bevölkerung praktisch zu demonstrieren, wie enorm diese Helfer die schwere körperliche Arbeit – etwa beim Transport von Lasten – erleichtern können. 

    Das Experiment glückte: Die Skepsis wich der Begeisterung, und mittlerweile haben viele Familien dem Vorbild folgend eigene Esel angeschafft, um ihren Arbeitsalltag zu entlasten.

  • Um die Verschmutzung der Landschaft durch Plastikmüll zu stoppen, haben wir mit der Hochschule Trier ein innovatives Recycling-Projekt gestartet

    Nach einer genauen Müll-Analyse identifizierten wir die schwarzen Markt-Tüten als Hauptproblem. Heute sammeln wir diese in Aktionen ein und verarbeiten sie in den Dörfern zu neuen Produkten wie Matten, Seilen und Schalen. 

    Das Projekt ist langfristig angelegt: Ziel ist der Aufbau einer professionellen Recycling-Kette, in der Plastik geschreddert und als Granulat profitabel weiterverkauft oder verarbeitet wird.

Gold Standard als zusätzliche Sicherheitsebene

Die CO₂-Kompensation erfolgt formal über externe, Gold Standard-zertifizierte Projekte aus dem Bereich erneuerbarer Energien.

Das Solarprojekt in Bhadla (Indien) ergänzt die biologische Wirkung von PROJECT TOGO um eine technische Komponente.

Die Anlage erzeugt Strom aus Sonnenenergie und speist ihn in das öffentliche Netz ein. Dadurch ersetzt sie fossile Stromerzeugung und reduziert nachweislich Treibhausgasemissionen. Diese Emissionsminderungen werden nach dem Gold Standard geprüft, zertifiziert und stillgelegt.

So entsteht neben der Naturwaldaufforstung eine separate, klar definierte Absicherungsebene.

Einordnung und Transparenz

PROJECT TOGO+ kombiniert Naturwaldaufforstung mit einer separaten, Gold Standard-zertifizierten Absicherungskomponente aus erneuerbaren Energieprojekten (z. B. Solarenergie).

Die CO₂-Entnahmen im Naturwald beruhen auf dokumentierten Flächen- und Bestandsdaten sowie regelmäßigem Monitoring vor Ort. Die Berechnung erfolgt nach anerkannten methodischen Ansätzen für Aufforstungs- und Nature-based-Solutions-Projekte.

Die zusätzliche Absicherung über Energieprojekte basiert auf geprüften Emissionsminderungen, die nach Gold Standard-Methodologie berechnet, verifiziert und im Register dokumentiert werden. Erst nach unabhängiger Prüfung werden entsprechende Zertifikate ausgestellt und stillgelegt.

Durch die klare Trennung von biologischer CO₂-Bindung und externer Zertifikatsstilllegung bleibt die Projektlogik nachvollziehbar. Risiken aus Naturereignissen werden nicht verschleiert, sondern strukturell berücksichtigt.

 

Rechtssichere CO₂-Kompensation im Kombimodell

CO₂-Ausgleich steht heute unter erhöhter regulatorischer und öffentlicher Beobachtung. Begriffe wie „klimaneutral“ oder „kompensiert“ erfordern belastbare Grundlagen: eine saubere CO₂-Bilanz (Corporate Carbon Footprint, CCF), bei Produkten idealerweise einen Product Carbon Footprint (PCF), sowie eine nachvollziehbare Dokumentation der eingesetzten Projekte und Zertifikate.

Im Kombiprojekt PROJECT TOGO+ sind drei Punkte entscheidend:

  • Transparente Methodik: klare Trennung von Naturwaldprojekt und Energieprojekt
  • Unabhängige Prüfung: Monitoring, Verifizierung und Registrierung nach Gold Standard
  • Saubere Kommunikation: keine Überversprechen, klare Begrifflichkeiten, prüfbare Aussagen

So entsteht ein Modell, das ökologische Wirkung, technische Absicherung und kommunikative Belastbarkeit miteinander verbindet.